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  • Sanierung abgeschlossen: Ahrtor sieht aus wie alt

    Ahrweiler. Seit Ende September war das Ahrtor eingerüstet und mit Netzen abgesichert. Der Grund für das ungewohnte Aussehen des südlichen Torturmes der Ahrweiler Stadtbefestigung waren dringend notwendige Verfugungsarbeiten.

    Begutachten das sanierte Ahrtor (von links): Hans Seul, Ortsvorsteher Peter Diewald, Bürgermeister Guido Orthen und Ottmar Steinborn.
    Begutachten das sanierte Ahrtor (von links): Hans Seul, Ortsvorsteher Peter Diewald, Bürgermeister Guido Orthen und Ottmar Steinborn.
    Foto: Hans-Jürgen Vollrath

    Das Ahrtor: Etwa 1297 erbaut, bei einem Bombenangriff am 29. Januar 1945 teilweise zerstört und 1957 wiederaufgebaut. Den baulichen Daten kann jetzt eine weitere Jahreszahl hinzugefügt werden: 2016 neu verfugt - und dies alles per Hand. "Die aufwendige Sanierung, bei der im wahrsten Wortsinne viel Fingerspitzengefühl gefragt war, ist wie geplant fertig", freute sich Bürgermeister Guido Orthen bei einem mit Ortsvorsteher Peter Diewald.

    Seit Ende September war das Ahrtor eingerüstet und mit Netzen abgesichert. Der Grund für das ungewohnte Aussehen des südlichen Torturmes der Ahrweiler Stadtbefestigung waren dringend notwendige Verfugungsarbeiten, die dort zeitintensiv per Hand ausgeführt werden mussten.

    Nachdem die beiden Halbtürme bereits 2005 saniert worden waren, stand in diesem Jahr der Torturm im Zentrum der Arbeiten. Diese waren erforderlich geworden, da das Natursteinmauerwerk im Laufe der Jahre brüchig geworden und an manchen Stellen auch herausgebrochen war, insbesondere im mittleren Höhenbereich des Torturmes. "Aus Gründen der Verkehrssicherheit war es daher geboten, die Verfugung zu erneuern sowie lose Steine zu befestigen oder kontrolliert zu entfernen", sagte Orthen.

    Doch ein großflächiger Einsatz von technischem Gerät kam dabei nicht in Frage. Nach Abstimmung mit der Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE) wurden diese Verfugungen per Handarbeit ausgeführt. So konnte die Oberflächenpatina der Bruchsteine und das Erscheinungsbild der Ahrtores besser erhalten werden als bei einer maschinellen Verfugung mit einer anschließenden Abstrahlung der Oberfläche. Die Arbeiten führten in den vergangenen Wochen Mitarbeiter der beauftragten Fachfirma Intec GmbH aus Sehlem durch.

    Zum Einsatz kam hier ein speziell gemischter Mauer- und Fugenmörtel. Diese Mörtelrezeptur war bezüglich Farbgebung und Körnung in Abstimmung mit der GDKE entwickelt worden und kam bereits bei anderen Sanierungsmaßnahmen an der Stadtmauer zum Einsatz. "Wir sind bei der Maßnahme im Zeit- und Kostenrahmen geblieben", sagte Bürgermeister Guido Orthen und wies darauf hin, dass für die Sanierung 110 000 Euro eingeplant waren. 66 000 Euro davon sind als Zuschuss aus dem Bund-Länder-Förderprogramm "Historische Stadtbereiche" vorgesehen.

    "Schön, dass das Ahrtor jetzt in neuem Glanz erstrahlt und in seiner Substanz für die nächsten Jahre gesichert ist", freute sich Peter Diewald. Was den Ortsvorsteher ebenfalls freut: Alles ist noch vor den Weihnachtsmarkt-Wochenenden fertig geworden.

    gg

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