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    Kreis AhrweilerKreisjägerschaft verurteilt Fütterungsverbot scharf

    "Wild in den Hungertod zu treiben, das ist Tierquälerei!" Jürgen Kindgen gab sich kämpferisch am Freitagabend bei der Jahresversammlung der Kreisjägerschaft Ahrweiler im Culinarium der Dagernova in Dernau.

    Neben der Verabschiedung des langjährigen Kreisgruppenvorsitzenden Jürgen Kindgen stand bei der Jahresversammlung der Kreisjägerschaft Ahrweiler die Ehrung verdienter Mitglieder an.
    Neben der Verabschiedung des langjährigen Kreisgruppenvorsitzenden Jürgen Kindgen stand bei der Jahresversammlung der Kreisjägerschaft Ahrweiler die Ehrung verdienter Mitglieder an.
    Foto: Hans-Jürgen Voll

    In seinem Bericht bezog der scheidende Kreisgruppenvorsitzende deutlich Stellung und forderte vehement die Abschaffung des Verbotes, Schalenwild im Winter durch Füttern vor dem qualvollen Sterben zu bewahren. Nach acht aufregenden und turbulenten Jahren als Kreisgruppenvorsitzender sei es aber auch ein guter Zeitpunkt, die Fahne weiterzureichen und einer neuen Mannschaft den Weg frei zu machen, erklärte Jürgen Kindgen. Er trat nicht mehr für den Vorsitz der Kreisjägerschaft an. Mit dem einstimmigen Votum der Jäger tritt Thomas Güthe aus Remagen die Nachfolge als Vorsitzender der Kreisjägerschaft an.

    In seiner Abschiedsrede dankte Kindgen dem Kreis für die stets konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit den Mitarbeitern in der Unteren Jagdbehörde und dem Bauern- und Winzerverband. Er setzt darauf, dass der neu gewählte Vorstand der Kreisgruppe Ahrweiler die volle Unterstützung der Jäger hat und "zum Wohl der Jagd wirken kann". Zumal der Winter 2012/13 für das Wild im Kreis Ahrweiler sehr dramatisch verlaufen sei. Mehr als 600 Rehe und Stücke Rotwild seien hier verhungert. "Wir lieben unsere Wildtiere und lassen sie nicht verhungern", machte Kindgen sodann auch in Richtung Jagdgegner deutlich. Die Jäger sollten sich in dem Zusammenhang auch nicht vom ideologisch ausgerichteten Ökologischen Jagdverband fremdbestimmen lassen. "Wir müssen uns mit allen Möglichkeiten, die in der Bandbreite unserer Mitglieder liegen, wehren und der Politik klarmachen: Es reicht!", sagte Kindgen. Daher habe die Kreisgruppe Ahrweiler die Aktion "Kämpf mit" ins Leben gerufen. Mehr als 18 000 Unterschriften seien innerhalb der Kampagne, die auf die Not der wild lebenden Tiere aufmerksam macht, mittlerweile gesammelt worden. Die Frage, ob der Wildbestand zu hoch oder zu niedrig ist, spiele für die Frage, "ob gefüttert werden darf, keine Rolle". "Eine Reduktion durch gezielten Hungertod ist und bleibt Tierquälerei", so Kindgen.

    Die Regelung über die Fütterung von Schalenwild sei natürlich ein herausragendes Thema für die Kreisjägerschaft, befand Landrat Jürgen Pföhler. Er sprach von einer Fehlleitung der beschlossenen Verordnung. "Die groß angelegte Aktion ,Kämpf mit‘ liegt mir besonders am Herzen. Eine großartige Leistung der Jägerschaft", bekundete Pföhler. Wer gegen das Verhungern von Wildtieren sei, müsse für die Kampagne sein. Unter die Lupe nahm auch Kreisjagdmeister Joachim Polch das Rotwild. "1500 Stück Rotwild bedeuten die zweithöchste Strecke im Kreis überhaupt", erklärte so der Kreisjagdmeister. Das bedeute zweierlei: Die Jäger seien enorm bemüht, das nochmals heraufgesetzte Abschusssoll zu erreichen. Diese Stückzahl zeige aber auch, dass der Ausgangsbestand zu Beginn der Jagd im Juni 2012 "mutmaßlich um die Stück Rotwild oder mehr betragen haben muss", sagte Polch. "Ich stehe jedoch nach wie vor zu meiner Überzeugung, dass wir das Wild mit jagdlichen Mitteln reduzieren wollen und keinesfalls verhungern lassen."

    Von unserem Mitarbeiter Horst Bach

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