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    Bad SobernheimSobernheim wirbt um Wanderer: Neue Schilder und entschlacktes Wegenetz

    Der Wanderer soll wandern. Was denn sonst. Soll sein Auge auf Natur und Tierwelt richten und dabei nie vom rechten Weg abkommen. Ein Herzenswunsch der Verbandsgemeinde, die mithilfe Dritter jetzt in übersichtliche Schilder investiert.

    Einer schafft, vier gucken zu: VG-Bauhofmitarbeiter Michael Metzger schraubte eines der neuen Wanderschilder am Minigolfplatz an. Hinten (von links): Platz-Betreiber Uwe Engelmann, RWE-Kommunalberater Friedrich Reinhardt, KTI-Chef Ralf Schneberger und VG-Bürgermeister Rolf Kehl.
    Einer schafft, vier gucken zu: VG-Bauhofmitarbeiter Michael Metzger schraubte eines der neuen Wanderschilder am Minigolfplatz an. Hinten (von links): Platz-Betreiber Uwe Engelmann, RWE-Kommunalberater Friedrich Reinhardt, KTI-Chef Ralf Schneberger und VG-Bürgermeister Rolf Kehl.
    Foto: Stefan Munzlinger

    Bad Sobernheim - Der Wanderer soll wandern. Was denn sonst. Soll sein Auge auf Natur und Tierwelt richten und dabei nie vom rechten Weg abkommen. Ein Herzenswunsch der Verbandsgemeinde, die mithilfe Dritter jetzt in übersichtliche Schilder investiert.

    Am Dienstagmorgen wurden zwei der neuen Hinweise an der Nahebrücke und zwischen Minigolfplatz und Wohnmobil-Standort von Uwe Engelmann präsentiert.

    Einfach so eine Karte „schnitzen“ ist nicht. Also geht das Ganze seinen offiziellen Weg. Das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung hat das Datenmaterial gesammelt, auf das die Verbandsgemeinde für eine Lizenzgebühr (1200 Euro) zugreifen kann – aber nur zehnmal für zehn Schilder; und für 1000 Wanderfaltkarten, die es in der Kur- und Touristinfo (KTI) am Sobernheimer Bahnhof für 6,50 Euro gibt.

    Drei Schilder stehen schon: die beiden Sobernheimer und eines am Kirschroter Friedhof. Die andern werden nach und nach an von Wanderern gut frequentierten Standorten aufgestellt, etwa am Martinsteiner Friedhof, kündigte VG-Bürgermeister Rolf Kehl an.
    3000 Euro kosten die zehn Schilder, die geschützt unter überdachten und teils bereits vorhandenen Holzkonstruktionen stehen.

    Rechnet man alles, auch die Beschriftung und diverse Personalkosten, kommen locker 10 000 Euro zusammen. Gut, wenn man dann zwei Sponsoren hat: RWE (7500 Euro über die Jahre 2010, 2011 und 2012 verteilt) und die Kirner Brauerei (1500 Euro). 1000 Euro zahlt die Verbandsgemeinde selbst.

    In den Vorjahren ist schon einiges passiert am Wanderwegenetz in der Verbandsgemeinde. Zunächst wurde das Wegenetz von 400 auf 300 echte Kilometer entschlackt. Außerdem wurden neue Hinweispfosten gestellt. Die Holzständer mit Schildchen oder weißen Orientierungsflügeln kommen gut an, machen einen bodenständig-modernen Eindruck und sind wetterbeständig. Hoffentlich.

    Etwa 60 Prozent der Wege sind damit bereits ausgewiesen, 40 000 Euro kostet das insgesamt. Rheinland-Pfalz will Wanderland Nummer eins werden und sowohl nationalen wie auch internationalen Ansprüchen genügen. Daher bezuschusst RLP Initiativen wie die der VG Sobernheim; zumindest die Ausweisung der sogenannten Vitaltouren. Dankbar nehmen die Kommunen solche Angebote aus Mainz an.

    Wanderschilder sind, sagen Experten, ein nicht refinanzierbares Unterfangen. Das heißt: Sie aufzustellen, kostet Geld, bringt aber keinen sofortigen und bei der Amortisierung helfenden Betrag zurück – eine reine Investition in die Infrastruktur also, die vorausgesetzt wird, will man Wanderer für seine Region begeistern.

    „Eine gute Beschilderung erwarten die Leute heutzutage einfach“, sagt KTI-Chef Ralf Schneberger, „sie wird als selbstverständlich vorausgesetzt.“ Denn wer sich im Gelände verläuft, kehrt irgendwann nach frustrierender Suche zu seinem Startpunkt zurück und dampft wieder ab – ohne Gedanken an eine rasche Wiederkehr. (mz)

    Bad Kreuznach
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