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    Bad KreuznachVeranstaltungsreihe wirbt für Ansiedlung des Kreuznacher Stadtarchivs im Bettenhaus Golling

    Das Bettenhaus Golling am südlichen Ende der Bad Kreuznacher Fußgängerzone wird wiederbelebt – vorerst zumindest. Am Montag eröffnete Oberbürgermeisterin Heike Kaster-Meurer im früheren Warenhaus eine stadtgeschichtliche Veranstaltungsreihe, die noch bis Samstag dauert. Ihre unmissverständliche Botschaft: „Wie schön wäre ein Bürgerarchiv – hier, mitten in der Stadt!“

    Eröffneten die Veranstaltungsreihe im Bettenhaus Golling (hintere Reihe, von links): Dr. Walter Rummel, Franziska Blum-Gabelmann, OB Heike Kaster-Meurer, Bernd-Peter Räpple sowie (vorn, von links) Viktoria Daum, Marie Budde und Frederic Zander vom Kunst-Leistungskurs am Röka.
    Eröffneten die Veranstaltungsreihe im Bettenhaus Golling (hintere Reihe, von links): Dr. Walter Rummel, Franziska Blum-Gabelmann, OB Heike Kaster-Meurer, Bernd-Peter Räpple sowie (vorn, von links) Viktoria Daum, Marie Budde und Frederic Zander vom Kunst-Leistungskurs am Röka.
    Foto: Stephan Brust

    Bad Kreuznach - Das Bettenhaus Golling am südlichen Ende der Bad Kreuznacher Fußgängerzone wird wiederbelebt – vorerst zumindest. Am Montag eröffnete Oberbürgermeisterin Heike Kaster-Meurer im früheren Warenhaus eine stadtgeschichtliche Veranstaltungsreihe, die noch bis Samstag dauert. Ihre unmissverständliche Botschaft: „Wie schön wäre ein Bürgerarchiv – hier, mitten in der Stadt!“

    So voll war das Bettenhaus Golling selten, selbst zu Zeiten, als das Geschäft noch lief. Mehr als 100 Gäste standen gedrängt im Erdgeschoss, um nicht nur die OB zu hören, sondern auch Stadtarchivarin Franziska Blum-Gabelmann sowie Dr. Walter Rummel, Leiter des Landesarchivs Speyer, der für den erkrankten Dr. Michael Martin einen unterhaltsamen Vortrag zum Thema „Das Archiv, eine unterschätzte Pflichtaufgabe“ hielt. Die Resonanz zeigt: Das Interesse an der Historie der Stadt ist groß. Und: Das Bettenhaus ist der ideale Platz für ein Archiv, waren sich die Besucher einig.

    Kritiker halten die veranschlagten hohen Kosten für den Umbau entgegen, die nach den Plänen des früheren Baudirektors Bernhard Unholtz bei 1,4 Millionen Euro lagen. Doch die sollen sich laut Kämmerer Wolfgang Heinrich jetzt fast um die Hälfte reduzieren. Klar ist: Im Stadtetat sind 50 000 Euro eingestellt, um in diesem Jahr eine billigere Lösung zu finden. Gebaut werden soll 2014 – vorausgesetzt, der Stadtrat gibt grünes Licht dafür.

    Kaster-Meurer betonte am Montag, dass auch Mittel aus dem Förderprogramm „Aktive Stadtzentren“ einfließen sollen. „Aber nicht nur der Umbau muss finanzierbar sein“, fügte sie hinzu, „auch der Betrieb eines Archivs.“ Dabei setzt sie auch auf die gemeinnützige Stiftung „Haus der Stadtgeschichte“, die 2008 ins Leben gerufen wurde und seitdem Unterstützung bei der Aufbereitung und Pflege der historischen Schätze liefert.

    „Wenn ich sagen würde, dass wir nicht an Ihrem Geld interessiert sind, würde ich lügen“, rührte Bernd-Peter Räpple schmunzelnd die Werbetrommel. Der Stiftungsratsvorsitzende stellte die neue Imagebroschüre vor und erläuterte, dass die Stiftung aktuell bei der Digitalisierung des Eisernen Buchs der Stadt hilft oder beim Kauf von Nachlässen. Die sorgen beispielsweise dafür, dass im Bettenhaus eine ganze Wand nur zur Entwicklung des Kreuznacher Kornmarkts präsentiert werden kann.

    Im zweiten Stock sind Arbeiten von Stadtfotografin Celine Espenschied und dem Leistungskurs Kunst 12 des Gymnasiums am Römerkastell ausgestellt. In den Schaufenstern hat der VfL Bad Kreuznach, der dieses Jahr 165. Geburtstag feiert, Bilder vom Mittelrheinischen Turnfest 1887 Aufnahmen der Deutschen Hip-Hop-Meisterschaften 2011 gegenübergestellt. „Archive waren schon immer Pflichtaufgabe einer Kommune“, fasste Landesarchiv-Leiter Dr. Rummel zusammen, „sie dienen als Gedächtnis der Stadt, dem Geschichtsbewusstsein der Menschen und der Klarheit für Entscheidungen der Politik.“

    Das weitere Programm bis Samstag (12. Januar)
    Am Mittwoch geht die Veranstaltungsreihe um 17.30 Uhr weiter mit Steffen Oberst (Leiter des Olympiastützpunktes Rheinland-Pfalz/Saarland), der Gründe für „ein Sonderarchiv Sport“ liefert. Am Donnerstag, 17.30 Uhr, präsentieren Fred Lex und Dr. Martin Senner „Blicke auf den Jahrmarkt – Texte und Zeichnungen“. Am Freitag (17.30 Uhr) folgt Rudolf „Hombes“ Hornberger mit „Mundart in unserer Stadt“, ehe am Samstag (11 Uhr) Franziska Blum-Gabelmann die Broschüre von Dr. Martin Senner „Historische Werbeanzeigen aus Kreuznach“ vorstellt und Andrea Frey um 11.30 Uhr über die Geschichte des Volksbildungs- und Museumsvereins referiert.

    Stephan Brust

    Bad Kreuznach
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