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  • Kreis Bad KreuznachKreisbauausschuss: Fraktionen sollen erneut über Sanierung der Altgebäude an Baumgartenstraße beraten

    Zurück in die Fraktionen – und damit auf die lange Bank? Die Sanierung der beiden Kreisgebäude an der Bad Kreuznacher Baumgartenstraße 46 bis 48 ist notwendig, verzögert sich aber.

    Die beiden alten Backsteinbauten an der Bad Kreuznacher Baumgartenstraße 46 bis 48 gehören dem Kreis, der sie sanieren muss, wenn sie erhalten bleiben sollen. Links: der Hauptbau der Kreisverwaltung.
    Die beiden alten Backsteinbauten an der Bad Kreuznacher Baumgartenstraße 46 bis 48 gehören dem Kreis, der sie sanieren muss, wenn sie erhalten bleiben sollen. Links: der Hauptbau der Kreisverwaltung.

    Von unserem Redakteur Stefan Munzlinger

    Grund: Im Kreisbauausschuss, der gestern Nachmittag in der Mensa der Crucenia-Realschule plus tagte, legten Hans Bergs und Christoph Liesenfeld vom Bauamt weitere Zahlen und ein aktualisiertes Sanierungskonzept für die unter Denkmalschutz stehenden Altbauten vor.

    Rund 1,5 Millionen Euro – enthalten ist ein Sicherheitspolster von 95 000 Euro – wird die Rettung des Komplexes, in dem momentan Kreisbildstelle und Kreismedienzentrum untergebracht sind, nach heutiger Schätzung bis 2018 kosten. Ein Aufzug wird eingebaut, der durchbricht jedoch nur zur Hälfte das Gebäude, also völlig anders als etwa beim städtischen Casinogebäude am Brückes. Man werde keine Maßnahmen realisieren, die den Kostenrahmen sprengen, sicherte Amtschef Hans Bergs zu.

    Auf den Ausbau des weitgehend ungenutzten Dachgeschosses samt Sitzungszimmer wird aus Kostengründen verzichtet. Zurzeit wird die Tragfähigkeit des Daches mit 200 Kilo pro Quadratmeter angegeben. Würde das oberste Geschoss ausgebaut, müsste dieser Wert bei 500 Kilo liegen. Zu aufwendig, wie die beiden Baufachleute dem Ausschuss erklärten.

    Sie fühlten sich mit dieser Gesamtkostenschätzung bestätigt, meinte Christoph Liesenfeld. Landrat Franz-Josef Diel, Bauamtschef Bergs und Liesenfeld betonten die Rolle des Kreises als Untere Denkmalpflegebehörde, die ihre eigenen Gebäude nicht verfallen lassen dürfe. Dennoch: Der Ausschuss, so Hans Bergs, habe zwei Optionen: die Sanierung anzugehen oder sie zu verschieben. Unterhaltungskosten entstünden trotzdem, auch wenn man jetzt verschiebe, gab Landrat Diel zu bedenken. Und er ergänzte: „Gern hätte ich die Sanierung in meiner Amtszeit abgeschlossen.“ Diel plädierte für die rasche Sanierung, um neue Büros zu schaffen, damit man die Kreisverwaltung zusammenhalte und sie nicht weiter über die ganze Stadt verstreue. Zu Beginn seiner Amtszeit hatte der Kreis 472 Mitarbeiter, heute seien es mit neuen Aufgaben wie der Trägerschaft von 24 Schulen knapp 600. Und die bräuchten Arbeitsplätze, die im benachbarten Kreishauptverwaltungsbau rar seien. An der Baumgartenstraße, so Christoph Liesenfeld, entstünden durch die Sanierung 35 neue Arbeitsplätze.

    Die 1987 eingebauten Kunststofffenster passten zwar nicht unbedingt zum Gesamtgebäude, seien aber voll funktionsfähig. Der Denkmalschutz habe keine Handhabe zu fordern, diese Fenster gegen optisch passende Fenster auszutauschen, machte Hans Bergs einen Sparfaktor deutlich.

    Einst sei von 1,2 Millionen Euro die Rede gewesen, jetzt lägen sie bei 1,5 Millionen Euro, erklärte Ewald Götz (Linke). „Irgendwie fühle ich mich grade hinter die Fichte geführt“, monierte er das Zahlenwerk. Wenig später kritisierte er die Ausschreibungspraxis des Kreises: Es werde zur Unzeit ausgeschrieben und dann wundere man sich über zu teure Angebote.

    Man verzichte auf mehrere Gewerke wie den Dachausbau und lande am Ende trotzdem bei 300.000 Euro Mehrkosten. Das verstehe wer will, hieß es in der Ausschusssitzung außerdem.

    Man könne Bauarbeiten erst ausschreiben, wenn der jeweilige Haushalt genehmigt sei, stellte Christoph Liesenfeld fest. Schreibe man im Winter und damit vor der Genehmigung eines neuen Kreishaushaltes aus, verzögere sich ein Projekt um ein Jahr, legte der Landrat unterstützend nach.

    Michael Schaller und Gernot Bach (beide SPD) schlugen vor, das Thema erneut in den Fraktionen zu beraten – mit Hans Bergs und Christoph Liesenfeld. Ab Juli sollen diese Beratungen anlaufen.

    Zuvor hatte Volker Schöffling (SPD) nach der verwaisten und im Internet zum Verkauf stehenden einstigen Bad Kreuznacher VG-Verwaltung an der Rheingrafenstraße gefragt. Hier war der Bockenauer 21 Jahre lang als Verwaltungsmitarbeiter tätig, zuletzt als Büroleiter: „Ist das Gebäude nichts für den Kreis?“ Darauf antwortete der Landrat mit einer Gegenfrage: „Waren Sie in jüngster Zeit mal in dem Gebäude?“ Und er ergänzte zum geforderten Kaufpreis: „Das ist zu teuer für uns.“

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