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  • "Unser Notarzt" liegt gut im Rennen: Team strampelt sich ab

    Adenau. Das Projekt "Unser Notarzt" in Adenau hat Rückenwind: Ein Mountainbike-Team strampelt sich für die gute Sache ab. Außerdem gehört "Unser Notarzt" zu den Finalisten im Wettbewerb um Bundespreise.

    Das Team "Unser Notarzt" trainiert regelmäßig, um im Rennen zu bleiben beim Werben für das Projekt zur Verbesserung der medizinischen Versorgung.
    Das Team "Unser Notarzt" trainiert regelmäßig, um im Rennen zu bleiben beim Werben für das Projekt zur Verbesserung der medizinischen Versorgung.
    Foto: red

    Wenn das Team "Unser Notarzt" in die Pedale tritt, dann geht es um mehr als Lorbeeren für den Sieg. Die Notarztkollegen, Rettungsassistenten und Medizinstudenten rund um Martin Schiffarth aus Adenau strampeln sich ab für ein Projekt, das die notärztliche Versorgung im ländlichen Raum erheblich verbessern soll, unter anderem durch innovative Technik und Ausbildung von Nachwuchs. Das sportliche Engagement ist für sie auch ein gutes Fundraising-Instrument, das Aufmerksamkeit erregt und Sympathien einfährt. Auch und vor allem bei Sponsoren. Mit dem so gesammelten Geld wird dann lebensrettendes Equipment wie ein mobiles Ultraschallgerät finanziert. Hauptsächlich investiert "Unser Notarzt" die Spenden aber in Training und Ausbildung des Nachwuchses.

    "Radsport schweißt das Team zusammen. Das Mountainbiken und unser Job sind sich in vielerlei Hinsicht sehr ähnlich", erklärt Schiffarth, der in der Eifel-Region aufgewachsen und zeitlebens mit dem Mountainbike unterwegs gewesen ist. "Beide bringen einen zum Beispiel häufig in körperliche und seelische Ausnahmezustände. Man trainiert unterbewusst das im Sport, was für den Beruf wichtig ist", so Schiffarth.

    Ein Notarzt müsse Kondition haben, starke Nerven und Durchhaltevermögen. Schiffarth ist Arzt mit Leib und Seele. Nach einem kurzen Abstecher in den Beruf des Industriekaufmanns lebt der 39-Jährige seinen Traum vom Leben retten - im Notarztfahrzeug und auch in der Luftrettung rund um den Nürburgring. Seit drei Jahren entwickelt Schiffarth den Notarztstandort Adenau weiter, neben seinem Job als Oberarzt der Anästhesie des St. Josef-Krankenhauses in Adenau und neben seinem ehrenamtlichen Engagement als Gründer und Promoter des Netzwerkprojekts "Unser Notarzt".

    Mit dem Team "Unser Notarzt" trifft er sich einmal pro Woche zum Mountainbike-Training. Die Mitglieder des Temas treten auch immer wieder bei Rennen an, um auf Ausbildungs-Missstände ihrer Berufsgruppe aufmerksam zu machen und Spenden für die Anschaffung von Untersuchungs- und Trainings-Equipment zu sammeln. So starteten sie in diesem Sommer bereits zum zweiten Mal nach 2015 beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring. Drei Achter-Teams traten in die Pedale.

    Um die Perspektive für Nachwuchs-Retter in "ihrer" Eifel zu verbessern, sammelt die Mannschaft für ein Simulationstrainingsset, also eine Puppe, die computergesteuert alle möglichen Krankheits- und Verletzungsbilder simulieren kann. "Bei einem Notfall muss nämlich innerhalb von 15 Minuten Hilfe geleistet werden. Die damit verbundenen komplexen Abläufe müssen trainiert werden. Daran hapert es vor allem in ländlichen Gegenden oft, weil schlicht Mittel und Möglichkeiten fehlten. Auch in der Region des Nürburgrings, obwohl wir durch unsere langjährige Verbindung zum Motorsport und der Notfallmedizin eigentlich dafür prädestiniert wären", so Martin Schiffarth.

    Das Projekt "Unser Notarzt" aus Adenau gehört zu den Finalisten beim nationalen Förderpreis für Bevölkerungsschutz des Bundesinnenministeriums. Der Förderpreis "Helfende Hand" des Bundesministeriums unterstützt Ehrenamtliche, die sich in Deutschland im Bevölkerungsschutz engagieren. Nun geht er in die entscheidende Phase. Bundesweit haben Bewerber mehr als 350 Ideen und Konzepte eingesendet. Die Helfende Hand-Jury hat zwölf Einsendungen ausgewählt. Der Förderverein St. Josef Krankenhaus Adenau ist mit seinem Projekt "Unser Notarzt" in der Kategorie "Innovative Konzepte" nominiert. Die Adenauer und elf weitere Nominierte hoffen auf den Sieg in einer von vier Kategorien. Die Verleihung mit Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière findet am 28. November 2016 in Berlin statt. Alle Nominierten haben die Chance auf den Publikumspreis. Wer die meisten Stimmen auf sich vereinen kann, gewinnt. Abstimmen kann jeder. Dazu kann sich jeder auf der Internetseite www.helfende-hand-foerderpreis.de über das Projekt aus Adenau informieren. Die Abstimmung ist sofort möglich. Auch auf der Homepage unser-notarzt.de ist ein Button zum Voten freigeschaltet.

    Auszeichnung: "Unser Notarzt" aus Adenau bekommt FörderpreisProjekt "Unser Notarzt": Standort Adenau nun rund um die Uhr besetzt
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    Nina Borowski

    Nina Borowski

    Chef v. Dienst

     

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