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    Bad KreuznachHandel ist mit Parkregelung nicht glücklich

    Der Aufschrei darüber, dass erstmals Parkgebühren bei einem verkaufsoffenen Sonntag erhoben wurden, blieb beim gestrigen Frühlingssonntag aus. Im Gegenteil: Die Stadt war voll, wenn sich auch die Umsätze in Grenzen hielten.

    Von unserem Mitarbeiter Josef Nürnberg

     Denn nur die wenigsten Besucher sah man vollgepackt mit Tüten. Wobei Pro-City-Vorsitzende Carola Seelig von einem guten Tag sprach - auch wenn viele Besucher am Sonntag nur bummelten und geschaut hätten. Sehr gute Geschäfte hätte man auf jeden Fall im Industriegebiet gemacht. Seelig: "Es war auf jeden Fall eine Werbung für die Einkaufstadt Bad Kreuznach."

    Nicht wenige waren gespannt, wie der erste verkaufsoffene Sonntag angenommen wurde, an dem Parkgebühren erhoben wurden. Wirtschaftsdezernent Udo Bausch machte dann auch während des Pressegesprächs mittags in der Sparkasse Rhein-Nahe deutlich, dass Handel und Tourismus mit der Parkregelung nicht glücklich sind. Oberbürgermeisterin Heike Kaster-Meurer erinnerte daran, dass für das Wachstum in Bad Kreuznach die weichen Faktoren wie Kindergärten oder Schwimmbäder wichtige Faktoren seien, um zu wachsen. "Nun kostet der Unterhalt dieser Faktoren nun einmal Geld, sodass die Stadt Einnahmen generieren muss", erklärte sie.

    Bei milden Frühlingstemperaturen mundete der Wein umso besser.
    Bei milden Frühlingstemperaturen mundete der Wein umso besser.
    Foto: Josef Nürnberg

    Es war aber immer klar, dass die Regelung nicht in Stein gemeißelt sei und es möglich ist "nachzujustieren", so die OB. Gelegenheit dazu besteht schon in der kommenden Woche, wenn der Aufsichtsrat der Gesellschaft für Beteiligungen und Parken tagt. Ein wenig verärgert war Edmund Ackermann aus Altenbamberg: "Wer zahlt schon gern." Felix Grabowski aus Hamburg meinte: "Ich fühle mich abgezockt." Eva Jacobs aus Simmern nahm dagegen die Parkgebühr gern in Kauf. "Ich muss nicht weit gehen und habe einen bewachten Parkplatz für mein Auto."

    Wenig Verständnis zeigte man seitens Pro City für die Kritik der Kreuznacher Allianz für den freien Sonntag. Pro-City-Geschäftsführer Michael Pohl erinnerte daran, dass wegen des Seelsorgermangels teilweise über Wochen hin "Weißer Sonntag" gefeiert werde. Dann könnte man vorerst gar nicht öffnen. Zudem führte er Bayern ins Feld, wo gestern auch verkaufsoffene Sonntage stattfanden. Pohl: "Egal, welchen Termin wir nähmen, die Kirchen und Gewerkschaften wollen überhaupt keinen verkaufsoffenen Sonntag." Die Oberbürgermeisterin - selbst Katholikin - meinte, dass zu diesem Thema alles gesagt sei. Wobei sie im Laufe des Pressegespräches durchblicken ließ, dass die Einkaufsstadt Bad Kreuznach verkaufsoffene Sonntage braucht.

    Längst ist die Bad Kreuznacher Allianz für den freien Sonntag fester Bestandteil verkaufsoffener Sonntage in Bad Kreuznach.
    Längst ist die Bad Kreuznacher Allianz für den freien Sonntag fester Bestandteil verkaufsoffener Sonntage in Bad Kreuznach.
    Foto: Josef Nürnberg

    Das sah man bei der Allianz anders, die in der Fußgängerzone gegen die Ladenöffnung an Sonntagen warb, während gleichzeitig die Kirchenglocken für die Sonntagskultur mahnten. Manfred Thesing, Sprecher der Landesallianz, kritisierte nicht nur die Öffnung, er verstand auch nicht, dass die Verantwortlichen kaum noch Rücksicht auf christliche Feste nähmen. "Hierauf hat Pro City mit dem verkaufsoffenen Sonntag im Advent als auch jetzt keine Rücksicht genommen", so Thesing. Bei der Allianz setzt man auf Justitia und hofft, dass die Richter bald verkaufsoffenen Sonntagen in Rheinland-Pfalz den Garaus machen.

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