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    Bad SobernheimErfolgsmodell: Kunden fragen verstärkt nach "SooNahe"-Produkten

    40 Verkaufsstellen, 200 zertifizierte Produkte, 200 Produzenten und Logo-Nutzer: Die Regionalmarke „SooNahe“, 2004 ins Leben gerufen, floriert. In Soonwald und Hunsrück und an der Nahe setzen einheimische Bauern, Bäcker, Metzger und Winzer ihre Produkte ab, sind in Zeiten, da gesunde Ernährung ein Kern-Thema ist, zunehmend gefragt.

    ans von „SooNahe“: Dr. Ulrich Wendt (links), Franziska Bauer, Ludwig Karg.
    ans von „SooNahe“: Dr. Ulrich Wendt (links), Franziska Bauer, Ludwig Karg.
    Foto: Stefan Munzlinge

    Bad Sobernheim - 40 Verkaufsstellen, 200 zertifizierte Produkte, 200 Produzenten und Logo-Nutzer: Die Regionalmarke „SooNahe“, 2004 ins Leben gerufen, floriert. In Soonwald und Hunsrück und an der Nahe setzen einheimische Bauern, Bäcker, Metzger und Winzer ihre Produkte ab, sind in Zeiten, da gesunde Ernährung ein Kern-Thema ist, zunehmend gefragt.

    Lena Isenbruck, Leiterin des Sobernheimer Rewe-Marktes, mit einer leeren Beziehungskiste. Diese Kisten kann man mit „SooNahe“-Erzeugnissen füllen. Bis zu 10 000 solcher Beziehungskisten setzt die Regionalmarke in Soonwald und Hunsrück und der Nahe ab. Tendenz steigend.
    Lena Isenbruck, Leiterin des Sobernheimer Rewe-Marktes, mit einer leeren Beziehungskiste. Diese Kisten kann man mit „SooNahe“-Erzeugnissen füllen. Bis zu 10 000 solcher Beziehungskisten setzt die Regionalmarke in Soonwald und Hunsrück und der Nahe ab. Tendenz steigend.
    Foto: Stefan Munzlinge

    Wie kann man die Marke weiterentwickeln, sie noch bekannter machen? Braucht es eine eigene GmbH, müssen Hauptamtliche her? Oder soll alles weiter auf den Schultern der Ehrenamtlichen um Dr. Rainer Lauf (Sobernheim) ruhen? Gibt es schon bald eine Energieversorgungssparte „SooNahe“, nachdem erste Gespräche mit einigen Stadtwerken geführt wurden?

    Das sind nur einige wenige, wenn auch entscheidende Fragen, mit denen sich das Münchner Institut „B.A.U.M.“ seit Wochen im „SooNahe“-Auftrag befasst.

    Diese Gruppe berät seit 1992 „anbieter- und herstellerunabhängig Unternehmen und die öffentliche Hand bei der Optimierung ihrer Prozesse und Produkte“. Ziele: Kosten senken, ökologisch vorbildlicher und sozial ausgewogener arbeiten, um dadurch das Image einer Marke zu stärken.

    Für „B.A.U.M.“-Geschäftsführer Ludwig Karg steht nach zahlreichen Gesprächen mit „SooNahe“-Produzenten und Kunden fest: In Deutschland gibt es momentan zwischen 300 und 400 Regionalmarken. „SooNahe“ gehört zu den Top-Ten, weil ihr Ansatz und Konzept stark mit den Menschen vor Ort verwurzelt sind.

    Auch wenn nicht alle Bürger kontinuierlich „SooNahe“-Produkte kauften, die Marke habe einen erstaunlichen Bekanntheitsgrad und genieße eine große Akzeptanz. Damit hat „SooNahe“ längst erreicht, was andere Unternehmen und Marken mit einem massiven Geldeinsatz und riesigen Werbekampagnen über Jahre hinweg zu erreichen suchten.

    Wie kann es gelingen, sie fortzuentwickeln, ohne die Werte und Grundlagen der Marke zu verraten? Die Produktion steigern, um Kundenwünsche zu befriedigen oder lieber saisonal übliche Engpässe in Kauf nehmen, weil es die meisten Erzeugnisse der Landwirtschaft nunmal nur in bestimmten Jahreszeiten gibt? Das ganze Jahr Erdbeeren mit „SooNahe“-Logo verkaufen? Das werde es auch künftig nicht geben, sagt Ludwig Karg. Dann nämlich mache sich eine Marke gemein mit den Massenherstellern und verliere ihre Authentizität. Mit dem „SooNahe“-Logo verbänden heute viele Verbraucher „ein Bio-Produkt, weil es aus der Region kommt“. Wenn nur noch das Logo auf den Verpackungen prange, man aber die Produkte von irgendwoher beziehe, werde „SooNahe“ beliebig.

    So viele Aspekte, so viele Fragen, die B.A.U.M. in den nächsten Wochen in unterschiedlichen Runden weiter zur Diskussion stellen werde. Im Gespräch mit Medien-Multiplikatoren deutet Ludwig Karg die Fülle der Themenfelder an, die bis in die Details reichen. Dazu gehört auch die Produktpräsentation in den Verkaufsstellen. Das sind Hofläden und Geschäfte wie die „Schatzkammer“ am Sobernheimer Marktplatz, aber auch 15 Großmärkte; darunter der Sobernheimer Rewe-Markt. „Die ,SooNahe'-Produkte gehen sehr gut“, sagt Marktleiterin Lena Isenbruck (28), gebürtige Idar-Obersteinerin, die in Kirn wohnt. Seit April 2010 und damit von der Eröffnung an leitet sie den Markt mit 35 Mitarbeitern. Mehr und mehr Kunden fragten nach „SooNahe“-Produkten. Gern habe man sich vor Jahren entschieden, die regionalen Erzeugnisse ins Sortiment aufzunehmen und dafür Präsentationsmöbel bereitgestellt: Weinkisten, die mit einem naturfarbenen Leinen umhüllt sind. Das passt perfekt.

    An fünf Ständen und in zwei Truhen können Rewe-Kunden Nudel-, Back- und Wurstwaren und daneben Weine mehrerer Winzer kaufen. Der Absatz ist gut, „wir bestellen Woche für Woche frische Ware“, freut sich Lena Isenbruck über das große Kundeninteresse.

    Die Produkte im Markt zu verteilen, sie also nicht mehr zentral an einer Stelle zu offerieren, hält sie für falsch, weil die Kunden sie gerade nur an einer konzentrierten Stelle suchten. Was die junge Marktleiterin ebenfalls gerne betont: „Wir sind immer offen für eine ,SooNahe'-Sortimenterweiterung.“ (mz)

    Bad Kreuznach
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