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    Kirn"Ich bin dabei" wirkt: Initiative als wichtiger Baustein für vernetztes Ehrenamt

    Nicht nur dabei, sondern mittendrin sind Stadt und Verbandsgemeinde Kirn-Land bei der Ehrenamtsinitiative "Ich bin dabei", für die Ministerpräsidentin Malu Dreyer nach drei Jahren eine außergewöhnliche Bilanz zog.

    Minsiterpräsidentin Malu Dreyer zog Bilanz der Ehrenamtsinititiative. Bürgermeister Kilian (links) und Ehrenamtsbeauftragter Nacke referierten.
    Minsiterpräsidentin Malu Dreyer zog Bilanz der Ehrenamtsinititiative. Bürgermeister Kilian (links) und Ehrenamtsbeauftragter Nacke referierten.
    Foto: staatskanzlei

    Kirn. Nicht nur dabei, sondern mittendrin sind Stadt und Verbandsgemeinde Kirn-Land bei der Ehrenamtsinitiative "Ich bin dabei", für die Ministerpräsidentin Malu Dreyer nach drei Jahren eine außergewöhnliche Bilanz zog.

    Bürgermeister Martin saß neben den Vertretern von Andernach und Boppard mit auf dem Podium, um das Projekt auch aus Kirner Sicht zu bewerten. Die Stadt nimmt an der dritten Staffel der Initiative teil (wir berichteten ausführlich) und sieht über den im März endenden Förderzeitraum hinaus gute Möglichkeiten für nachhaltige Ehrenamtsarbeit.

    Martin Kilian sieht in dem Projekt einen wichtigen Baustein für ehrenamtliches Engagement. Die spannende Frage sei: Wie schaffe ich es, Menschen zu begeistern? Einwohnerversammlungen und Aufrufe wirkten doch sehr amtlich und könnten allenfalls in überschaubaren dörflichen Strukturen mit Mitmachen aktivieren. In Städten seien sie eher ungeeignet, ehrenamtliches Interesse zu wecken.

    Kirn habe sich Anfang Februar 2015 beworben und heute sei festzustellen: "Die Initiative ist eine Erfolgsgeschichte geworden. In wenigen Monaten sind in Kirn elf Projektgruppen mit über 70 Gruppenteilnehmern entstanden, die das kulturelle und soziale Leben in der Stadt und den beiden Stadtteilen maßgeblich bereichern." Schon der Titel "Ich bin dabei" spreche Menschen an.

    Außerdem schätzten die Bürger auch, dass die Ministerpräsidentin an der Spitze der Bewegung steht. Dem Ehrenamtsbeauftragtem Bernhard Nacke sei es auch gelungen, die unterschiedlichen Vorstellungen der Kirner Bürger zu strukturieren und die Arbeit in Gang zu bringen. Mit regelmäßigen Projektwerkstätten vor Ort sei eine gute Vernetzung entstanden, das Miteinander über die Themengrenzen hinweg wirklich beispielhaft.

    Kilian: "Ich besuche regelmäßig die Projektwerkstätten und nehme wahr: Man trifft sich gerne, tauscht sich aus, setzt neue Ziele bei Kaffee und Kuchen. Die landesweite Vernetzung der Moderatorenteams ist aus meiner Sicht eine ganz wichtige Ideenbörse, von der alle Kommunen profitieren."

    Kilian nannte neben den Erfolgsrezepten Öffentlichkeitsarbeit, Moderation, Verletzung und Eigenverantwortung beispielhaft auch drei Gruppen, die besonders gut funktionieren:

    • Der Sulzbacher Treff mit seinen Angeboten, die den ganzen Ortsteil mit einbeziehen. Da ging es um Rückenschule, ein Naheuferprojekt, Selbstständigkeit bis ins Hohe Alter oder ein buntes Altweiberfastnachtsprogramm von Sulzbachern für Sulzbacher.
    • Auch die Projektgruppe Kirner Stadtgeschichte macht von sich reden. Sie erstellt aus historischem Material (zumeist von Dieter Dreyer gefilmt) zeithistorisches Dokumentationen der Stadt Kirn und des Kirner Raumes. Als Grundlage dienen 3500 Super-8-Filme auf 260 DVDs.
    • Beispielhaft sei auch die Projektgruppe Gerbhaus, die die Sanierung des letzten in Kirn noch vorhandenen Gerbhauses betreiben und einer nachhaltigen Nutzung zum Beispiel als Reparaturcafé zuführen wollen.

    Die Ministerpräsidentin selbst zog eine positive Bilanz: Über 1600 Menschen in 156 Projektgruppen haben mitgemacht, 16 Kommunen sind dabei. Kirn-Land sogar schon zum zweiten Mal. Die Initiative soll weitergeführt und vertieft werden, indem die Netzwerkbildung systematisch über die kommunalen Grenzen hinweg weiterentwickelt wird. Man werde diesen deutschlandweit erstmals erprobten Ansatz mit Wissenschaftlern und Experten aus anderen Bundesländern reflektieren, kündigt die Ministerpräsidentin an. Armin Seibert

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