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  • Dr. Michael Kneib neuer Seelsorger der Pfarreiengemeinschaft Bad Kreuznach/Norheim mit 13 800 Katholiken

    Bad Kreuznach/Norheim. Drei Jahre Vakanz sind zu Ende. Dr. Michael Kneib ist neuer Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Bad Kreuznach/Norheim. Am Sonntag wurde er in Heilig Kreuz eingeführt.

    Superintendent Marcus Harke (links) wünschte Dr. Michael Kneib (Mitte) ales Gute für seine beginnende Seelsorgerzeit in der Pfarreiengemeinschaft Bad Kreuznach/Norheim. Rechts: Dechant Günter Hardt (Bad Sobernheim, der die Pfarrei durch drei Jahre der Vakanz führte.
    Superintendent Marcus Harke (links) wünschte Dr. Michael Kneib (Mitte) ales Gute für seine beginnende Seelsorgerzeit in der Pfarreiengemeinschaft Bad Kreuznach/Norheim. Rechts: Dechant Günter Hardt (Bad Sobernheim, der die Pfarrei durch drei Jahre der Vakanz führte.

    Von unserem Redakteur Stefan Munzlinger

    Wenn Pfarrer Michael Kneib (55) am morgigen Dienstag seinen ersten Tag als neuer Seelsorger der 13 800 Gläubige starken katholischen Pfarreiengemeinschaft Bad Kreuznach (mit Norheim, Hüffelsheim, Bad Münster, Niederhausen und Traisen) aufnimmt, geht es gleich in die Vollen. Am Abend tagen Verwaltungs- und Pfarreienrat. Es geht um den Haushalt 2016.

    Mehr als 350 Angehörige der beiden Pfarreien Heilig Kreuz Bad Kreuznach und Kreuzerhöhung-Maria Himmelfahrt Norheim nahmen am Sonntagnachmittag am Einführungsgottesdienst in der Kreuzkirche teil; dabei wurde Dechant Günter Hardt (Bad Sobernheim) aus seinem Amt als dreijährigem Vakanzverwalter/-gestalter verabschiedet. Die Freude auf den neuen Pfarrer und Dankbarkeit an Dechant Hardt klang aus den Worten der Katholiken um Tine Harmuth und Mark Dengler vom Pfarreienrat. „Endlich ist es so weit, endlich haben Sie wieder einen Pfarrer“, sagte Dechant Günter Hardt, „wenn Sie wüssten, wie sehr ich mich darüber freue.“ In den drei Jahren der Vakanz hätten die Menschen die Pfarreiengemeinschaft zusammengehalten. „Und ich freue mich noch mehr, dass der Neue den Namen Michael Kneib trägt.“ Denn dieser Name bürge für Qualität, er passe richtig gut zu Bad Kreuznach – lauter Beifall der Gemeinde.

    Nach Martin Lörsch und Ludwig Unkelbach sei Dr. Kneib der dritte Seelsorger aus dem Raum Koblenz in Heilig Kreuz. „Aus jahrelanger Erfahrung kann ich dir, lieber Michael, sagen, dass man als Koblenzer hier gut aufgehoben ist.“

    Hatten auch zur Einführung Dr. Kneibs zahlreiche Geistliche im Chorraum Platz genommen, so mahnte der Dechant die Gemeinde dennoch zu Vorsicht: „Lassen Sie sich bitte nicht täuschen. Im Bistum Trier herrscht noch immer ein dramatischer Priestermangel.“

    „Ich freue mich, dass mein neuer Weg nun beginnt“, sagte Michael Kneib. Er dankte allen Frauen und Männern, die die Pfarrei am Leben gehalten hätten, vor allem auch Dechant Günter Hardt, der das Schiff umsichtig und sehr gut auf Kurs gehalten habe. Kneib beschrieb seine Vorfreude, endlich wieder Pfarrer sein zu dürfen und hierher an die Nahe zu kommen.

