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  • Malu Dreyer wirbt in Ringen für hohe Wahlbeteiligung

    Grafschaft. Draußen erwartete ein kleines Grüppchen der jungen Union Ahrweiler mit provokanten Plakaten die Ankunft der Ministerpräsidentin, drinnen wurde es bereits eng: Mehr als 200 Zuhörer waren am Mittwochabend ins Bürgerhaus Ringen gekommen, um die SPD-Spitzenkandidatin für die Landtagswahl am 13. März, Malu Dreyer, persönlich zu erleben.

    Malu Dreyer hatte es im Bürgerhaus Ringen mit einem wohlwollenden Publikum zu tun.
    Malu Dreyer hatte es im Bürgerhaus Ringen mit einem wohlwollenden Publikum zu tun.
    Foto: Hans-Jürgen Vol

    Von unserem Redakteur Frieder Bluhm

    Das Aufbauteam der Landes-SPD hatte ganze Arbeit geleistet und das Bürgerhaus in eine schicke Wahlkampfarena verwandelt. Wenngleich Udo Klein, der Vorsitzende der Grafschafter Sozialdemokraten, das Wort "Kampf" lieber als "Werbung" verstanden wissen wollte - demokratische Parteien bekämpften sich schließlich nicht, meinte er. Bekämpfen solle man jene, die sich außerhalb der demokratischen Grundsätze bewegten.

    Der Auftritt von Malu Dreyer war indes durchaus kämpferisch und sie machte deutlich: Wo Julia Klöckner hinwill, ist sie schon längst angekommen. Ein SPD-Wahlwerbespot, auf große Leinwand projiziert, leitete ihren von stehenden Ovationen begleiteten Einzug in den Saal ein, in dem der SPD-Direktkandidat für den Wahlkreis 14, Jörn Kampmann, bereits Eckpunkte sozialdemokratischer Politik in Kurzform durchdekliniert hatte. Dreyer holte noch weiter aus: Zusammenhalt, Innere Sicherheit, Wirtschaft, Bildungspolitik, Flüchtlinge: Viele große Themen schnitt sie in ihrer gut 45-minütigen, oft von Applaus begleiteten Rede an. Eine Lanze brach sie für Jörn Kampmann: "Ich bin überzeugt, dass der Wahlkreis mit ihm eine gute Repräsentationsperson hat", sagte Dreyer.

    "Wahnsinnig stolz", erklärte sie, sei sie auf die Haribo-Ansiedlung. Überhaupt ist sie stolz auf ihr Land, das "Erfolgsland" Rheinland-Pfalz. Es sei das Land, in dem jeder gleiche Chancen habe, das Land, in dem man alt werden könne, das Land, das die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gewährleiste, das Land mit einer der niedrigsten Arbeitslosenquoten in der Bundesrepublik. Es sei eine "absichtliche Täuschung" der CDU zu behaupten, Kinder würden an rheinland-pfälzischen Grundschulen nicht richtig lesen lernen. "Wir haben eine hohe Qualität an den Schulen", betonte die Ministerpräsidentin.

    Scharf attackierte sie die CDU für ihr Vorhaben, die Beitragsfreiheit für Kitaplätze abzuschaffen. "Hier will die CDU Geld einsparen", prangerte sie an und machte deutlich: "Wer möchte, dass der Kitaplatz gebührenfrei beliebt, muss SPD wählen." Die SPD werde darüber hinaus eine Betreuungsgarantie an den Grundschulen umsetzen, versprach Dreyer, und sich auch für den kostenfreien Meisterbrief einsetzen, um der dualen Ausbildung denselben Stellenwert zu geben wie dem kostenfreien Studium: "Wir brauchen nicht nur Master, sondern auch Meister", sagte Dreyer.

    Hart ins Gericht ging sie mit dem CDU-Wahlplakat, auf dem eine konsequente Flüchtlingspolitik gefordert wird: "Wir sind Vorbild bei der Registrierung von Flüchtlingen, wir haben unsere Erstaufnahmeeinrichtungen sehr gut organisiert". Adresse für das CDU-Plakat sei der eigene Bundesinnenminister. Die Sorgen der Menschen im Zusammenhang mit Flüchtlingen müsse man indes ernst nehmen. "Es ist wichtig, mit dieser Situation besonnen umzugehen."

    Ausdrücklich warnte Dreyer vor der AfD: "Es gibt Menschen, die die AfD als Protestpartei verstehen. Das ist sie nicht. Ihre Funktionäre sind rechts gerichtete Menschen." Deshalb sei es am 13. März erste Bürgerpflicht, wählen zu gehen. "Man kann die AfD noch verhindern", sagte sie.

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    Nina Borowski

    Nina Borowski

    Chef v. Dienst

     

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