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    Bad SobernheimEin Modell für den Kreis: das Sobernheimer Immigranten-Café

    Das Sobernheimer „Café für Flüchtlinge, Immigranten und Einheimische“ soll ein Modell für den gesamten Kreis werden.

    4000 Euro übergaben Landrat Franz-Josef Diel und Peter Scholten, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Rhein-Nahe, gestern Nachmittag ans Sobernheimer „Flüchtlings-Immigranten-Einheimischen-Café“.
    4000 Euro übergaben Landrat Franz-Josef Diel und Peter Scholten, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Rhein-Nahe, gestern Nachmittag ans Sobernheimer „Flüchtlings-Immigranten-Einheimischen-Café“.
    Foto: Stefan Munzlinger

    Das betonten Landrat Franz-Josef Diel und Integrationsbeauftragte Gerlinde Huppert-Pilarski gestern in der alten Sobernheimer Grundschule. Einmal im Monat, immer am letzten Mittwoch, 15 Uhr, kommen in der Begegnungsstätte der Arbeiterwohlfahrt die Leute aus Krisen- und Kriegsländern mit Sobernheimern und Menschen aus den Dörfern zusammen. Etwas mehr als 100 Menschen leben derzeit in Stadt und VG Bad Sobernheim. Die Kreisspitze war neben Landrat Franz-Josef Diel und der Ausländerbeauftragten auch durch Beigeordneten Peter Michel (FWG, Abtweiler) vertreten. Für die Sobernheimer Stadtspitze kam neben Volker Kohrs und Alois Bruckmeier Jörg Maschtowski ins Café.

    Spende: 4000 Euro brachte der Landrat für das Café mit: „Setzen Sie sie für die gute Sache ein“, gab er den Café-Initiatoren mit auf den Weg und ließ ihnen freie Hand: Volker Kohrs und Alois Bruckmeier sowie Mohammad Khademi, ein Exil-Iraner, der mit seiner deutschen Frau seit Jahren in Sobernheim lebt. Aleksander Kuzmanovski, Ansprechpartner und selbst Flüchtling, übersetzte die kurzen Ansprachen von Kohrs' und Diels.

    Stiftung: Das Geld stammt von der neuen Stiftung „Kultur und Soziales“, die der Kreis und die Sparkasse Rhein-Nahe aus der Taufe hoben und die momentan einen Kapitalstock von rund 200 000 Euro aufweist. Acht regionale Unternehmen beteiligen sich regelmäßig, weitere sollen folgen. Nicht einmalige Spenden, sondern ein langfristiges Engagement wünscht sich Diel von den Firmen, wenngleich er wisse, betonte er, dass die Unternehmen heutzutage ständig von vielen Seiten um finanzielle Unterstützung gebeten würden. Umso dankbarer ist er den Firmen, die schon jetzt mitmachen und damit die Sache der Flüchtlinge und Immigranten unterstützen.

    Kulturloge: Projekt zwei, dem die Stiftung 2015 hilft, ist die Kirner Kulturloge - sie ermöglicht Kindern und Jugendlichen die Teilhabe an allerlei Veranstaltungen, Konzerten, Kino-Besuchen in Bad Kreuznach und mehr. Der Kreis der Nutznießer soll nicht auf Kirn beschränkt sein; auch Kinder aus Bad Sobernheim haben schon mitmachen dürfen.

    Flüchtlingsstrom: 2014 kamen 40 Flüchtlinge in den Kreis Bad Kreuznach, 2015 werden es mehr als 600 sein, sagten der Landrat und die Ausländerbeauftragte; zahlreiche Menschen trafen um die Jahreswende aus den ehemaligen jugoslawischen Ländern in Deutschland ein. Nur wenige Asylbewerber seien Wirtschaftsflüchtlinge, fügte Peter Scholten, Vorstandschef der Sparkasse Rhein-Nahe, gestern in Sobernheim hinzu. Die Immigranten seien teils hervorragend ausgebildet, fehlten in ihren Heimatländern, wie alle betonten.

    Spendengut: Volker Kohrs und Alois Bruckmeier informierten, dass sich das Lager im Keller der Grundschule schon gut gefüllt habe; es gebe Haushaltsgegenstände wie Porzellan, Töpfe und Kleingeräte, aber auch Frauenkleider seien reichlich vorhanden. An was es fehle, seien Kinder- und Männerschuhe und Baby- und Kinderkleider. Mittwochs und freitags ist das Lager ab 14.30 Uhr geöffnet; Mohammad und Ingeborg Khademi und Alois Bruckmeier, der den Raum mittlerweile teils mit Holz verkleidet hat, nehmen das Spendengut dann entgegen.

    Wohnungssituation: Langsam werde der Wohnraum für Flüchtlinge in Stadt und Verbandsgemeinde Bad Sobernheim knapp, informierte Volker Kohrs die Kreisspitze und Peter Scholten bei der Besichtigung des Kellerlagers. Aleksander Kuzmanovski, der auch Flüchtlinge im Kreis betreut und daher vergleichen kann, betonte, die Wohnungen in Sobernheim seien „die besten im gesamten Kreisgebiet“. Darauf reagierte der Landrat, der gerade auf den Wohnraum und -situation für Flüchtlinge besonderen Wert legt, erfreut und erleichtert. Was er auf alle vermeiden will: „Containerlösungen“.

    Kirn
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