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    Verkehrs-Verlag Remagen ist aufgelöst

    Der Verkehrs-Verlag Remagen (VVR), einer der führenden Fachverlage für Fahrschulen, schließt zum Ende August seine Türen. Was auf der einen Seite das Ende eines seit 80 Jahren in Familientradition geführten Unternehmens bedeutet, steht gleichzeitig aber auch für den Verlust des Arbeitsplatzes von mehr als 40 Mitarbeitern.

    Ende einer Ära, die moderne Zeiten nicht überdauert hat: Der Verkehrs-Verlag in Remagen ist aufgelöst.
    Ende einer Ära, die moderne Zeiten nicht überdauert hat: Der Verkehrs-Verlag in Remagen ist aufgelöst.
    Foto: Andreas Wetzlar

    Der Verkehrs-Verlag Remagen (VVR), einer der führenden Fachverlage für Fahrschulen, schließt zum Ende August seine Türen. Was auf der einen Seite das Ende eines seit 80 Jahren in Familientradition geführten Unternehmens bedeutet, steht gleichzeitig aber auch für den Verlust des Arbeitsplatzes von mehr als 40 Mitarbeitern.

    „Die Firma ist über lange Zeit einfach nur ausgesaugt worden. An notwendige Investitionen wurde erst gar nicht gedacht. Das zeigt sich sowohl am Zustand der Gebäude wie auch an der technischen Ausstattung“, übt ein frustrierter und auch enttäuschter Mitarbeiter schwere Vorwürfe, der trotz ausgesprochener Kündigung namentlich nicht genannt werden möchte. Auch das Kündigungsschreiben selbst, übergeben aus einer Plastiktüte, sorgt für Missmut bei einer Vielzahl der langjährigen Mitarbeiter. Denn Worte des Dankes oder gar der Anerkennung, die bei der Suche nach einem neuen Job zwar wenig hilfreich seien, würden sich in dem Schreiben erst gar nicht finden.
    Fragen werfe aber auch die Art und Weise der Geschäftsauflösung auf. „Bei einer Insolvenz müssten unseres Wissens nach die Bücher offen gelegt werden. Bei einer Liquidation sieht das wohl anders aus“, regen sich bei dem Mitarbeiter Zweifel hinsichtlich der vorgeschobenen „schlechten wirtschaftlichen Lage des Unternehmens“. Aber auch der Zeitpunkt der Liquidation werfe weitere Fragen auf. Zusammenhänge zwischen der ausgelaufenen Regelung für Kurzarbeit, die nach Kenntnisstand der RZ auch beim VVR über einen längeren Zeitraum angewendet worden war, und der überraschenden Liquidation könnten nach Ansicht des Mitarbeiters zumindest Spekulationen zulassen. Auch wenn, was verständlich ist, die Angestellten derzeit nicht gut auf die Firmenleitung zu sprechen sind, so gibt einer von ihnen einen Rat: „Ich würde an Stelle des Chefs den Pelzmantel noch nicht so schnell in den Schrank hängen. Denn auch im Frühjahr kann der Wind, der einem entgegen bläst, ziemlich eisig und auch frostig sein“.
    Während Liquidator Günter Wirtzfeld trotz intensiver Nachfrage der Rhein-Zeitung weder zu einem Gespräch noch zu einer Stellungnahme zu bewegen war, zeigt sich Walter Fabritius, der über 40 Jahre auf der Ebene der Geschäftsführung für den VVR tätig gewesen ist, deutlich gesprächsbereiter. „Die Nachricht vom Ende des VVR hat mich schwer getroffen und ist für mich nicht nachvollziehbar“, erklärt der 79-Jährige, der 1999 aus dem Betrieb ausgeschieden ist. Denn schließlich habe das Remagener Traditionsunternehmen, gemeinsam mit zwei Mitbewerbern, zu den Marktführern gehört. Und dies nicht nur in Deutschland, sondern im europäischen Raum.
    Für die Mitarbeiter, die sich nicht über einen Betriebsrat organisieren konnten, gibt es nach Kenntnis der RZ keinen Sozialplan. Und auch über die künftige Nutzung der Firmengebäude, die sich im Besitz der Gründerfamilie Wirtzfeld befinden, gibt es nach derzeitigem Stand keine Informationen.

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