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  • Bildung Schüler der Kreisstadt zeigen bei G 20-Gipfel selbst gedrehte Filme - und fühlen sich nicht immer ernst genommen

    Jungregisseure treffen Weltpolitik: Schüler zeigen beim G 20-Gipfel selbst gedrehte Filme [mit Video]

    Bad Neuenahr. Aktuell läuft in Bad Neuenahr der G 20-Gipfel. Arbeitsminister der Mitgliedsstaaten sprechen über die Zukunft der Arbeit. Schüler aus dem Kreis Ahrweiler haben zu den Gipfelthemen Videos gedreht – und die kommen gut an.

    Ganz cool stehen die Schüler der vier Gymnasien aus der Kreisstadt vor den Absperrgittern aus Metall. Sie trennen die Kurgartenstraße und damit die Öffentlichkeit vom Steigenberger Hotel und dem G 20-Gipfel der Arbeits- und Beschäftigungsminister der 20 wichtigsten Industrienationen und Schwellenländer. Die Jugendlichen scherzen, lehnen sich lässig an die Gitter oder schießen noch schnell einige Fotos. Dann werden sie von den ersten Pressevertretern umlagert, Mikrofone strecken sich ihnen entgegen, Kameras fangen jede Bewegung ein. Das war’s mit der jugendlichen Gelassenheit.

    Und plötzlich muss alles sehr schnell gehen: Sicherheitsmänner holen die Schüler ab, halten sie zur Eile an und geleiten sie zügig in den Kursaal – um dann eine Viertelstunde lang vor den großen Glastüren, die in den Saal führen, zu warten. Aufregung macht sich breit, die Anspannung steigt. Endlich, die Türen öffnen sich, hinein geht es in den Saal, in dem die Minister bereits den ersten Teil der Eröffnungsveranstaltung verfolgt haben. Wie die Politiker wohl auf die Videos der Kreisstadtschüler reagieren werden?

    Viel Zeit und Arbeit steckt in diesen kurzen Filmen, die die Schüler eigens für den G 20-Gipfel gedreht haben und die sich mit den vier Themen beschäftigen, die die Minister auf dem Gipfeltreffen besprechen. Die Schüler der 12. Klasse des Grundkurses Wirtschaftsgeografie am Wirtschaftsgymnasium der Berufsbildenden Schule des Kreises Ahrweiler (BBS) haben sich mit nachhaltigen Lieferketten auseinandergesetzt, mit der Zukunft der Arbeit beschäftigte sich die Klasse 10 c des Peter-Joerres-Gymnasiums.

    Während ihre Filme auf dem G 20-Gipfel gezeigt wurden, durften die Schüler der vier Kreisstadt-Gymnasien vor der großen Leinwand Platz nehmen. 
    Während ihre Filme auf dem G 20-Gipfel gezeigt wurden, durften die Schüler der vier Kreisstadt-Gymnasien vor der großen Leinwand Platz nehmen. 
    Foto: Hans-Jürgen Vollrath

    Der 11er-Leistungskurs Sozialkunde des Gymnasiums Calvarienberg drehte einen Streifen zur Frauenerwerbstätigkeit und im Fokus für den Dreh am Are-Gymnasium stand das Thema Migration.

    „Wir haben teilweise bis zu 20 Stunden in einer Woche außerhalb unserer normalen Schulzeit an den Videos gearbeitet“, erzählt Rafael Beraz von der BBS, der im Video die Hauptrolle und die des Erzählers übernommen hat. Während der Präsentation ihrer Videos dürfen die Schüler vor der Leinwand Platz nehmen, nach jedem Video gibt es Applaus, dann noch mal ein gesammelter Schlussbeifall, schon werden sie von Sicherheitskräften wieder aus dem Raum geführt.

    „Wir hatten gar keine Zeit, um die vielen Eindrücke auf uns wirken zu lassen“, stellt der 17-jährige Keno Hartkamp vom Gymnasium Calvarienberg enttäuscht fest, während sich die Schüler auf dem Vorplatz des Kursaals sammeln. Und Justus Lutterbey, der ebenfalls das Gymnasium Calvarienberg besucht, pflichtet ihm bei: „Also, so richtig ernst genommen fühle ich mich da jetzt nicht.“ Trotzdem sei es eine tolle Erfahrung gewesen, am Gipfel teilzunehmen. „Der Aufwand hat sich schon gelohnt“, findet Lutterbey.

    Wie aufwendig das Drehen der Videos war und wovon der 17-Jährige spricht, wird schnell deutlich, wenn man sich die Videos ansieht. Diagramme werden da an Schultafeln gezeichnet, mehrere Fairtrade-Siegel kritisch unter die Lupe genommen und sogar Drohnen mit Kameras fliegen gelassen, um das Bild aus der Vogelperspektive liefern zu können. Im Gegensatz zu Lutterbey fühlten sich einige Schüler des Are- und des Peter-Joerres-Gymnasiums sehr wohl von den Ministern ernst genommen. Sie sahen die Veranstaltung als ein Erlebnis, das nicht jedem Schüler in ihrem Alter vergönnt ist. Einer von ihnen verkündete sogar lautstark, während er den Kursaal verließ: „Also das schreibe ich in meinen Lebenslauf.“

    Von unserer Reporterin Celina de Cuveland

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