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  • Sobernheimer TV-Turner in London: Akim Hopp besucht olympisches Jugendlager

    Bad Sobernheim - Längst läuft der Countdown. Zwischen 26. Juli und 10. August nehmen 60 junge Deutsche am olympischen Jugendlager in Canterbury bei London teil. Einer davon: Turner Akim Hopp (17) vom TV 1867 Sobernheim.

    Zwei starke Sportler: Sobernheims TV-Vorsitzender Rolf Beilke (links) mit Nachwuchsturner Akim Hopp (17), dem er alles Gute für seinen Aufenthalt in London wünscht. Das Foto entstand in der TV-Halle, die zurzeit saniert wird.
    Zwei starke Sportler: Sobernheims TV-Vorsitzender Rolf Beilke (links) mit Nachwuchsturner Akim Hopp (17), dem er alles Gute für seinen Aufenthalt in London wünscht. Das Foto entstand in der TV-Halle, die zurzeit saniert wird.
    Foto: Stefan Munzlinger

    Anfang Februar kam TV-Geschäftsführer Dirk Weber, selbst beim Jugendlager 2000 in Sydney dabei, aus seinem Büro im Erdgeschoss hoch in die Vereinshalle an der Staudernheimer Straße. Akim trainierte gerade. „Bewirb' dich doch mal für das Lager“, riet ihm Weber, „mehr als eine Absage kann's nicht geben.“ Gesagt, getan: Akim füllte das Formular aus, schickte es an den Deutschen Olympischen Sportbund. Ab da ruhte alles, bis schließlich im Mai die gute Botschaft eintraf: „Du bist dabei!“ Wahnsinn! Akim jubelte und freut sich seither auf die intensive Begegnung mit so vielen anderen Jugendlichen aus fast allen Nationen der Welt.

    Ist gespannt auf seine Tage bei den 30. Olympischen Spielen in London: Akim Hopp (17), Turner des TV 1867 Sobernheim.
    Ist gespannt auf seine Tage bei den 30. Olympischen Spielen in London: Akim Hopp (17), Turner des TV 1867 Sobernheim.
    Foto: Stefan Munzlinger

    Der bisherige Realschüler, der im Sommer ans Meisenheimer Paul-Schneider-Gymnasium wechselt, wurde in Bergisch Gladbach geboren und wohnt seit 16 Jahren in Sobernheim. Zum TV 1867 gehört er von klein auf: erst zur Krabbelgruppe, in die ihn seine Mutter Claudia Kappaun-Hopp mitnahm. Seit er neun ist, turnt er im TV und macht nebenbei auch bei den Leichtathleten des Vereins mit.

    Dem Turnen aber gehört seine ganze Leidenschaft, mit Herz ist er dabei. Das spürt man, wenn er erzählt – und schwärmt, etwa von seinem Trainer Franz Koch, TV-Urgestein und noch heute ein Top-Sportler. „Der beste Trainer der Welt“, bekräftigt Akim.

    Sportakrobatik, Karate, Fußball – auch andere Sportarten hat er schon ausprobiert. Doch immer wieder kehrt er zum Turnen zurück, weil er da zu einem „Ausgleich“ findet, den er bei anderen Sportarten vermisst.

    Konzentrieren, Leistung auf den Punkt bringen – das macht ihm Spaß und spornt ihn an. Zweimal pro Woche trainiert er, auch im Leistungszentrum in Niederwörresbach. Diszipliniert, fleißig, zielgerichtet: Erstaunlich wie der 17-Jährige schon jetzt seinen möglichen Weg beschreibt. Nach dem Abi Sport und Bio studieren, das wäre schon was; besser noch Medizin. Aber davor steht der Numerus Clausus mit seiner Top-Noten-Vorgabe. „Na und“, sagt Akim nicht etwa arrogant, sondern entschlossen, „ich weiß, dass ich das schaffen kann, wenn ich es will.“

