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  • Brückenfestival verbindet Remagen und Erpel bei Aktionen für Frieden und Demokratie

    Remagen. Erstmals ist das Erpeler Brückenfestival auf die andere Rheinseite nach Remagen hinübergeschwappt.

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    Mit einer Malaktion setzte das Bündnis für Frieden und Demokratie ein Zeichen am Rheinufer von Remagen.
    Mit einer Malaktion setzte das Bündnis für Frieden und Demokratie ein Zeichen am Rheinufer von Remagen.

    Remagen. Erstmals ist das Erpeler Brückenfestival auf die andere Rheinseite nach Remagen hinübergeschwappt.

    Unter dem neuen Namen „Aktion2T“ stellte die Veranstaltung eine symbolische Verbindung zwischen den Brückentürmen her. Rechtsrheinisch verfolgte die Aktion2T das Ziel, die leer stehenden Türme der alten Ludendorffbrücke in künstlerischer Form Teil der Auseinandersetzung mit der Geschichte werden zu lassen. Linksrheinisch wiederum nutzten das Friedensmuseum und das Remagener Aktionsbündnis für Frieden und Demokratie die Aktion, um über das Geschehen am Ende des Zweiten Weltkriegs aufzuklären und ein Ausrufezeichen gegen Rechts zu setzen.


    Die Organisatoren der Aktion2T hatten sich mit der rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerin Eveline Lemke eine hochkarätige Schirmherrin an Land gezogen. „Ich freue mich sehr, dass mit Hilfe der Aktion2T ein historisches Bauwerk wiederbelebt wird, das mehr als 60 Jahre lang im Wesentlichen brach lag. Durch die übergreifende Verbindung von Kunst, Geschichte und politischem Engagement dient es nun wieder seiner alten Bestimmung und wird mit der Aktion zu einem Symbol für Verständigung, Kooperation und Gemeinsamkeit“, so Lemke.


    Während am Abend in den Erpeler Brückentürmen die hochkarätige Kunstausstellung „Vom Schmerz“ Eröffnung feierte, trat das Bündnis für Frieden und Demokratie auf Remagener Seite schon am Nachmittag in Aktion: Auf dem Vorplatz des Friedensmuseums fand unter dem Motto „Die Fähnchen wehen, und die Rädchen drehen sich für Frieden und Demokratie“ eine Malaktion für Kinder statt. Sie konnten Windräder basteln und blau-weiße Wimpel mit Friedenssymbolen bemalen. Zudem informierte Professor Dr. Dietrich Born über die historischen Fakten zur Ludendorffbrücke. „Sie wurde ausschließlich für Kriegszwecke gebaut, hat aber nie dem Krieg, sondern nur dem Frieden gedient“, betonte er.


    Der Hintergrund der Aktionen am Friedensmuseum ist ernst: Erst kürzlich sind die Hinweisschilder des Museums mit antidemokratischen Sprüchen beschmiert worden, und für November haben Neonazis wieder einen Marsch in Remagen beantragt. „Wenn wir hier nichts machen, dann stehen die demnächst hier“, formulierte Karin Keelan vom Bündnis für Frieden und Demokratie. Sie und ihre Mitstreiter wehren sich dagegen, „dass die Türme zunehmend von rechtsextremen Gruppen und ihren Denkweisen vereinnahmt und missbraucht werden“.

    Die Aktion2T nutzte das Bündnis als Auftakt des Lokalen Aktionsplanes in Remagen: Unter dem Motto „Toleranz fördern, Kompetenz stärken“ sollen im Rahmen dieses Förderprogramms Rechtsextremismus bekämpft, für Toleranz und soziale Integration geworben und das Demokratieverständnis gefördert werden. Petra Ochs

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