    Doch es gab da etwas, was ihn „gepiekst“ habe: der Facebook-Eintrag eines Münsteraner Geistlichen, der ankündigte, eine Pause einlegen zu wollen. Nicht wegen des Zölibats oder einer Glaubenskrise, sondern weil er „keine Lust mehr auf diese ewige Erfolglosigkeit“ habe. In 30 Jahren Seelsorge habe die Zahl der Gläubigen immer weiter abgenommen. „Diese Analyse hat mich sehr beschäftigt, betonte Kneib. Die Veränderungen einer individualisierten und pluralisierten Gesellschaft machten das gewohnte kirchliche Leben immer schwerer: „Unserer alten kirchlichen Sozialisierung ist der Boden genommen.“ Zum Glauben kommen, zu einer kirchlichen Gemeinschaft gehören, so Kneib weiter, müsse ganz neu durchbuchstabiert werden. Ja, er teile diese Meinung und komme dennoch gerne und gerade deshalb nach Bad Kreuznach und Norheim. „In mir brennt noch immer das Feuer, die Botschaft verkündigen und sie mit Ihnen leben zu wollen.“

    Der Liturgie, bei der 25 Messdiener um Pastoralreferent Daniel Bidinger halfen und die die Übergabe des Ambos, des Taufbeckens und des Altars an Dr. Kneib sah, folgten die Fürbitten und nach dem Abendmahl und den Liedern des Kirchenchors um Klaus Evers der Dank von Tine Harmuth und Mark Dengler an Dechant Günter Hardt. 32 Monate habe die Vakanz gedauert, also fast 1000 Tage mit 57 Sitzungen und 400 Seiten Protokoll sowie gut 2000 Unterschriften, die er geleistet habe. Es bleibe die Erinnerung an sein ansteckendes Lachen, seine absolute Zuverlässigkeit, seine mitfühlende, strukturierte und effiziente Arbeitsweise, die auch Unbequemes nicht scheute. „Dein Tempo, ein ICE-Tempo, hat uns gefordert.“ Via moderner Technik – WhatsApp, SMS oder Mails – sei er immer erreichbar gewesen. Dienstag war Dechant-Tag. Hardt habe gestaltet, nicht nur verwaltet.

    Jetzt sei die Vakanz vorbei, die Synode zu Ende, die Sanierung seiner Sobernheimer Matthäuskirche abgeschlossen. „Was machst du jetzt mit deiner ganzen Zeit?“ fragten die beiden unter dem Lachen der Gemeinde. Und Mark Dengler wusste (scherzhaften) Rat: Er bot Hardt einen Flyer der katholischen Lebensberatung an.

    In seiner Funktion als nahezu dreijährigem Vakanzverwalter derart gelobt, hielt der Dechant kurz inne und gab das Kompliment gerne an die Menschen der Pfarreiengemeinschaft zurück: „Das war eine sehr bereichernde Zeit.“

    Empfang für den Ehrenkaplan im Hildegardiszentrum

    Dem Einführungsgottesdienst mit der Übergabe der Ernennungsurkunde von Bischof Dr. Stephan Ackermann in Heilig Kreuz folgte ein herzlicher Empfang mit acht Grußworten und einem gemeinsamen Lied im Hildegardiszentrum für Dr. Michael Kneib, der bis dato dem Führungskreis des Bistums Trier angehörte. Er fungierte als Direktor des Zentralbereichs Pastoral und Gesellschaft beim Bischöflichen Generalvikariat. 1987 in Trier zum Priester geweiht arbeitete er als Wissenschaftler in Moraltheologie an der Theologischen Fakultät Trier, wo er auch promovierte. Von 1995 bis 2004 war er Pfarrer in Auersmacher, Rilchingen-Hanweiler und Sitterswald. 2004 übernahm er die Leitung der Hauptabteilung „Pastorale Dienste“, die 2007 zum Zentralbereich „Pastoral und Gesellschaft“ wurde. Seit 2004 ist Kneib Domvikar, im Januar 2006 wurde ihm der Titel eines Päpstlichen Ehrenka-plans (Monsignore) verliehen. mz

    13 800 Katholiken freuen sich auf neuen Seelsorger
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    Bettina Tollkamp

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    Chefin v. Dienst

     

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    Kolumnen von

    Gerhard Engbarth

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