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    BingenBingen: 40 Händler wollen ins "neue" Hertie-Haus

    Es könnte ein städtebaulicher Quantensprung für Bingen werden. Der gelungene Verkauf der seit Jahren brachliegenden Hertie-Immobilie und das Konzept für die künftige Entwicklung des Hauses und seines Umfelds im Herzen der Stadt lassen die Hoffnungen und Erwartungen in den Himmel wachsen.

    Was nach heutigem Verständnis wie ein hässlicher Klotz und Fremdkörper wirkt, soll nach der kompletten Neugestaltung zum Schmuckstück werden. Die Eigentumswohnungen auf dem Dach des Binger Hertie-Hauses waren ein zusätzliches Verkaufshemmnis. Laut Projektentwickler sind inzwischen alle Probleme ausgeräumt. Foto: Rainer Gräff
    Was nach heutigem Verständnis wie ein hässlicher Klotz und Fremdkörper wirkt, soll nach der kompletten Neugestaltung zum Schmuckstück werden. Die Eigentumswohnungen auf dem Dach des Binger Hertie-Hauses waren ein zusätzliches Verkaufshemmnis. Laut Projektentwickler sind inzwischen alle Probleme ausgeräumt.
    Foto: Rainer Gräff

    Für die geplante Shopping-Mall im umgekrempelten Kaufhaus stehen die potenziellen Mieter Schlange, sagt Dietmar Heitzer, der mit dem Unternehmen real estate GmbH hinter dem Projekt steht. Mehr als 40 Händler und Ketten haben konkretes Interesse an einem Mietvertrag angemeldet, erklärte Heitzer am Mittwoch in einem kurzfristig anberaumten Pressegespräch gemeinsam mit dem Binger Oberbürgermeister Thomas Feser. Neuer Besitzer des Gebäudes ist das Dortmunder Immobilienunternehmen Harpen GmbH (wir berichteten).

    Noch können längst nicht in allen Städten, in denen Hertie-Hinterlassenschaften stehen, die Sektkorken knallen. Zwar sind binnen Jahresfrist 14 solcher Immobilien in ganz Deutschland verkauft worden und stehen damit einer neuen Nutzung offen. Doch unter denen, die immer noch warten und hoffen, sind auch die beiden weiteren rheinland-pfälzischen Standorte Idar-Oberstein und Neustadt. Hier greift das Versprechen, das die vereinigte "Streitmacht" der betroffenen Stadtoberhäupter sich gegeben hat: Zusammenbleiben und weiter Druck machen, bis auch das letzte Haus veräußert ist. Im Februar trifft man sich erneut im Geiste der "Binger Erklärung".

    Für Bingen plant Dietmar Heitzer eine komplette Entkernung des Hauses - wobei die Eigentumswohnungen unberührt bleiben. Auf 8000 Quadratmetern Handelsfläche mit Shopping-Mall im Erdgeschoss sollen neben einem Lebensmittelmarkt Geschäfte aus einem breiten Branchenmix angesiedelt werden, ohne einen innerstädtischen Verdrängungswettbewerb oder weitere Leerstände zu fördern.

    Explizit genannt werden die Branchen Lebensmittel, Drogeriewaren, Mode, Bücher und Medien. Konkrete Namen stehen im Entwurfsplan und schwirren in der Stadt umher. Doch alles sei erst sicher, wenn die Mietverträge unterzeichnet seien, bremst der Projektentwickler, der voll des Lobes für die gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und dem OB ist. So gut wie in Bingen laufe das selten, meint Heitzer.

    Er war überhaupt der erste Interessent, der in Zusammenhang mit der Hertie-Nutzung in Bingen offiziell auftauchte und ein Konzept präsentierte, das in den Grundzügen der aktuellen Planung entspricht. Er schlug im Laufe der Zeit in den Verhandlungen zwei weitere Bewerber aus dem Feld, darunter die "Rheintal-Galerie" von Brigitte van der Jagt-Buitink.

    Der Investor hat vermutlich rund 2,3 Millionen Euro für den Ankauf der Immobile hingeblättert. Was jetzt in den Umbau gesteckt werden muss, bleibt Geheimsache. Doch jetzt geht es erst richtig los. Und die Stadt muss ihren Teil dazu beitragen: Das innerstädtische Umfeld soll gründlich überarbeitet und verbessert werden. Zu den Bedingungen gehört auch, dass die Stadtbibliothek und das Lernzentrum den Hertie-Komplex verlassen und möglicherweise im leer stehenden Apostelhof-Zentrum in der Hasengasse unterkommen.

    Spielen alle Behörden und vor allem der Stadtrat und die Gremien mit, soll idealerweise im Oktober 2015 Eröffnung gefeiert werden - zum Mantelsonntag und dem Vorweihnachtsgeschäft.

    Rainer Gräff

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