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  • Ein Muss für Wanderer: Hobbit-Hütte soll Freude schenken

    Kaltenborn-Herschbach. Ein Wunder am Wegesrand hat Ulrich Pacyna mit dem Bau einer Hobbit-Hütte geschaffen. Es lädt Menschen zu einer besonderen Rast ein. Inspirieren ließ er sich vom Filmepos "Herr der Ringe".

    Ulrich Pacyna vor der Hobbit-Hütte, die er auf seinem Grundstück in Herschbach gebaut hat. Sie lädt Menschen zur Rast ein.
    Ulrich Pacyna vor der Hobbit-Hütte, die er auf seinem Grundstück in Herschbach gebaut hat. Sie lädt Menschen zur Rast ein.
    Foto: Geller

    Von unserer Mitarbeiterin Gabi Geller

    "Bitte eintreten" steht auf dem Holzschild, das neben der sanft geschwungenen Tür zur Erdhütte hängt. "Ist das wohl ernst gemeint?", fragt sich so mancher Wanderer, der in der Eifel unterwegs ist und hier auf diese ungewöhnliche und sehr willkommene Einkehrmöglichkeit trifft. Gleich neben dem Bach, der dem 70-Seelen-Dorf Herschbach in der Gemeinde Kaltenborn den Namen gab, lädt die "Hobbit-Hütte" zur Rast ein. Saft, Kaffee und sonstige Getränke, dazu auch noch ein paar Kekse, stehen auf dem Tisch im Innenraum des heimeligen kleinen Bauwerkes. Wer sich hier bedient, wirft Geld in die dafür vorgesehene Box und genießt die ungewöhnliche und besondere Atmosphäre, die den Gast in der Erdhütte umfängt.

    Ihr Erbauer, Ulrich Pacyna, hat gleich nebenan sein Haus. Hier lebt der Gartenbaumeister mit seine Frau Britta und Hund Fritz seit 2000 in einem großzügigen Einfamilien-Blockhaus samt Naturgarten. Die 15 Quadratmeter große Spitze des Grundstückes an der Brücke wollte das Ehepaar der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. Sie dachten an eine Sitzgruppe und einen Unterstand für Wanderer. Aber dann sah Ulrich Pacyna das Filmepos "Herr der Ringe" und wusste, was er mit der Grundstücksecke anfangen würde. In dreijähriger Arbeit baute er dort nach Feierabend und an Wochenenden die besagte Hobbit-Hütte. "Hätte ich vorher gewusst, was da auf mich zukommt, hätte ich wohl gar nicht erst angefangen", sagt er rückblickend.

    Rund 60 Zentimeter über vier Steinstufen geht es abwärts, bevor man die Tür zur Erdhütte öffnen kann. Im Innenraum finden rund acht Leute bequem Platz auf der Bank. Ein Tisch mit Getränken steht an einer Wand, ebenso wie die Spendenbox, in die Besucher nach eigenem Gutdünken ihren Obolus werfen. Das Geld aus dieser Box spenden die Pacynas der Organisation Menschen für Menschen. Die von Karl Heinz Böhm gegründete Hilfsorganisation "Menschen für Menschen" errichtet in Äthiopien Brunnen, Schulen und Gesundheitsstationen. Inzwischen sind mehrere Tausend Euro an die Organisation gegangen. Ein Spendenbarometer an der Wand zeigt den aktuellen Betrag an.

    Einfach im Baumarkt das Material zur Errichtung seiner Erdhütte zu besorgen, das wäre Ulrich Pacyna nie in den Sinn gekommen. Reste von Abrisshäusern hat er verwendet, ehemalige Telegrafenmasten verbaute Pacyna als Stämme für die Blockhauskonstruktion, denn "die gab es gratis.", berichtet er. Ein ehemaliger Gossenstein inspirierte ihn zu einem ganz besonderen Highlight in der Hobbit-Hütte. Eingemauert in die Wand Richtung Straße, kann der Besucher durch die Öffnung schauen, die einst das Regenwasser von der Fahrbahn in die Kanalisation beförderte. Aber hier erblickt man eine Miniaturwelt mit unterirdischen Stollen und Zwergen, die mit Spitzhacken Bergbau betreiben. Nicht nur Kinder haben daran ihre Freude. Als einen besonderen Schatz hütet Pacyna das Gästebuch, das in der Hütte ausliegt. Hier kann er Schwarz auf Weiß lesen, dass seine Hobbit-Hütte Menschen glücklich macht. Immer wieder bedanken sich Wanderer, Radfahrer, Reiter und Motorbiker für die Gelegenheit, hier einkehren zu können: "Ihr seid wunderbar!" - "Wie schön, dass es Menschen wie euch gibt!"- "Diese Hütte ist wie ein kleines Wunder". Für Ulrich und Britta Pacyna ist die Hobbit-Hütte auch zu einer Bereicherung geworden. "Das hätte ich nicht erwartet. Da kommt so viel Herzenswärme rüber", sagt Ulrich.

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    Nina Borowski

    Nina Borowski

    Chef v. Dienst

     

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