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    Streit um Stromberger Verwaltungsehe: SPD und CDU legen nach

    VG Stromberg. Der parteipolitische Streit in der Verbandsgemeinde Stromberg, der rings um das Thema Fusion auch die Personalie der VG-Bürgermeisterin Anke Denker (SPD) einbezieht, scheint sich nicht beruhigen zu wollen.

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    Eine "Liebesheirat" zwischen Langenlonsheim und Stromberg wird es wohl nicht geben. Dem potenziellen Partner geht's ums Geld: Stromberg würde ziemlich hohe Schulden mit in die "Ehe" bringen.
    Foto: dpa/Picture Alliance

    Von unserem Redakteur Dominic Schreiner

    So hat die teils mit harten Bandagen geführte Debatte nun auch über die Grenzen der VG Stromberg hinweg für Reaktionen in der Nachbar-VG Langenlonsheim, der möglichen Partnerin für die VG Stromberg bei einer Verwaltungshochzeit, gesorgt.

    Denn von dort aus schaltet sich nun auch Hartmut Kuntze, Chef des SPD-Gemeindeverbands Langenlonsheim, in die Diskussion ein. Der Sozialdemokrat nimmt Stellung zu den Vorwürfen, die Jens Heinrichs, sein Amtskollege bei den Stromberger Christdemokraten, in Denkers Richtung adressiert hatte. Heinrichs hatte erklärt, Denker könne sich frühzeitig aus ihrem Amt als VG-Bürgermeisterin, in das sie bis 2021 gewählt ist, zurückziehen. Und dass sie in Sachen VG-Fusion zu lange zu untätig gewesen sei und nun "in vorauseilendem Gehorsam gegenüber der SPD-geführten Landesregierung" tätig werde.

    "Zu den Rücktrittsprophezeiungen hat Anke Denker Stellung genommen", lässt Kuntze verlautbaren, weiter wolle er sich nicht zu diesen Gerüchten äußern. Anders sieht es in Sachen Fusion aus: "Der CDU-Vorwurf, sie sei nach Inkrafttreten des Landesgesetzes zur Kommunal- und Verwaltungsreform nicht tätig geworden, fällt auf die CDU selbst zurück. Schließlich hatte diese bis 2014 die absolute Mehrheit im Stromberger Verbandsgemeinderat und stellt auch jetzt noch die stärkste Fraktion. Statt aus dieser beherrschenden Stellung selbst tätig zu werden, hat sie von Anfang jegliche Fusionsverhandlungen verweigert."

    Bei den Christdemokraten nimmt man diesen Ball auf - und spielt ihn umgehend zurück. Heinrichs und Benjamin Hilger, CDU-Fraktionschef im Stromberger VG-Rat, zeigen sich verwundert, dass nach Meinung der SPD "die CDU solche Fragen nur aufwerfe, da sie den Verlust der absoluten Mehrheit nicht verkraftet hat, dass die CDU ja ohnehin generell nur blockiere und sabotiere oder dass die CDU der Tradition folgend schon immer für ein schlechtes Miteinander im VG-Rat gesorgt hätte. Für uns ist diese Wahrnehmung von Sachlichkeit höchst interessant und zugleich sportlich", erklären Heinrichs und Hilger. Es gehöre zum politischen Geschäft, "provokante Fragen zu stellen und damit den Finger in die Wunde zu legen".

    Frei von Emotionen zeigen sich die Vertreter von WGS/WGP, der dritten Fraktion im Stromberger VG-Rat. "Wir wollen uns erst in Ruhe anhören, was alle Beteiligten zum Thema Fusion beizutragen haben - und das in aller gebotenen Sachlichkeit", sagt Bernd Kleeberg, Erster Vorsitzender der Wählergemeinschaft Stromberg (WGS). Generell sei seine Fraktion ergebnisoffen, was eine mögliche Verwaltungsehe betreffe. Die Diskussion um die Personalie Denker empfinde er hingegen als peinlich.

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