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    Bad KreuznachKreistag beschließt nun doch den Schultausch in Bad Kreuznach

    Es waren fünf Stimmen, die am Ende den Ausschlag gaben: Nach einer eineinhalbstündigen Diskussion hat der Kreistag in einer außerordentlichen Sitzung am Montagnachmittag den Gebäudetausch zwischen Realschule plus und IGS in Bad Kreuznach nun doch noch besiegelt.


    25 Kreistagsmitglieder aus den Reihen der SPD, Grünen, Linken und FWG stimmten am Ende für einen Umzug im August 2014. Auch Landrat Franz-Josef Diel (CDU) befürwortete die Beschlussvorlage, die zudem vorsieht, dass eine Aufnahmebeschränkung für die Realschule plus auf vier Züge ab dem Schuljahr 2012/13 bei der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) zu beantragen ist. Geschlossen dagegen waren CDU und FDP, die aber nur 20 Neinstimmen entgegenzusetzen hatten.

    Vertreter beider Schulen waren gekommen, um die Diskussion aus zu verfolgen. Drei Stuhlreihen reichten nicht aus, um genügend Platz für Eltern, Lehrer und Schüler zu schaffen. Vor Sitzungsbeginn mussten deshalb weitere Stühle in den Raum geschafft werden.


    „Wir haben jetzt Klarheit, was die Finanzseite betrifft, das war im November und Dezember noch nicht so gegeben“, betonte Landrat Diel. Das war auch der Grund, das Thema erneut auf die Tagesordnung zu setzen, wo doch eigentlich der Kreistag im Dezember den Tausch mit den Stimmen von CDU, FDP und FWG mehrheitlich abgelehnt hatte. Die ADD hatte jetzt die Mehrkosten von 3,5 Millionen Euro für eine gemeinsame Oberstufe an der Heidenmauer und die Planungskosten von 400 000 Euro nicht genehmigt.


    Auch zwei ADD-Vertreter stellten sich der Diskussion. „Wir haben uns mit dem Beschluss sehr schwergetan. Aber es schien, dass es die bessere Lösung ist“, so Schulrätin Martina Backmann. Sie führte pädagogische Gründe an. Die Dislozierung sei die schlechteste Variante. „Es wird eine Schulgemeinschaft auseinandergerissen“, so Backmann. Und eine ganze Lehrerschaft sei auf Wanderschaft.


    CDU-Fraktionssprecher Ralf Hippert hingegen hält eine gemeinsame Oberstufe an der Heidenmauer nach wie vor für die beste Lösung: „Hätte man die Kosten vermeiden wollen, hätte man 2009 mit offenen Karten spielen müssen.“ CDU-Kollege Rolf Ebbeke ergänzte: „Man darf der Realschule nicht das Gefühl geben, dass sie der Verlierer ist.“ Auch die FDP-Fraktion blieb konsequent bei ihrem Nein zum Gebäudetausch. „Lassen Sie die Kinder dort, wo sie sind“, appellierte Max Schütt an die Fraktionen.


    Einen ungeahnten Schwenk vollzog die FWG: „Was passiert, wenn wir bei unserem Beschluss bleiben?“, fragte Fraktionssprecher Wolfgang Zimmer und gab selbst eine Antwort. Dann werde der Kredit nicht genehmigt. Und: „Dann stehen wir vor einem Scherbenhaufen.“ „Wir wollen eine IGS mit einer Oberstufe an der Schule selbst, das ist auch die Auffassung der ADD“, betonte SPD-Fraktionssprecher Carsten Pörksen. Ludger Nuphaus, Sprecher der Grünen, ergänzte zu den Mehrkosten bei einer gemeinsamen Oberstufe: „Das wäre eine Belastung, die ist nicht vertretbar, zumal wir ausreichend Schulraum haben.“ bed

     

    Weiterer Bericht zum Kreistag folgt

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