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    LangenlonsheimDelphi-Mitarbeiter kämpfen um ihre Jobs

    Mit einem Warnstreik machten die Delphi-Mitarbeiter Druck, um ihre Arbeitsplätze in Langenlonsheim retten zu können. Von weiteren Arbeitsniederlegungen könnten Automobilwerke wie BMW direkt betroffen sein.

    Langenlonsheim - Die Beschäftigten des Automobilzulieferers Delphi Mechatronics am Standort Langenlonsheim kämpfen gegen die angekündigte Betriebsschließung und den drohenden Verlust ihrer Arbeitsplätze.

    Am Montag verließen rund 250 Mitarbeiter der Frühschicht das Werk und legten mit einem Warnstreik die Produktion lahm. Vor dem blockierten Tor trafen sich die Streikenden mit Solidaritätsdelegationen der Michelin-Beschäftigten, der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie, von Verdi und Betriebsratsmitgliedern der südpfälzischen Firma Harman/Becker, die einen ähnlichen Arbeitskampf in den Jahren 2010/2011 aus Gewerkschaftssicht erfolgreich bestand.

    Nachdem erste Gespräche mit der Geschäftsführung am Montag erfolglos verlaufen waren, war für Mittwochnachmittag eine weitere Verhandlungsrunde anberaumt. Die mit Transparenten, Fahnen, Westen und Trillerpfeifen ausgestatteten Streikenden stärkten ihren Verhandlungsführern lautstark den Rücken. Betriebsratsvorsitzender Reinhold Schug, IG Metall-Bevollmächtigter Edgar Brakhuis und Uwe Zabel von der Bezirksleitung schworen die versammelten Arbeitnehmer auf Solidarität und Kampfgeist ein. Besonders Brakhuis heizte die Stimmung im Stil eines Boxringsprechers und als Vorsänger an. Wie groß die Entschlossenheit und Solidarität, aber auch die Angst um die Arbeitsplätze ist, zeigt der gewerkschaftliche Organisationsgrad, der laut Brakhuis inzwischen bei 93 Prozent liegt.

    Das Ziel im Arbeitskampf ist klar definiert: Keine Schließung der Produktion bei Delphi Langenlonsheim. Der Konzern möchte am Standort nur noch die Abteilung Forschung/Entwicklung und Qualitätsprüfung mit rund 90 Arbeitnehmern behalten.

    Die Position der Arbeitnehmerseite sieht so aus: Verhandelt wird nur, wenn der Arbeitgeber zusichert, 2013 keine Kündigungen auszusprechen. Zudem sollen alle befristeten Arbeitsverhältnisse bis Ende 2013 bestehen bleiben, es dürfen keine Maschinen verlagert und keine Leiharbeiter ohne Zustimmung des Betriebsrats eingesetzt werden. Geht die Geschäftsführung nicht darauf ein, drohen weitere Streiks.

    Die Protestierenden schickten mit ihrer Aktion symbolisch eine Botschaft an die amerikanische Konzernzentrale: "Don't cross the picket-line" - "Überschreite nicht die Linie der Streikposten".

    Solidaritätsreden hielten die Betriebsratsvorsitzende von Harman/Becker aus Schaidt, Petra Meyer-Spreckic, und Langenlonsheims Bürgermeister Michael Cyfka. Er betonte, dass sowohl der Gemeinderat als auch der VG-Rat - VG-Bürgermeister Wolfgang Zimmer nahm ebenfalls an der Demo teil - Resolutionen gegen die Delphi-Schließung verabschiedet haben. Cyfka will diese an die Landesregierung schicken und die designierte Ministerpräsidentin Malu Dreyer zu einem Ortstermin nach Langenlonsheim einladen. Immerhin, so Cyfka, seien bei früheren Delphi-Krisen Landesbürgschaften gewährt worden.

    Rainer Gräff

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