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    Calvarienberg: Stiftung soll Zukunft der Schulen sichern

    Bad Neuenahr-Ahrweiler – Die Ursulinen vom Calvarienberg wollen das Gymnasium und die Realschule einer noch zu gründenden Stiftung übertragen.Der Grund: der Orden sieht sich durch die Kosten überfordert.

    Der Calvarienberg von oben.
    Der Calvarienberg von oben.
    Foto: Archiv Hans-Jürgen Vollrath

    Überlegungen, die Schulen einer Stiftung zu übertragen, stellte der katholische Orden am Montag der Schulgemeinschaft vor. Damit traten die Ordensschwestern allen Spekulationen entgegen, dass eine Schließung der beiden Schulen bevorstehe. „Das wollen wir auf gar keinen Fall", erklärte Generaloberin Maria Monheim. Im Gegenteil: „Wir wollen die Schulen sicher in die Zukunft führen", bekräftigte die Ordensfrau. Das habe man im vergangenen Jahr so auch im Generalkapitel beschlossen.Seit im November 2013 bekannt wurde, dass das Mädchen-Internat des Ahrweiler Calvarienbergs innerhalb der nächsten drei Jahre geschlossen wird, rissen die Gerüchte nicht ab. Wie sehr man sich im Umfeld des Klosters sorgte, zeigt auch diese Reaktion auf die Nachricht: Der Bürgermeister der Kreisstadt wie auch der Landrat suchten das Gespräch, um in Erfahrung zu bringen, wie es mit den Schulen weitergehen soll.

    Wie bei der Entscheidung, das Internat zu schließen, ist es die prekäre Finanzlage, die den Orden zum Handeln zwingt. Zwar garantieren die Schulgesetzte in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz den Schulen in privater Trägerschaft öffentliche Finanzhilfe. Dennoch drücken Sach- und Personalkosten, da alle Fachkräfte von außerhalb kommen. Der Orden selbst kann, anders als in vergangenen Zeiten, nicht selbst dazu beitragen, den Personalbedarf abzudecken. Von dereinst 354 Schwestern zählt die Kongregation der Ursulinen heute noch 39 zumeist Betagte – niemand, der unterrichten könnte.

    Dennoch wollen die Ursulinen die Schulen unbedingt aufrechterhalten. „Sie atmen den Geist des Ordens", beschreibt die Schulbeauftragte der Kongregation, Schwester Veritas Albers, die Bedeutung der traditionsreichen Bildungseinrichtungen. Nun gehe es darum, eine Lösung zu finden, die in die Zukunft weist: „Das Leitbild der Schulen soll weitergetragen werden", erklärt Schwester Veritas.

    Eine Stiftung wäre solch eine Lösung. Es wäre nicht die erste an einem der fünf Schulstandorte des Ordens. Seit Anfang dieses Jahres ist das private Mädchengymnasium St. Ursula in Aachen einer Stiftung übertragen worden, die nun Trägerin der Schule ist. Neben einem Rechtsanwalt gehören dem Kuratorium drei Schwestern vom Calvarienberg an: Schwester Veritas Albers, Generalprokuristin Irmgard Carduck und Generaloberin Maria Monheim.

    Für den Calvarienberg schwebt ihnen Ähnliches vor. Für die 827 Schüler und 60 Lehrer des Gymnasiums beziehungsweise 437 Schüler und 35 Lehrer der Realschule werde sich nichts ändern durch die noch zu gründende Stiftung, versichert die Generaloberin. Die Stiftung würde für die Finanzierung des Schulbetriebs sorgen. Darin einbringen will der Orden alles, was er hat: die Gebäude des Calvarienbergs ebenso wie Grund und Boden. Wo heute noch ungenutzte Wirtschaftsgebäude stehen, können sich die Schwestern gut Einfamilienhäuser vorstellen. Der Verkauf der Grundstücke in Toplage verspricht hohen Gewinn. Voraussetzung wäre allerdings, dass der Bebauungsplan entsprechend geändert wird.

    Bewusst verzichtet man darauf, die Trägerschaft auf die vorhandene Stiftung zu übertragen: Die Schwestern wissen um das hohe Identifikationspotenzial ehemaliger Calvarienberger mit ihrer Schule. Die Hoffnung, unter diesen regelmäßige Spender zu finden, scheint nicht unbegründet. Nach den Sommerferien soll ein Kreis der Freunde des Calvarienbergs gegründet werden. Vom Gelingen ihrer Idee sind die Ursulinen überzeugt. Schwester Irmgard Carduck hat es ausgerechnet: „Mit 200 000 Euro pro Jahr kämen wir hin."

    Von unserem Redakteur Frieder Bluhm

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