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    Bad KreuznachFreunde des Bad Kreuznacher Puppenmuseums trauern: Professor Albrecht Roser ist tot

    Professor Albrecht Roser ist tot. Der berühmte und mehrfach ausgezeichnete Puppenspieler starb nach langer Krankheit am Palmsonntag im Alter von 88 Jahren.

    Bad Kreuznach - Professor Albrecht Roser ist tot. Der berühmte und mehrfach ausgezeichnete Puppenspieler starb nach langer Krankheit am Palmsonntag im Alter von 88 Jahren.

    „So habe ich mein ganzes Leben lang versucht zu dienen, der Freude zu dienen“, steht in seiner Handschrift auf der Todesanzeige. Das ist ihm mehr als gelungen: Roser gilt längst als Legende, war einer der bedeutendsten deutschen Puppenspieler, ein Vorbild, ein Idol für viele Puppenspieler auf der ganzen Welt, ein Puppenmagier, ein Grandseigneur des Puppenspiels und ein Botschafter für die Marionettenkunst auf allen Kontinenten.

    Er tourte durch die ganze Welt, machte zahlreiche Tourneen durch Nord- und Südamerika, Asien, Australien, Nordafrika und natürlich Deutschland und Europa.

    Auch das Bad Kreuznacher Museum für Puppentheaterkultur (PuK) hat dem anerkannten Fachmann und Puppenbauer aus Leidenschaft viel zu verdanken. So gehörte der Professor dem Expertengremium an, das in einem Planungsbeirat seinerzeit das Konzept für den Umbau des Ritterguts Bangert zum Figurentheater-Museum erarbeitete. „Die Figuren müssen so frei wie möglich präsentiert werden. Jede Scheibe Glas vor Puppen ist eine zu viel“, hieß sein Credo.

    Roser selbst wurde zum Puppenspieler, als er die Spielmöglichkeiten seiner ersten Marionette Clown Gustav entdeckte. Nach und nach entstand daraus „Gustav und sein Ensemble“. Der Clown blieb seine Inspiration – 57 Jahre lang. Roser arbeitete auch viel fürs Fernsehen: Die Kinder-Kultserie „Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt“ wurde einer seiner größten Erfolge. Fast genauso legendär: seine Figur der schwäbelnden, „strickenden Oma“ aus Stuttgart. 1982 bekam Roser das Bundesverdienstkreuz verliehen, 1983 baute er die Figurentheaterschule Stuttgart an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst mit auf, lehrte dort als Professor.

    Roser besaß enge Kontakte zum Bad Kreuznacher PuK und pflegte sie. Mehrfach begeisterte er das Publikum bei Auftritten mit seinem einzigartigen Können. Sein letztes Gastspiel war vor drei Jahren. 2007 widmete das PuK ihm eine Sonderausstellung, die bis dato umfangreichste Präsentation seines Lebenswerks. Museumsleiter Markus Dorner nannte Roser damals einen „Gestalter“, der in seine Figuren „hineinhorcht“ und erinnerte sich daran, dass er mit 14 Jahren selbst einmal dem „Meister“ vorgespielt und eine „vernichtendes Urteil“ geerntet hat.

    2008 erlitt Albrecht Roser einen Schlaganfall, von dem er sich nicht mehr erholte. Die Trauerfeier findet am Samstag, 30. April, in der Kirche St. Sebastian in Remshalden-Buoch statt. Dorner und die frühere Kulturdezernentin Helga Baumann nehmen daran teil. (hg)

    Bad Kreuznach
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