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    Kreis Bad KreuznachRohrbrüche vermeiden: Fünf Ratschläge vom Fachmann

    Wenn sich in Wasserrohren in einer Kälteperiode Eis gebildet hat und danach bei steigenden Temperaturen wieder flüssig wird, ist die Gefahr groß: Denn ist ein Rohr aufgrund der Eisbildung erst einmal geplatzt, tritt unweigerlich Wasser aus und richtet in Haus oder Wohnung in der Regel einen großen Schaden an. Wir haben Tipps für trockene Füße.

    Ein Wasserrohrbruch sorgte in einem leer stehenden Haus in der Nahegasse in Kirn am Dienstag für eine regelrechte Flutung. Vorsichtige Schätzungen der Schadenshöhe beliefen sich auf mehrere Zehntausend Euro.
    Ein Wasserrohrbruch sorgte in einem leer stehenden Haus in der Nahegasse in Kirn am Dienstag für eine regelrechte Flutung. Vorsichtige Schätzungen der Schadenshöhe beliefen sich auf mehrere Zehntausend Euro.
    Foto: Sebastian Schmitt

    Ein unlängst geflutetes Haus in Kirn sowie zwei Zwischenfälle in Bad Kreuznach belegen, welche Folgen möglich sind. In der Kreishauptstadt mussten am Dienstag Wehrleute der Löschbezirke West und Süd in die Kurhausstraße in Bad Münster ausrücken, um in einem leer stehenden Gebäude aufgrund einer defekten Leitung das Wasser abzustellen; kurz vor 19 Uhr reagierte dann der Löschbezirk Süd auf einen Schaden in der Kreuzstraße und stellte im Badezimmer des zweiten Obergeschosses das Wasser ab.

    Dabei lassen sich Rohrbrüche in der kalten Jahreszeit zumindest „weitestgehend ausschließen“, wie Paul-Gerhard Wagner, Obermeister der Kreis-Innung für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, betont. Die richtigen Vorkehrungen müssen allerdings getroffen werden, betont der Experte.

    • 1 - Dämmen: „Bei nicht gedämmten Rohren besteht die Gefahr, dass es schnell zu einem Rohrbruch kommt“, macht Wagner deutlich. Eine Dämmung sorgt dafür, dass der Wärmeeinfall nach einer kalten Periode nicht direkt drastische Folgen hat. Preislich gesehen sollte man sich in diesem Zusammenhang nicht auf einen Sparkurs einlassen – vor allen Dingen, weil der langfristig gesehen finanziell gar keinen Sinn macht, wie Wagner betont: „Vom Investitionsaufwand rechnet sich jede Dämmung, unabhängig davon, wie teuer sie ist, innerhalb von zwei bis vier Jahren.“ In diesem Zeitraum wird genug Energie eingespart, die ohne Dämmung benötigt würde.

    • 2 - Entleeren und abstellen: „Die größte Gefahrenquelle ist mangelnde Vorsicht“, weiß Wagner. Als fahrlässig bewertet er, freiliegende Rohre, die während der Winterzeit nicht genutzt werden, nicht zu entleeren und das Wasser in ungeschützten Bereichen nicht abzustellen.

    • 3 - Türen und Fenster schließen: Zwar ist es unwahrscheinlicher, dass auch Rohre in Wohnungen oder Kellern platzen, da dort die Temperaturen meist hoch genug sind und das Wasser erst gar nicht gefriert. „Aber wir müssen vom schlimmsten Fall ausgehen“, sagt Wagner. Deswegen müssen auch in selten frequentierten Räumen die Fenster geschlossen bleiben, um Durchzug zu vermeiden.

    • 4 - Leitungen nutzen: Wer auf Nummer sicher gehen will, lässt seine Wasserleitungen immer mal wieder laufen – besonders jene, die nicht so häufig genutzt werden. Das minimiert das Risiko.

    • 5 - Frühzeitige Kontrolle: Da der Winter unberechenbar geworden ist, sollten neben dem Abstellen freiliegender Leitungen mit entsprechenden Kontrollen bereits im Herbst (spätestens im Oktober) begonnen werden. „Ein einfacher Wassercheck vom Fachmann mit Überprüfung der Anschlüsse geht bei 50 Euro los“, sagt Wagner.
    Von unserem Redakteur Christoph Erbelding
    Kälteperiode war nicht außergewöhnlich
    Kalte Tage mit Minusgraden haben die vergangenen Wochen geprägt, viele Menschen beschlich gar das Gefühl, dass der Winter im ersten Monat des Jahres diesmal besonders heftig ausgefallen ist. Aus handwerklicher Sicht hat sich der Januar allerdings nicht anders dargestellt als kalte Monate in den vergangenen Jahren. „Es gibt immer wieder kalte Phasen, in denen es auch zu Rohrbrüchen kommen kann. Der Januar war da nicht besonders“, sagt Stefan Tullius, Geschäftsführer des gleichnamigen Bad Kreuznacher Familienbetriebes für sanitäre Arbeiten. Laut Tullius reicht ein Blick in die Natur, um zu sehen, ob sich Gefahren in Form von Rohrbrüchen anbahnen: „Ein Nachtfrost alleine ist noch nicht problematisch. Wichtig ist, dass die Bäche in Bewegung sind. Ist das Wasser im Fluss, passiert nichts.“ ce

     

    Nach dem Frost: Rohrbruch flutet unbewohntes Haus - Eigentümer gesucht
    Kirn
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