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    Gerüchte um Wilbert sorgen für Unruhe

    Kreis Bad Kreuznach - Die Lage spitzt sich zu, die Nachrichten überschlagen sich. Und die Mitarbeiter der in der Insolvenz steckenden Wilbert-Gruppe (Waldlaubersheim/Stromberg) reagieren beunruhigt.

    Auf dem Wilbertgelände in Waldlaubersheim lagern die Teile für das Krangeschäft. Wie's weitergeht, ist derzeit völlig offen.
    Auf dem Wilbertgelände in Waldlaubersheim lagern die Teile für das Krangeschäft. Wie's weitergeht, ist derzeit völlig offen.
    Foto: Rainer Gräff

    Von unserem Redaktionsleiter Gustl Stumpf

    Beunruhigt durch die Entwicklung, die sie mit ihrer Demonstration vor zwei Tagen auf dem Bad Kreuznacher Kornmarkt noch so positiv beeinflussen wollten. Sie sehen sich über Nacht mit Behauptungen, Vorwürfen und Gerüchten konfrontiert, die ihren Arbeitgeber ins Dunstfeld von Betrügern rücken. Delikat: 16 Kräne sollen allein in der Olympiastadt Sotschi verschwunden sein.

    Während der Insolvenzverwalter Martin Lambrecht (Düsseldorf) mit zwei Investoren verhandelt, dem Vernehmen nach einer aus China, einer aus dem Saarland, und die Gläubiger um eine Lösung ringen, läuft das Unternehmen Gefahr, ins Zwielicht zu geraten.

    Drahtzieher im Hintergrund ist Mario Hoffie aus Eilenburg bei Leipzig. Seine Auftraggeber sind Leasinggesellschaften und Banken. Hoffie tritt in Aktion, wenn es darum geht, scheinbar verloren gegangenes Kapital in Form von Ware oder Maschinen wiederzubeschaffen. Mit detektivischem Spürsinn will Hoffie nun auch bei diversen Wilbert-Geschäften fündig geworden sein. Dabei soll es nicht immer mit rechten Dingen zugegangen sein, wie er selbst im Gespräch mit dem "Oeffentlichen" bekräftigt. Unter anderem ist von dubiosen Finanztransaktionen zwischen Wilbert und der Firma Cemit mit Sitz in Mandel die Rede. Geschäftsführer Franz-Rudolf Wilbert bestätigt die Geschäfte mit der Firma Cemit, die schon länger als 15 Jahre existiere und von der Wilbert-Angestellten Stefanie Koob geleitet wird. Die 55-Jährige selbst ist entsetzt über die Anschuldigungen und erklärt gegenüber dem "Oeffentlichen", das Cemit ab und an aus Wettbewerbsgründen aktiv wurde, Kräne kaufte und verkaufte, alles aber ganz legal und belegbar über die Bühne ging.

    Dem Vorwurf, dass sicherheitsübereignete Kräne verschwunden sind, einige in Sotschi, tritt Geschäftsführer Franz-Rudolf Wilbert entschieden entgegen. "Ja, 13 Kräne sind per Kaufoption tatsächlich nach Sotschi geliefert worden", bestätigt er und fügt hinzu: "Mit Wissen der Banken." Insgesamt sollen es später sogar 16 Kräne gewesen sein. Wilbert versichert jedoch: "Die Kräne sind nicht weg. Wir kommen im Moment nur nicht dran."

    Eigene Versuche, sie ausfindig zu machen, sind offensichtlich gescheitert. Sotschi sei zurzeit ein Hochsicherheitstrakt, man müsse um Leib und Leben fürchten, so Wilbert. In welche Richtung das Pendel generell schlägt, dazu will er sich nicht äußern. Nur soviel: "Es gibt viele Ansätze, die Firma zu sanieren. Zuversichtlich stimmt Wilbert die Kunde der möglichen Investoren, die beide weiterhin auf ihn in der Geschäftsführung setzen wollten. Das letzte Wort hat nun die Gläubigerversammlung, die voraussichtlich in zwei Wochen über das Schicksal des Unternehmens entscheiden wird. Wilbert spricht von "seinem Lebenswerk". Die Mitarbeiter hoffen und bangen um ihre Arbeitsplätze. Und im Hintergrund dreht Mario Hoffie am Rad.

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