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  • Ja zum Nürburgring droht mit Klage

    Mainz/Nürburgring. Der Verein Ja zum Nürburgring (JzN) will möglicherweise klagen, dass des Verkaufsprozess des Nürburgrings eingestellt wird. Das sagte Vereinsvorsitzender Otto Flimm bei einer JzN-Versammlung vor 80 Besuchern im Mainzer Hyatt-Hotel.

    Otto Flimm vom Verein "Ja zum Nürburgring"
    Otto Flimm vom Verein "Ja zum Nürburgring"
    Foto: Jan Lindner

    Von Jan Lindner

    "Das Bieterverfahren ist völlig intransparent. Es gibt keine öffentlich zugänglichen Informationen zu Interessenten, Zuschlagskriterien und Finanzkennzahlen. Wir fordern eine Neuausschreibung."

    Auch würden Interessenten, die nur an einzelnen Teilen interessiert seien, durch die Insolvenzverwalter Thomas Schmidt und Jens Lieser diskriminiert. Dies habe auch der ADAC erfahren müssen, der kürzlich aus dem Bieterprozess ausgeschlossen worden war - trotz eines wohl kalkulierten Angebots. Laut Ex-ADAC-Präsident Flimm will der 18 Millionen Mitglieder starke und mächtige Autoclub weiterhin kein nachgebessertes Angebot abgeben.

    Alles in allem verstößt der Veräußerungsprozess laut Flimm gegen europarechtliche Anforderungen und verschärft die Beihilfeproblematik. Schließlich waren Hotel- und Freizeiteinrichtungen einst mit Beihilfen durch das Land Rheinland-Pfalz gebaut worden. Laut Flimm könnte ein Käufer des Gesamtkomplexes das natürliche Rennstrecken-Monopol ausnutzen, um sich im Hotel- und Freizeitbereich Wettbewerbsvorteile zu sichern. So würden Wettbewerbsverzerrungen geradezu gefördert.

    Ring: Seit 1927 wichtigstes Auskommen der Menschen in der Eifel

    Flimm: "Die Insolvenzverwalter wollen die Rennstrecken sowie Hotel- und Freizeiteinrichtungen an einen Bieter verkaufen. Zu einem möglichst hohen Preis." Das Wohl der Menschen in der Region interessiere sie nicht. Dabei sei der Nürburgring seit seinem Bau 1927 das wichtigste Auskommen der Menschen in der Eifel.

    Noch in dieser Woche will Flimms Verein, der durch Anwalt Dieter Frey vertreten wird, einen Schriftsatz an die EU-Kommission in Brüssel schicken. Darin soll erläutert werden, was aus Sicht des Vereins im aktuellen Bieterverfahren falsch läuft - und damit Grund zu einer möglichen Klage und Neuausschreibung des Prozesses gibt.

    Ein ähnliches Schreiben ist am Mittwoch an die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer rausgegangen. In dem siebenseitigen Papier schreibt Flimm: "Mit Entsetzen verfolgen wir den von den Insolvenzverwaltern betriebenen Veräußerungsprozess. Er ist weder transparent noch diskriminierungsfrei." Laut Frey gab es in den vergangenen Monaten keinen Kontakt mehr zu Dreyer. Vor Beginn der Ausschreibung Mitte Mai hatte es noch ab und an Schriftwechsel und lose Gespräche gegeben.

    In Mainz berichtete Flimm zudem von Spekulationen, dass amerikanische und chinesische Investoren (ernsthaftes) Interesse am Kauf des Nürburgrings angemeldet hätten. Flimm: "Das Problem ist, dass die Insolvenzverwalter alles verschweigen, sodass man nur spekulieren kann." Von ADAC-Sportpräsident Hermann Tomczyk hat er erfahren, dass zwei Gruppen aus reichen Amerikanern interessiert seien. Die eine Partei richte in Daytona diverse Serien aus. Der anderen gehörten fünf Rennstrecken in den USA, die sie als Wochenendvergnügen betreiben würden - nach dem Golfplatzkonzept mit großen Villen in der Nähe.

    Dann gebe es Gerüchte von einem chinesischen Investor, der Hunderte Millionen Euro investieren und die Nordschleife rundum beleuchten wolle. Flimm: "Dieses Gerücht halte ich für Unfug. Aber es ist ja alles ein Orakel, weil nichts durch dringt."

     

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