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    Ahrsteig hat bereits 10 000 Besucher im Netz

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    Heinz Ahrendt (Eifelverein Ahrweiler, von links), Heinz Schönewald vom Ahrtal-Tourismus, Reiner Woitas (stellvertretender Kartenwart), Hajo Münch (Eifelverein Bad Neuenahr) und Hauptkartenwart Manfred Knauff stellten das neue Kartenwerk des Ahrsteigs auf der neuen Sinnenliege auf der Bachemer Heide vor. Die Eifelvereine sind als Wegepaten für die Pflege und Instandhaltung des Ahrsteigs zuständig.
    Heinz Ahrendt (Eifelverein Ahrweiler, von links), Heinz Schönewald vom Ahrtal-Tourismus, Reiner Woitas (stellvertretender Kartenwart), Hajo Münch (Eifelverein Bad Neuenahr) und Hauptkartenwart Manfred Knauff stellten das neue Kartenwerk des Ahrsteigs auf der neuen Sinnenliege auf der Bachemer Heide vor. Die Eifelvereine sind als Wegepaten für die Pflege und Instandhaltung des Ahrsteigs zuständig.
    Foto: Hans-Jürgen Vol

    Doch das Interesse am neuen Ahrsteig ist bereits vor seiner offiziellen Eröffnung und Ausschilderung im November 2012 erwacht. 10 000 Besucher haben die seit Oktober im Internet stehende Homepage zum neuen Premiumwanderweg im Kreis Ahrweiler angeklickt - allen voran Deutsche, Belgier und Niederländer. Und unter der Rubrik "Gastgeber" gibt es bereits 28 Treffer von Hotel- und Gaststättenbetrieben, die inzwischen das Zerti- fikat "Wanderbares Deutschland" tragen.

    Bei den Marketingmaßnahmen, insbesondere auf der Internetseite www.ahrsteig.de, sollen nach der Anfangsphase von Frühjahr 2013 an ausschließlich Betriebe berücksichtigt werden, die diese Auszeichnung erreicht haben. Wer dieses Siegel bis März 2103 erwerben will, bekommt finanzielle Unterstützung vom Ahrtal-Tourismus. Grundvoraussetzung ist eine Sterneklassifizierung.

    Das Hotel Ruland in Altenahr gehört zu den Häusern, die schon pünktlich zur Eröffnung des Ahrsteigs mit dem Siegel "Wanderbares Deutschland" punkten konnten. "Es schlägt gut ein in Verbindung mit dem Ahrsteig", zieht Andreas Carnott eine erste Bilanz.

    Ob Hol- und Bringservice für Wanderer, Trockenraum für durchnässte Kleidung, kohlehydrat- und vitaminreiches Frühstück oder Lunchpakete für die Tour - die Voraussetzungen für Qualitätsgastgeber sind hier erfüllt. Carnott sieht die Chance, mit der Infrastruktur des Ahrsteigs neue Gästegruppen, zum Beispiel sportliche Wanderer, erschließen zu können. Genügend Anfragen gibt es bereits. Er weist aber auch darauf hin, dass die inzwischen von zahlreichen Premiumwegen verwöhnten Wanderer die vier möglichen Verbindungswege der Etappe 5 zwischen Walporzheim und Kreuzberg als Lücke wahrnehmen.

    Jedem sollte bewusst sein, so Carnott, dass es sich bei dieser Gruppe um anspruchsvolle und kritische Gäste handelt, die nicht nur ein Schuhputzgerät vor der Tür erwarten, sondern auch spezielle Informationen und geschultes Personal, das gezielt Auskunft geben kann: "Diese Gäste checken nicht ein und lassen dann zwei Tage nichts mehr von sich hören."

    Im Hotel "Zum Sahrtal" in Kirchsahr, ebenfalls zertifiziert mit dem Siegel "Wanderbares Deutschland", ist Andrea Heeg gespannt, ob die Wirkung des Ahrsteigs auch in das stille Seitental ausstrahlt. Ob der Sahrbachtalweg als Partnerweg angenommen wird und die Wanderer einen Abstecher machen, bleibe abzuwarten. Seit 2006 steht mit dem Sahrbachtalweg und einer Höhenvariante ein Revier zur Verfügung, das selbst im Winter Naturliebhaber anlockt.

    In der Burgschänke Aremberg, ebenfalls mit dem grünen W-Siegel geadelt, erhofft sich Rudolf Boes vom 50 Meter entfernten Ahrsteig eine starke Belebung: "Es gibt viel mehr Wanderer. Wir haben einen guten Zulauf. Überraschend viele Gäste fragten speziell nach dem Ahrsteig." Er hat aber auch Verbesserungsvorschläge zu machen. An Start- und Einstiegspunkten sollte seiner Meinung nach eine Übersicht über die Gastronomie und ihre Öffnungszeiten samt Telefonnummern informieren. Nichts sorge für mehr Frust, als am Ziel vor verschlossenen Türen zu stehen.

    Das Mobilitätsproblem für Wanderer zwischen Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz hat die Burgschänke mit einem privaten Taxiunternehmen gelöst. In der Verbandsgemeinde Adenau wird aber derzeit an einer ÖPNV-Lösung gearbeitet. Vertreter der VG Adenau, der Stadt Blankenheim und des Kreises Euskirchen sitzen hier bereits an einem Tisch, um mit Bus- oder Taxibetrieben bis zum Beginn der Saison finanzierbare Transportmöglichkeiten für Wanderer zu erarbeiten, die dann auch auf der Internetseite eingestellt werden.

    Von unserer Redakteurin Beate Au

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