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    Bad KreuznachDem Kreuznacher Blutspendedienst fehlen die Freiwilligen

    Den Blutbanken geht der Stoff aus. Der DRK-Blutspendedienst Rheinland-Pfalz und Saarland mit Sitz im Salinental beklagt immer häufiger Engpässe in der Versorgung.

    Das DRK rief wiederholt zu einem sogenannten Blutspendemarathon auf, um die Knappheit an Spenderblut in den Griff zu bekommen.
    Das DRK rief wiederholt zu einem sogenannten Blutspendemarathon auf, um die Knappheit an Spenderblut in den Griff zu bekommen.
    Foto: Benjamin Stöß

    Von unserem Redakteur Armin Schuck

    "Leider sind die Spendenzahlen in Bad Kreuznach in den vergangenen Wochen drastisch zurückgegangen. Deshalb sind insbesondere die Menschen aufgerufen, die bisher noch nicht Blut gespendet haben.“ Daniel Beiser, Presserreferent des DRK-Blutspendedienstes, appelliert an die Hilfsbereitschaft der Bürger.

    Engpässe sind in dem Geschäft nichts Neues. Seit Jahren lässt die Bereitschaft nach, sein Blut für andere zu geben. „Besonders in den Ferien oder etwa zur Karnevalszeit wird es regelmäßig knapp“, weiß Beiser. Aber zu den Spendeterminen, die in Städten und Gemeinden des Versorgungsgebiets veranstaltet werden, kommen auch außerhalb der Ferien immer weniger Freiwillige. Die treuesten Helfer fallen überdies spätestens dann weg, wenn sie die Altersgrenze überschritten haben, die inzwischen schon auf 71 Jahre erhöht wurde. Viele Stammspender fallen auch aus Gesundheitsgründen aus und fehlen so für die Aufrechterhaltung der Blutversorgung.

    Daher hat das DRK in der Kurstadt nun ein Angebot reaktiviert, das es früher bereits einmal gab. Es gibt nun wieder die Möglichkeit, in Bad Kreuznach regelmäßig einmal wöchentlich Blut zu spenden. Jeden Dienstag von 15 bis 19 Uhr werden Freiwillige im Burgweg 5–7 zur Ader gelassen.

    Doch das allein wird das Problem nicht lösen, weiß auch Beiser. „Für die Zukunft werden dringend noch mehr freiwillige Neuspender, vor allem auch vermehrt junge Menschen benötigt, um die Blutversorgung zu gewährleisten. Aber auch unsere treuen Stammspender sind selbstverständlich weiterhin herzlich eingeladen - ohne diese wäre unser Versorgungsauftrag nicht zu erfüllen“, erläutert der Pressereferent.

    Der Bedarf ist enorm. Um die mehr als 160 Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz und dem Saarland ausreichend versorgen zu können, diesen staatlichen Auftrag hat die Blutspendezentrale, benötigt sie in beiden Bundesländern zusammen täglich zwischen 800 und 1000 neue Blutspenden.

    Spenden können alle gesunden Frauen und Männer ab 18 bis maximal 71 Jahren - mit Einschränkungen. So dürfen Risikogruppen ausgeschlossen werden, beispielsweise Diabetiker, Drogenabhängige, Prostituierte - und auch homosexuelle Männer. Letzteres hat erst am Dienstag der Europäische Gerichtshof für rechtens erklärt. Für Herstellung und Anwendung von Blutprodukten legt in Deutschland die Bundesärztekammer mit dem Paul-Ehrlich-Institut verbindliche Richtlinien fest, um die Spendenempfänger zu schützen.

    Manche Unikliniken bieten inzwischen schon Geld gegen Blutspenden an. Für das DRK ist dies keine Lösung, wie Beiser unterstreicht: „Das entspricht nicht unserem Verständnis von Blutspenden.“

    Der DRK-Blutspendedienst West hat eine kostenlose Hotline geschaltet. Unter 0800/119 4911 werden montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr alle Fragen beantwortet. Infos gibt es unter www.

    blutspendedienst-west.de

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