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    Musterknaben: Helfen, wo Not am Mann ist

    Altenahr. Seit fünf Jahren gibt es die Musterknaben in der Verbandsgemeinde Altenahr: junge Männer, die vom Helfen längst noch nicht genug haben.

    Wenn Hilfe gebraucht wird, sind sie zur Stelle: die Musterknaben der Verbandsgemeinde Altenahr.
    Wenn Hilfe gebraucht wird, sind sie zur Stelle: die Musterknaben der Verbandsgemeinde Altenahr.
    Foto: Ute Müller

    Die Musterknaben gibt es in der Verbandsgemeinde Altenahr seit fünf Jahren. Dabei handelt es sich um engagierte junge Männer, die sich sozial in den verschiedensten Bereichen einbringen, die helfen, wenn Not am Mann ist und für die Gemeinschaft da sein wollen.

    „Was macht man, wenn ein gutes Projekt eigentlich zu Ende ist, die Teilnehmer aber gerne weitermachen wollen?“, fragte sich Werner Söller, Jugendpfleger der Verbandsgemeinde Altenahr, vor rund fünf Jahren, als das damalige Jugendprojekt „sozial engagierte Jungs“ nach einem halben Jahr für die Teilnehmer eigentlich beendet war. In diesem halben Jahr hatten die damals 14- bis 17-Jährigen unter anderem die Kindertagesstätten und Betreuungsangebote der Schulen in der Verbandsgemeinde tatkräftig unterstützt. An dieser Arbeit und dem schon damals entstandenen starken Gemeinschaftsgefühl hatten die Jungs aber so einen Spaß, dass sie unbedingt in irgendeiner Form weitermachen wollten. Das war die Geburtsstunde der Musterknaben.

    Von Anfang an mit dabei war auch Jonas Simon, heute 20-jähriger Abiturient, der damals als 15-jähriger tatkräftig im Kindergarten in Kalenborn mithalf. In erster Linie ist es das Gemeinschaftsgefühl, dass ihn bewegt, auch heute noch Zeit und Energie in freiwillig übernommene Aufgaben zu investieren. Hinzukommen aber auch andere Gründe. „Es geht auch um die Außenwirkung, die Jugend von heute liegt nicht nur auf der Couch rum, wir wollen auch unseren Teil in der Gesellschaft leisten, wir sind hilfsbereit, ehrgeizig und motiviert und wir engagieren uns gern.“

    Dies kann auch Marie-Louise Witsch, Leiterin des Sozialen Dienstes des Seniorenzentrums Maternus-Stift in Altenburg bestätigen, die den Musterknaben anlässlich ihres Jubiläums mit einem kleinen Kuchen gratulierte. „Die Musterknaben helfen uns im Stift recht häufig, sei es, dass sie den Weihnachts- oder den Maibaum aufstellen, dass sie gemeinsam mit unseren Bewohnern im Garten arbeiten oder uns auch anderweitig, meist handwerklich, unterstützen.“

    Auch andere Institutionen in der Verbandsgemeinde profitieren von dem Engagement. „Wir haben zum Beispiel im Kindergarten Hönningen das Kinderspielhaus mitsaniert oder in der Grundschule gemeinsam mit den Kindern eine Kräuterspirale angelegt“, nennt Simon ein paar weitere Projekte. „Dabei ist es besonders schön, die Begeisterungsfähigkeit der Kinder mitzuerleben.“

    Aber die Musterknaben, mittlerweile sind es knapp 30 junge Männer, helfen auch, wenn in Ahrbrück das große Festzelt für den Karneval aufgebaut werden muss, wenn in Rech der Spielplatz neu gestaltet wird oder wenn die Tour der Hoffnung durch die Verbandsgemeinde radelt. „Ihr möchtet mitmischen, bringt euch ein, packt mit an und begeistert andere mit eurem Tun und Handeln“, lobte Markus Dievenich, Beigeordneter der Verbandsgemeinde Altenahr, das Engagement der Jungs. „Das ist nicht selbstverständlich. Ein großes Glück für die Verbandsgemeinde, dass es junge Menschen wie euch hier gibt.“

    Dass dies alle Erwartungen übertroffen hat, machte Werner Söller deutlich. „Wir haben zunächst gedacht, nach ein oder zwei Jahren würde das Projekt der Musterknaben bestimmt auslaufen, immerhin ziehen einige weg, machen eine Ausbildung, studieren oder orientieren sich anderweitig. Aber ihr seid immer noch dabei. Manche von euch wohnen schon gar nicht mehr in der Verbandsgemeinde, aber ihr engagiert euch immer noch.“

    Auch Jonas Simon wird demnächst wohl ein Studium beginnen, aber auch für ihn bedeutet das nicht das Ende der Musterknaben. „Wenn ich kann und meine Hilfe wird gebraucht, werde ich nach Möglichkeit mit den Jungs dabei sein“, hofft er. Dabei ist es auch die Vielschichtigkeit der Truppe, die ihn begeistert. „Unter uns sind Handwerker und Sanitäter, Studenten, Schüler oder auch Praktikanten, wir haben für alle Bereiche unsere Leute”, schmunzelt er. Aber am wichtigsten ist die gute Stimmung und das Wir-Gefühl, das Jonas und seine Musterknaben verbindet.

    Von unserer Mitarbeiterin Ute Müller

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