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  • AltenahrHochwasser: In Altenahr will man handeln

    Obwohl kein Beschluss gefasst werden musste, beschäftigte sich der Gemeinderat Altenahr in seiner jüngsten Sitzung ausgiebig mit der am selben Tag erfolgten Gewässerschau an der Ahr.

    Bei der Gewässerschau wurde der Vorschlag gemacht, in Altenburg den Bereich zwischen Eisenbahnbrücke und Campingplatzbrücke so herzurichten, dass die Ahr im Notfall hierhin ausweichen kann.
    Bei der Gewässerschau wurde der Vorschlag gemacht, in Altenburg den Bereich zwischen Eisenbahnbrücke und Campingplatzbrücke so herzurichten, dass die Ahr im Notfall hierhin ausweichen kann.
    Foto: Hans-Jürgen Vollrath

    Von unserer Mitarbeiterin Ute Müller

    Bei der Gewässerschau werden derzeit die Schäden des Sommerhochwassers aber auch mögliche Präventionsmaßnahmen entlang des gesamten Flußlaufs begutachtet. Denn alle Verantwortlichen sind sich einig, dass ein Hochwasser wie im Sommer nur verhindert werden kann, wenn regionale und übergreifende Lösungen getroffen werden.

    Ortsbürgermeister Rüdiger Fuhrmann war am Montag rund vier Stunden unter anderem mit Vertretern der unteren Landschaftspflegebehörde, der Wasserbehörde, der Kreis- und Verbandsgemeindeverwaltung in der Gemarkung Altenahr unterwegs, um sich vor Ort ein Bild zu machen. "Wir haben in einigen Bereichen viel angeschwemmtes Holz, teils sogar komplette Bäume, die von den Eigentümern der jeweiligen Parzellen entfernt werden müssen", so Fuhrmann.

    Auch die Ortsgemeinde ist im Besitz verschiedener Ahrabschnitte und muss handeln. "Das Problem ist, dass manche Bereiche schwer zugänglich sind. Das bekommen wir alleine mit unseren Mitarbeitern und den uns zur Verfügung stehenden technischen Mitteln nicht gestemmt", ist sich Fuhrmann sicher. Zumal die Räumung bis Ende Februar erledigt sein soll. "Ich vermute, dass da ein dicker fünfstelliger Betrag auf uns zukommt. Und das in einer Zeit, in der der Haushalt 2017 noch nicht bewilligt sein wird."

    Neben der Beseitigung der Altlasten befassten sich die Experten während der Gewässerschau aber auch mit möglichen Präventionsmaßnahmen. Diese sehen für Altenahr eine Renaturierung der Ahr in zwei Bereichen vor. So soll in der Gemarkung Kreuzberg die Fläche zwischen dem Campingplatz und der Mündung des Sahrbaches sowie in Altenburg der Bereich zwischen Eisenbahnbrücke und Campingplatzbrücke so hergerichtet werden, dass die Ahr im Notfall hierhin ausweichen kann. Zudem soll in manchen Bereichen des Flussbettes der angeschwemmte Kies entfernt und damit das Flussbett durchgängiger gemacht werden. "Wir haben auch über die während des zurückliegenden Hochwassers weggespülte Fußgängerbrücke im Langfigtal gesprochen", teilte Fuhrmann mit. "Hier wurde uns ja schon im Vorfeld mitgeteilt, dass auch aus Sicht der Naturschutzbehörde nichts gegen eine Wiedererrichtung der Brücke spricht." Allerdings ist die Ahr an der Stelle so schwer zugänglich, dass das Bauwerk vermutlich nur mittels Hubschrauber angebracht werden kann. Zudem sei im Vorfeld noch ein Naturschutzgutachten erforderlich. In einer Eilentscheidung vergaben Bürgermeister Fuhrmann und die beiden Beigeordneten bereits Anfang November einen Planungsauftrag zu einem Angebotspreis von knapp 8000 Euro, um bei der Planung des Gemeindehaushaltes 2017 schon einigermaßen verlässliche Zahlen den Brückenbau betreffend vorliegen zu haben. Darüber hinaus befasste sich der Rat mit dem Forstwirtschaftsplan für das Jahr 2017. Bei einem Waldbesitz von rund 70 Hektar, von denen lediglich etwa 15 Hektar Wirtschaftswald darstellen, spielt der Forsthaushalt allerdings eine untergeordnete Rolle für den Gesamthaushalt. Die von der Gemeinde aufzubringenden Kosten für die Verkehrssicherungspflicht und andere Ausgaben sind in der Regel höher als der Ertrag, der durch Holzverkauf erzielt werden kann. Und so schließt der Forsthaushalt im Jahr 2017 voraussichtlich auch wieder mit einem Minus von rund 1050 Euro. Er wurde einstimmig vom Gemeinderat verabschiedet.

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