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  • Kandidaten im Porträt: Volker Kohrs (Grüne)

    Bad Sobernheim. Hitziger Parteikopf, ideologischer Phrasendrescher, spaltender Einpeitscher? Nichts von alledem ist Volker Kohrs.

    Tritt für die Grünen in Landtagswahlkreis 18 an: Volker Kohrs (50).
    Tritt für die Grünen in Landtagswahlkreis 18 an: Volker Kohrs (50).

    Von unserem Redakteur Stefan Munzlinger

    Der 50-jährige Wetterfachmann, der seit 1997 auf dem Flugplatz Hahn arbeitet, tritt in Wahlkreis 18 für ein Landtagsmandat an. Zum zweiten Mal nach 2011. Er macht sich keine Illusionen, weiß genau: Es wird knapp am 13. März, aber nichts ist unmöglich.

    Was den fünffachen Vater einer Patchwork-Familie, die im Sobernheimer Leinenborn wohnt, antreibt? „Ich will nachhaltige Themen voranbringen“, sagt er. Nicht als Politiker im klassischen Sinne sieht er sich, eher als bodenständigen Bürger seiner Heimat, dem Naheland. Seit 2009 gehört er den Grünen an, hat als Triathlet beim TV 1867 Sobernheim gelernt, durchzuhalten. Dem Schichtdienst fiel schon vor 20 Jahren der Fußball zum Opfer, heute läuft er und trainiert die Fußballkinder des TV; darunter viele aus sozialschwachen Familien, für die sein Herz schlägt.

    Im Sobernheimer Stadtrat und Liegenschaftsausschuss hat er seit 2011 seine ersten kommunalpolitischen Erfahrungen gesammelt, sich an Zweitem Beigeordneten und Parteifreund Uli Schug orientiert. Von ihm, seiner ruhigen, zurückhaltenden Art hat er viel gelernt. „Mit Menschenverstand, mit Bauchgefühl“ setzt sich Kohrs ein, wenn es darum geht, das Zusammenleben in seiner Stadt zu organisieren, besser: es mitzugestalten.

    Als Infrastrukturdezernent (Sportstätten, Hallen, Kaisersaal, Naherholungsgebiet Ost, Friedhof, Straßen, Grünanlagen) hat er auch die Themen Tourismus und Soziales. Damit ist er so nah bei den Menschen, näher geht's nicht. Was er sich von ihnen wünscht, ist ein Mehr an guten, an frischen Ideen.

    Auch wenn es einmal kontrovers zur Sache geht: Der Grünen-Kandidat bleibt „unaufgeregt“, kann durchaus nachdrücklich argumentieren. Es gilt: „Ordentlich sein zu den Menschen, so wie man auch selbst behandelt werden will.“

    Die Kommunalpolitik ist heute vor allem von finanziellen Engpässen bestimmt, doch das fehlende Geld kann gute Ideen zutage fördern, gar forcieren. „Ein wenig Spielraum habe ich schon“, sagt Volker Kohrs, „sonst hätte ich längst das Handtuch geworfen.“

    Nein, so zeit- und arbeitsintensiv hätte er sich den Job als ehrenamtlicher Erster Stadtbeigeordneter nicht vorgestellt. Man könnte ihn auch hauptamtlich ausüben, weil sich während eines Diskussionsprozesses immer wieder neue Gedanken herauskristallisierten.

    Der Oeffentliche fragt Volker Kohrs: 100 Taler zusätzlich - wofür?

    Ständig lernt er dazu. Beispiel: die Jagdgenossenschaft. „Mittlerweile bin ich fast schon Experte in Ackerbau und Viehhaltung“, sagt er schmunzelnd und verdeutlicht, wie intensiv ein Beigeordneter in die Themen einbezogen wird. Bis zu 30 Arbeitsstunden sind es pro Woche, 300 Euro Aufwandsentschädigung netto kriegt er dafür im Monat. Sich zu engagieren, um das Leben in seiner Stadt für alle attraktiv zu machen, ist Kern seines Einsatzes.

    Als Kandidat der Grünen will er auch eines: seine Netzwerke für die kommunale Arbeit ausbauen. Wahlkampfauftritte, Promi-Besuche – das hat er weitgehend heruntergefahren, weil es nicht das ist, was die Leute von ihm erwarten, weil es nicht das ist, was er sagen will. Sicher, auch er hat Plakate mit seinem Konterfei aufgehängt, geklebt, aber: Seine Inhalte stehen an erster Stelle. Energiewende, Naturschutz, Bildung, Integration. Eine Programmatik, die er vor allem im ständigen Austausch mit seiner Frau Petra (46), seit Jahren Leiterin der Schwerpunkt-Grundschule Inklusion in Monzingen und Grünen-Verbandsgemeinderatsfrau, verfeinert und weiter spezialisiert.

     

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