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  • Julia Peitz will die Naheweinkrone: Zu Hause zwischen zwei Betrieben

    Guldental. Julia Peitz? - der Nachname kommt einem bekannt vor - ganz besonders, wenn man an die Naheweinkrone denkt. Die trägt nämlich momentan ihre Großcousine Clarissa Peitz, und vielleicht wird das Schmuckstück bei der Wahl zur 55. Naheweinkönigin am 5. November ja einfach innerhalb der Familie weitergereicht.

    Von unserer Reporterin Désirée Thorn

    Guldental ist ihre neue Heimat: Julia Peitz lebt und arbeitet im Weingut ihres Partners Frederic Kruger.
    Guldental ist ihre neue Heimat: Julia Peitz lebt und arbeitet im Weingut ihres Partners Frederic Kruger.
    Foto: Désirée Thorn

    Dann tritt Julia Peitz als Kandidatin für das Guldentaler Weingut Zehnthof an - das Weingut ihres Partners Frederic Kruger. Die Winzertochter hatte die Wahl: Vater und Bruder führen den Familienbetrieb Schmitt-Peitz in ihrer Heimat Wallhausen. Seit fast drei Jahren ist die 22-Jährige jetzt aber schon in Guldental eingespannt, unterstützt ihren Freund im Keller und im Vertrieb - und zwar mit ziemlich viel Know-how.

     

    Ihr Bachelorstudium in Weinbau und Oenologie schloss sie mit der Note 1,9 ab, für ihre Masterarbeit beschäftigt sie sich gerade mit unterschiedlichen Kohlensäuregehalten im Wein, und einen Doktortitel könnte sie sich auch noch ganz gut vor ihrem Namen vorstellen. Ihren Konkurrentinnen fühlt sich Julia deswegen trotzdem nicht überlegen: "Manchmal habe ich das Gefühl, ich bin der Fachidiot. Dass ich so tief in der Materie drin bin, kann auch manchmal alles komplizierter machen."

    Anpacken kann sie aber auch: Gerade jetzt im Herbst tauscht sie den Schreibtisch gegen den Traktor - und manchmal sogar gegen den riesigen Vollernter: "Ich durfte in diesem Jahr zum ersten Mal die Lesemaschine fahren. So langsam merkt mein Freund, dass ich das alles kann", sagt sie und lacht.

    Zu ihren Erfahrungen im Keller hat ihr Praktikumsbetrieb eine Menge beigetragen, der sie im letzten Jahr einfach ins kalte Wasser geworfen hat. "Am vierten Tag hieß es: Hier hast du Telefon und Schlüssel. Wir sind dann mal weg", erzählt Julia. Alle Moste des 2015er Jahrgangs gingen durch ihre Hände, alle Behandlungen wurden von ihr durchgeführt, die Gärung kontrolliert, der Wein filtriert. Auf das Ergebnis ist sie unendlich stolz.

    Andere Betriebe kennenzulernen und von deren Abläufen zu hören, ist Julia wichtig: "Man behält einen sehr offenen Blick." Von Betriebsgeheimnissen ist unter den Nachwuchswinzern nur selten die Rede: "Unsere Generation tauscht sich aus, und davon profitieren alle", meint die Kandidatin. Bis zu 100 Flaschen fremden Wein findet man immer in der Wohnung des jungen Paares. Beraten wird sich aber auch unter den erfahrenen Winzern: "Bei der Jungweinprobe in Guldental wird gemeinsam verkostet, und man gibt sich gegenseitig Tipps. Das ist wahnsinnig hilfreich, wenn man sich nicht sicher ist, ob man dem Jungwein noch etwas zusetzen soll."

    Im heimischen Weinlager wird sie jetzt wohl noch etwas Platz schaffen müssen, denn das Amt als Weinmajestät bietet ihr bald noch mehr Gelegenheiten zum Austausch. Aber was hat sie sonst noch zu ihrer Bewerbung bewegt?

    "Ich sträube mich zwar gegen den Begriff, aber natürlich ist so ein Amt auch ein gutes Werbeinstrument, und allein die Kontakte, die man während der Amtszeit knüpfen kann, sind eine Menge wert." Außerdem ist für Julia genau jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen: "Ich bin noch nicht komplett im Berufsleben drin, mein Studium kann ich mir selbstständig einteilen, und für den Betrieb gibt es auch keine große Umstellung." Da sind natürlich aber auch noch weniger rationale Gründe: "Das Krönchen hat gereizt", sagt sie schmunzelnd. Das hat sie ja schon mal sicher, bleibt nur noch abzuwarten welches Krönchen Julia ab dem 5. November tragen wird.

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    Kolumnen von

    Gerhard Engbarth

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