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    Mit Handybetrug Kasse gemacht

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    Der bislang lediglich wegen einer Beleidigung vorbestrafte Kölner hatte gestanden, als Paketzusteller im Januar vergangenen Jahres unter anderem in Remagen, Bad Breisig, Bad Neuenahr und in der Grafschaft mittels fingierter Lieferscheine und gefälschter Unterschriften beliebte Handymodelle und dazugehörige Telefonkarten einem türkischen Hintermann übergeben zu haben.

    Mobiltelefone sind verschwunden

    Allein den durch nicht beglichene Telefonrechnungen entstandene Schaden bezifferte die Anklage mit rund 10 000 Euro. Wo die Handys im Wert von mehr als 5700 Euro abgeblieben sind, ist noch nicht geklärt. "Das war schon eine kriminelle Energie, die Sie aufgebracht haben", merkte der Richter in der Urteilsbegründung an. Die Anklage erklärte in ihrem Plädoyer, dass die Vorgehensweise "17-mal dieselbe Masche" war.

    Zweiter Mann im Boot

    Der Trick des Betrügers: Zunächst wurden über das Internet Handyverträge bei einem Mobilfunkunternehmen eingereicht und die zu den Verträgen gehörenden Smartphones wenig später abgegriffen. Für die Beschaffung der Namen der vermeintlichen Neukunden, deren Lieferadressen und Bankdaten "hat der Türke gesorgt", betonte der Angeklagte. In Bezug auf die Handybetrügereien, das Ausfüllen der Lieferscheine und das Fälschen der Unterschriften (mindestens in einem Fall) erklärte er: "Das stimmt so im Großen und Ganzen." An den wohl folgenden Geschäften mit den Handys und Telefonkarten sei er aber nicht beteiligt gewesen. Als Lohn habe er lediglich Beträge zwischen 10 und 20 Euro bekommen, "ab und an auch eine Handykarte", bekundete der Kölner.

    Wie die Handys und die SIM-Karten an den Hintermann kamen, erklärte der 29-Jährige anschaulich. "Der wusste genau, welche Geräte vorhanden waren, wann sie auf unseren Listen zur Auslieferung anstanden", berichtete er. Telefonisch habe man dann einen Treffpunkt in den Orten und in der Nähe der jeweiligen Lieferadresse ausgemacht. Dort sei die Übergabe erfolgt. "Der Türke hat anstelle der Kunden auf dem Lieferschein unterschrieben", erklärte der 29-Jährige. Der geschäftige Türke wird wohl nun seinerseits alsbald unliebsamen Besuch von der Polizei erhalten. "Ich kann mir gut vorstellen, dass die Staatsanwaltschaft nun Ermittlungen gegen ihn aufnehmen wird", befand der Richter zum Prozessende.

    Von unserem Mitarbeiter Horst Bach

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