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  • Merkel in Neuenahr: Stehender Applaus für die Kanzlerin

    Bad Neuenahr. So wünschen sich Wahlkampfmanager die Auftritte ihrer Kandidaten. Mehr als 850 begeisterte Zuhörer und weder Störenfriede im noch vor dem Veranstaltungssaal. Der Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel im Kongresszentrum des Dorint-Hotels in Bad Neuenahr-Ahrweiler war eine runde Sache für die Kanzlerin, die CDU, deren Spitzenkandidatin im rheinland-pfälzischen Landtagswahlkampf, Julia Klöckner und die Direktkandidaten für das Landesparlament in den Wahlkreisen 13 und 14, Horst Gies und Guido Ernst.

    Foto: Vollrath

    Von unseren Redakteuren Uli Adams, Beate Au, Frieder Bluhm und Celina de Cuveland

    Selbst das Thema Flüchtlingspolitik, auch an der christdemokratischen Basis ein Streitthema, brachte die CDU-Seele gestern nicht in Wallung. Im Gegenteil. Angela Merkel bekam stehenden Applaus für ihre Pläne, gemeinsam mit der Türkei dafür zu sorgen, dass die Zahl der Flüchtlinge deutlich weniger wird in Deutschland in diesem Jahr. "Auch wenn es Dinge gibt, die uns nicht gefallen", so die Kanzlerin.

    Die sechs Milliarden bis 2018 an die Türkei seien nicht nur aber auch aus finanzieller Sicht eine lohnenswerte Investition. "Wenn wir wieder Zäune und Schlagbäume in Europa aufstellen, können wir unseren Wohlstand nicht verteidigen, dann verlieren wir den Wettbewerb auf den Märkten dieser Welt ", so die Kanzlerin.

    Dass die Verhandlungen der letzten Tage in Brüssel zum Erfolg führen, davon ist die Regierungschefin überzeugt: "Aber alles braucht Zeit, wir kriegen die Flüchtlingsproblematik geregelt und gesteuert", versicherte sie ihrem Publikum. Und für diesen Optimismus sieht sie in der Geschichte viele Belege. "Wer hätte geglaubt, dass sich Deutsche und Franzosen nach dem Zweiten Weltkrieg wieder versöhnen, dass die Wiedervereinigung Deutschlands gelingt? Jetzt haben wir wieder eine große Aufgabe und die besten Möglichkeiten, Frieden, Freiheit und unsere Werte zu erhalten."

    Hilfe erwartet sich Merkel bei der Lösung "dieser großen Aufgabe" auch von Julia Klöckner. Die könne als Ministerpräsidentin mit dafür sorgen, dass die Anerkennung von sicheren Herkunftsstaaten, deutlich schneller als mit einer SPD-Ministerpräsidentin Malu Dreyer im Bundesrat verabschiedet würde. Dreyer scheue vor der Wahl ein klares Bekenntnis. Über die Pläne ihrer Stellvertreterin Klöckner in der CDU-Bundespartei im Parteivorsitz zur Lösung des Flüchtlingsproblems wurde gestern allerdings nicht gesprochen. Weder von Angela Merkel noch von Julia Klöckner.

    Dafür herzten sich die Damen in ihren roten Blazern auf der Bühne noch ein bisschen inniger und schüttelten die Hände noch ein bisschen kräftiger, strahlten beide in die Kameras und Fotoapparate der Pressevertreter aus dem ganzen Land, die nach Bad Neuenahr gekommen waren. Dass es am Sonntag auf jede Stimme ankomme, betonten beide, wie verschuldet Rheinland-Pfalz nach 25 Jahren SPD-Regierung sei, wie wichtig soziale Gerechtigkeit sei, ein gutes Bildungssystem und der Ausbau von schnellem Internet, Straßen und Schienen. "Dafür stehen wir", sagte Julia Klöckner. "Wir werden nicht alles anders machen, aber vieles besser", versprach sie den Zuhörern. Dass Thema Flüchtlinge streifte die Anwärterin auf das Ministerpräsidentenamt am Rande. Asylbewerber hätten nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten. "Unsere Werte, wie die Gleichberechtigung von Mann und Frau, sind nicht verhandelbar. Wer gegen Gleichberechtigung, gegen Meinungsfreiheit und gegen Pressefreiheit ist, der ist hier im falschen Land", so Julia Klöckner.

    Foto: Vollrath

    Gut eine Stunde nahmen sich die Kanzlerin und Julia Klöckner Zeit für ihren Besuch in der Kreisstadt, der mit netten Worten für den Kreis Ahrweiler, seine Landschaft und seinen Wein begann, und mit dem Singen der Nationalhymne endete. Dann ging es für beide in der schwarzen Limousine und mit Polizeieskorte weiter nach Simmern im Hunsrück. Die nächste Station der insgesamt neun Auftritte der Kanzlerin im rheinland-pfälzischen Wahlkampf, um Julia Klöckner auf den Ministerpräsidentenstuhl zu helfen.

    ++ Liveticker beendet: Kanzlerin Merkel in Bad NeuenahrMerkel kommt nach Bad Neuenahr: Sicherheit steht im Vordergrund
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    Nina Borowski

    Nina Borowski

    Chef v. Dienst

     

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