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    Lantershofen ist strikt gegen Windräder

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    Denn auch der Ortsbeirat Lantershofen äußerte nicht nur großen Vorbehalt, sondern verabschiedete sich sogar von den auswärtigen Planungen, die sensible Region für Rotoren zu öffnen.

    "Wenn man bedenkt, rund 15 Hektar gesunden Mischwald für den Kahlschlag freizugeben, ist man doch um den Schlaf gebracht", sagte der stellvertretende Ortsvorsteher Thomas Schaaf (CDU). Verschandelt würde das Gebiet, befand Hubert Münch (SPD). Er sagte weiter: "Es ist vollkommen unmöglich und nicht denkbar, dass in dem einzigartigen und gesunden Mischwald zwischen Lantershofen und Bölingen derartige Windenergieanlagen platziert werden dürften."

    Grafschaft ist für die Windenergie

    Das Gremium um Ortsvorsteher Leo Mattuscheck plädierte deshalb einstimmig dafür, im Teilbereich Lantershofen keine Konzentrationsflächen für die Windenergie einzurichten und damit von der Aufstellung von Windrädern auszunehmen. Insgesamt möchte die Gemeinde Grafschaft den Ausbau der Windenergie forcieren. Eine Reihe von Fachleuten kam in Gutachten für den Bereich der Grafschaft zu dem Schluss: Alles in allem kämen acht Flächen von unterschiedlicher Größe in der Gemeinde in Betracht (die RZ berichtete).

    Und nach Abzug der regionalen Grünzüge - hier ist die Aufstellung von Windkraftanlagen bislang nicht erlaubt - kommt in der Grafschaft als einziger möglicher Standort der Bölinger Wald in Frage. Ein Teilbereich dieser Fläche betrifft auch die Gemarkung Lantershofen. "Im Plan ist etwas freies Ackerland ausgewiesen", sagte Ortsvorsteher Mattuscheck. "Dort wäre Platz für nur zwei oder drei Anlangen. Das käme einer Verspargelung gleich."

    Containerlösung wird abgelehnt

    Dagegen ist Lantershofen auf der Suche nach einem Jugendraum. Mattuscheck: "Wir haben vergeblich versucht, im Ort einen geeigneten Raum für die Jugendlichen zu finden." Alle bislang angedachten Alternativen hätten aber zu keinem Ergebnis geführt. Für den Ortsbeirat kommt es nicht infrage, den Jugendraum in einem Container unterzubringen. Mattuscheck sagte: "Das wäre auch noch mit rund 10 000 Euro Kosten eine recht teure Angelegenheit." Eine dauerhafte Lösung wird von den Kommunalpolitikern favorisiert. Die Gemeinde soll nun ausloten, ob im Bereich der Mehrzweckhalle ein geeigneter Raum eingerichtet werden kann.

    2008 hat Lantershofen indes zuletzt Überschwemmungen erlebt. Damals schossen nach starken Regenfällen Sturzbäche vom Hangrücken am Ahrweiler Berg und am Sportplatz vorbei ins Dorf. Die Kanalanlage hatte die Wassermassen nicht aufnehmen können. CDU-Mann Manfred Dünker erklärte: "Die Rohre sind dafür auch nicht ausgelegt, sie sind dafür unterdimensioniert." Bereits damals sei ein Planungsauftrag für den Hochwasserschutz von Lantershofen in Auftrag gegeben worden.

    Ortsvorsteher Mattuscheck sagte: "Das Schutzvorhaben sollte gut 280 000 Euro kosten, die Pläne wurden daraufhin auf Eis gelegt." Für den Ortsvorsteher steht fest: Der nächste große Regen würde das Dorf wohl wieder in Teilen fluten, da müsse gegengesteuert werden. SPD-Mann Münch sagte: "Der Hochwasserschutz hat hohe Priorität und ist auch für Lantershofen dringend nötig." Der Ortsbeirat votierte dafür, die Gemeinde solle einen neuen Planungsauftrag vergeben und dazu Mittel im Haushalt 2013 einstellen.

    Von unserem Mitarbeiter Horst Bach

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