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    RechBrückenneubau in Rech wird teurer als gedacht

    Der geplante Neubau der Brücke am Herrenberg in der Ortsgemeinde Rech wird etwa 135 000 Euro teurer als bisher veranschlagt. Der Rat gab für diese überplanmäßige Ausgabe grünes Licht.

    Die Brücke am Herrenberg in soll nicht saniert, sondern abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Dieser wird nun deutlich teurer als ursprünglich gedacht.
    Die Brücke am Herrenberg in soll nicht saniert, sondern abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Dieser wird nun deutlich teurer als ursprünglich gedacht.
    Foto: Vollrath

    Von unserer Mitarbeiterin Ute Müller

    Der geplante Neubau der Brücke am Herrenberg in der Ortsgemeinde Rech wird etwa 135 000 Euro teurer als bisher veranschlagt und beläuft sich voraussichtlich auf rund 511 000 Euro. Diese zusätzliche Ausgabe führte während der jüngsten Sitzung des Rates zu vielen Diskussionen und Unmutsäußerungen, wurde aber letztendlich mehrheitlich von den Mitgliedern des Gemeinderates beschlossen.

    Bereits im September 2014 hatte der Rat den Beschluss gefasst, der Einschätzung des Büros für Ingenieur- und Tiefbau von Hermann Terporten zu folgen und die marode Brücke am Herrenberg nicht zu sanieren, sondern einen Neubau der Brücke über die Bahnschienen zu favorisieren. Geplant wurde eine neue, 2,50 Meter breite Fußgängerbrücke aus Aluminium, die den Weg vom Dorf über die Bahngleise in die Weinberge ermöglicht. Um die bei Starkregen aus den Weinbergen kommenden Wassermassen zu kontrollieren, soll die Brücke zugleich wieder als Vorfluter dienen. Zwei integrierte Rohre sollen das Wasser sammeln, es unterhalb der Brücke entlangführen und es dann über ein weiteres, teils schon bestehendes Rohrsystem hangabwärts in die Ahr leiten. Die veranschlagten Kosten für die Maßnahme inklusive Nebenkosten beliefen sich auf 375 000 Euro. Darin seien unter anderem auch die Kosten für den Schienenersatzverkehr sowie die Wiederherstellung der Straße enthalten, hieß es noch in der Septembersitzung von 2014.

    "Das ist für mich keine Planung, ein Planer muss Zahlen nennen können, die umsetzbar sein müssen", äußerte Ratsmitglied Dieter Knieps während der jüngsten Sitzung sein Unverständnis bezüglich der nun veranschlagten Mehrkosten gegenüber Hermann Terporten. "Es kann auch mal fünf oder auch zehn Prozent teurer werden, aber jetzt haben wir eine Kostensteigerung von rund 27 Prozent. Wie sollen wir das schultern?" Zudem sei die Beantragung der Zuschüsse auf Basis der im Jahr 2014 geschätzten Kosten erfolgt und ob ein Folgeantrag auf Finanzierungshilfe, wie er derzeit schon seitens der Verbandsgemeindeverwaltung vorangetrieben werde, erfolgreich sei, sei fraglich.

    "Ich gebe zu, dass ich das ein oder andere falsch eingeschätzt habe", räumte Terporten während der Sitzung ein. "Aber momentan ist es äußerst schwierig, die Marktlage zu greifen. Die Höhe der Baukosten ermittelt sich nach den kalkulatorischen Einheitspreisen der Bieterfirmen. Hierbei finden Wagnis und Gewinn Berücksichtigung. Diese Ansätze basieren in der Regel auf dem freien Marktangebot und der Nachfrage für solche Maßnahmen und binden auch einen gewissen Risikofaktor der Einschätzung des Schwierigkeitsgrades ein", so Terporten. So seien beispielsweise in letzter Zeit die Kosten für Aluminium gestiegen. "Das Problem ist, dass wir jetzt nicht mehr zurückkönnen", räumte auch Ortsbürgermeister Dieter Kutscher ein. "Wir haben bereits rund 40 000 Euro investiert, nahezu täglich fallen Betonbrocken aus der alten Brücke runter, und wenn wir das Projekt jetzt verwerfen oder neu planen, fallen voraussichtlich auch die bereits schon zugesagten Zuschüsse in Höhe von 60 Prozent, bezogen auf die ursprüngliche Kostensumme, weg. Das Risiko können wir nicht eingehen." Dies sahen die übrigen Ratsmitglieder nach eingehender Diskussion ähnlich, und somit beschloss der Rat bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung, der überplanmäßigen Ausgabe von rund 135 000 Euro zuzustimmen.

    Darüber hinaus befasste sich der Rat mit einer getroffenen Eilentscheidung und den damit verbundenen Ausgaben in Höhe von rund 25 000 Euro. So ist bei Arbeiten am Dorfgemeinschaftshaus ein Pilzbefall am Gebäude festgestellt worden, der dringend und zeitnah behoben werden muss, um weitere Schäden oder ein Ausbreiten des Pilzes zu verhindern. Die zusätzlichen Kosten werden in den Haushalt eingestellt.

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