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  • Cyberkriminalität: 22-jähriger Hacker kommt vor Gericht

    Bad Neuenahr-Ahrweiler. Ein 22-Jähriger aus dem nördlichen Rheinland-Pfalz soll Kopf einer international agierenden Hackerbande gewesen sein. Die Landeszentralstelle Cybercrime (LZC) der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz hat jetzt Anklage vor dem Jugendschöffengericht Bad Neuenahr-Ahrweiler erhoben.

    Foto: N.N.

    Die Landeszentralstelle Cybercrime (LZC) der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz hat gegen einen 22-Jährigen aus dem nördlichen Rheinland-Pfalz Anklage vor dem Jugendschöffengericht Bad Neuenahr-Ahrweiler erhoben. Der junge Mann ist Hauptbeschuldigter im Verfahren gegen international agierende Hacker, die für andere Internetkriminelle sogenannte Hackertools bereitstellten. Zu den angebotenen Dienstleistungen gehörte unter anderem eine spezielle Software, die der Tarnung fremder Schadsoftware (beispielsweise Viren, Trojaner) diente, um diese für Antivirenprogramme unsichtbar zu machen. Die Einsatzpalette der Schadsoftware reichte vom Ausspionieren von Daten (insbesondere Passwörter und Bankdaten) über die Begehung von Betrugsdelikten bis hin zu Erpressungen. Dem Zugriff auf private und sensible Daten einer Vielzahl ahnungsloser Bürgern war hierdurch Tür und Tor geöffnet.

    In einer bundesweit abgestimmten Einsatzmaßnahme waren am frühen Morgen des 5. März 2016 zeitgleich ein zwischenzeitlich gegen Auflagen außer Vollzug gesetzter Haftbefehl gegen den 22-Jährigen Hauptbeschuldigten vollstreckt sowie bei 170 Tatverdächtigen 175 Wohnungen und Firmenräume in allen 16 Bundesländer durchsucht worden. Parallel hierzu erfolgten weitere Durchsuchungen und Datensicherungen im Ausland, unter anderem in den Niederlanden, Frankreich und Kanada.

    Die Anklageschrift legt dem 22-Jährigen in insgesamt mehr als 7000 Fällen das Vorbereiten des Ausspähens und Abfangens von Daten, Computersabotage sowie Computerbetrug zur Last. Die Anklage geht davon aus, dass er in mehr als 4000 Fällen hiervon ein von ihm programmiertes Softwaretool zum Verschlüsseln von Trojanern, Viren und anderer Schadsoftware an einen weltweiten Kundenstamm veräußerte. In über 2000 Fällen soll er seinen Kunden ermöglicht haben, entgeltlich über einen von ihm entwickelten Scanner deren Schadsoftware auf Erkennbarkeit durch die gängigen Antivirenprogramme der Softwareindustrie zu prüfen. Außerdem wird ihm vorgeworfen in etwa 100 Fällen eine eigene Schadware veräußert zu haben, die zur Durchführung von sogenannten DDoS Angriffen bestimmt und in der Lage ist, beliebige Webseiten lahmzulegen.

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