    Aber jetzt heißt es erst mal: auf London konzentrieren und das Beste daraus machen, „was für alles im Leben gilt“. Einfach nur hinfahren und konsumieren? Das will Akim auf keinen Fall, er will lernen, dabeisein, zuhören und zuschauen: „Das soll der Hammer werden. Die neuen Stadien, die Wettkampfstätten, die Stadt.“

    Noch ist er nicht dort, denkt aber schon an die Zeit danach: Alle diese Eindrücke will er mitnehmen, Motivation für seinen Sport daraus ziehen und gar als Ansporn dienen für die Jüngsten im TV und dass sie denken: „Vielleicht darf ich ja auch eines Tages mal ein Jugendlager bei Olympischen Spielen besuchen so wie Akim.“ Ja, bekräftigt der TV-Turner. Trainer sein, das könne er sich auf alle Fälle vorstellen. Wenn er älter ist und seine Erfahrung weitergeben kann.

    Sein großer Traum für London: Turner-Stars wie Fabian Hambüchen oder Philipp Boy sehen oder das 100-Meter-Sprint-Finale der Männer mit Usain Bolt live erleben. Auch Akim interessieren die Sternstunden des Sports und der Sportler, doch gerade die Momente, wenn es mal „weniger glatt läuft“, will er, der gerne Lernende, ebenfalls nicht verpassen.

    Als klar war, dass er ins Jugendlager bei London fährt – neben Akim darf das aus Rheinland-Pfalz nur noch ein Jugendlicher aus dem Westerwald – hat sich das ruck, zuck in der Schule rumgesprochen. „Aber ich damit nicht irgendwie geprahlt“, sagt er, „die freuen sich jetzt alle mit mir.“ Wenn Akim fährt, ist die Realschule im Geiste dabei.

    Einer freut sich besonders für Akim: Rolf Beilke (67), der dem rund 1200 Mitglieder starken Turnverein 1867 Sobernheim nun schon seit 1996 vorsitzt und in dessen Amtszeit die große und in wenigen Wochen endende Sanierung der Vereinshalle fiel. Beilke empfindet es als „große Ehre“, dass ein Turner des TV am Jugendlager in London teilnehmen darf. Den olympischen Gedanken des Dabeiseins und des fairen und friedlichen Wettstreits selbst erleben zu dürfen, sei nicht jedem Sportler und nicht jedem Verein vorbehalten. Zumal man auch nur alle vier Jahre die Möglichkeit dazu habe. Der TV-Chef ist sich sicher: „Davon wird Akim noch seinen Enkeln erzählen.“

    Wer für das Jugendlager der Olympischen Spiele ausgesucht wurde, hat gute Karten, nämlich fünf. So viele Tickets erhält jeder, der zum Lager gehört, also auch Akim Hopp vom TV 1867 Sobernheim. Mit diesen fünf Tickets darf er in die Wettkampfstätten rein und die Stars und Top-Leistungen hautnah erleben.

    Damit nicht genug: Ein Sponsor der Spiele kleidet die Jugendlichen komplett ein bevor sie in Canterbury bei London ankommen. Akim freut sich darüber, findet das klasse und wird täglich berichten – in einem sogenannten „Blog“, einem Tagebuch, das im Internet steht und das jeder lesen kann.

    Auch für den „Oeffentlichen“ wird Akim seine Eindrücke hin und wieder beschreiben und deutlich machen, wie es sich anfühlt, zwischen 26. Juli und 10. August in der Welthauptstadt des Sports zu sein.

    200 Mannschaften mit 10 500 Athleten nehmen teil, 302 Wettbewerbe in 26 Sportarten werden ausgetragen. Eröffnet werden die Spiele am 27. Juli, sie enden am 12. August mit der Schlussfeier im Londoner Olympiastadion. Leitgedanke der 30. Olympischen Spiele: „Inspire a Generation“. Auf Deutsch: „Inspiriere eine Generation“. Ein junger Sobernheimer hat dieses Motto längst für sich erkannt und realisiert: Akim Hopp vom TV 1867.  (mz)

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    Bettina Tollkamp

    Bettina Tollkamp

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