40.000
  • Startseite
  • » Region
  • » Aus den Lokalredaktionen
  • » Oeffentlicher Anzeiger
  • » Bad Kreuznach: Stadt plant Kita-Neubau am Standort "Im Ellenfeld"
  • Aus unserem Archiv

    Bad KreuznachBad Kreuznach: Stadt plant Kita-Neubau am Standort "Im Ellenfeld"

    Der Ausbau der Kita-Plätze in Bad Kreuznach geht weiter. In der Straße "Im Ellenfeld" plant die Stadt bis 2016 einen Neubau mit 110 Plätzen in sechs Gruppen. Voraussetzung ist der Tausch des jetzigen Gebäudes mit dem Haus, in dem die Kita im Mittleren Flurweg untergebracht ist und das im Besitz der evangelischen Johanneskirchengemeinde ist. Diesem stimmte der Jugendhilfeausschuss am Mittwochabend einstimmig zu, sodass die Planungen jetzt vom Bauamt konkretisiert werden können.

    Gespräche zwischen der Stadt und der Johanneskirchengemeinde laufen schon seit zwei Jahren. Letztere ist die Trägerin der Kita "Im Ellenfeld" und hat das Gebäude von der Stadt gemietet. Im Mittleren Flurweg ist die Konstellation genau umgekehrt.

    Auf die Idee, zu tauschen und die Zuständigkeiten damit klarzurücken, kamen beide Seiten, weil im Einzugsgebiet "Im Ellenfeld" eine große Nachfrage nach Plätzen für Kinder unter drei Jahren herrscht, dafür aber die Räumlichkeiten fehlen. Ein Anbau wurde mehrmals geprüft, "macht aber aufgrund der schlechten baulichen Substanz keinen Sinn", erörterte Oberbürgermeisterin Heike Kaster-Meurer im Jugendhilfeausschuss und ergänzte: "Deshalb ist ein Neubau ist die beste Lösung."

    Kaster-Meurer wurde zu Beginn der Sitzung einstimmig als Vorsitzende des Ausschusses und damit Nachfolgerin der früheren Bürgermeisterin Martina Hassel gewählt. Stellvertreterin bleibt Stephanie Otto. "Ich bin zwar fachfremd", meinte Kaster-Meurer, "habe aber ein starkes Jugendamt-Team hinter mir, das tolle Arbeit leistet."

    Ein Gebäudetausch an den Standorten "Im Ellenfeld" und "Mittlerer Flurweg" käme frühestens 2016 infrage. Das Presbyterium der Johanneskirchengemeinde hat dafür bereits in seiner Dezembersitzung grünes Licht gegeben.

    Der geplante Neubau der Stadt wird für 110 Kinder konzipiert - mit zwei Krippengruppen, drei gemischten Gruppen sowie einer integrativen Gruppe mit 15 Kindern (darunter fünf Plätze für Kinder mit Behinderung). Für die Maßnahme könnten auch Fördermittel fließen: 227 000 Euro vom Kreis, die genaue Summe des Landes könne noch nicht beziffert werden, hieß es im Ausschuss.

    Konkret wird es auch für die neue Kita "Zur Klaster" am Sportplatz in Winzenheim. Spatenstich soll Anfang März sein. "Die geplante Bauzeit sind neun Monate. Wir hoffen also, dass wir die Einrichtung zum 1. Januar 2015 eröffnen können", sagte Hanna Reschke vom Jugendamt. Die Raumplanung wurde im Jugendhilfeausschuss einstimmig beschlossen. Sie sieht unter anderem sechs Gruppenräume vor (eine Nestgruppe, zwei Krippen- sowie drei altersgemischte Gruppen). Die Personalsuche für insgesamt 17 Stellen (Teil- und Vollzeit) beginnt im April.

    Fest etabliert hat sich bereits die Übergangsgruppe mit 25 Kindern in der Stromberger Straße 24. Deshalb beschloss der Ausschuss, die Einrichtung auch dauerhaft in den Kitabedarfsplan aufzunehmen. Das ist vor allem vor dem Hintergrund wichtig, dass damit auch der Weg frei gemacht wurde, die Ganztagesplätze weiter auszubauen.

    Im Moment können nur zwölf Kinder mit Mittagessen versorgt werden, und im Obergeschoss dürfen ein Ruhe- und Schlafraum nicht genutzt werden, weil ein zweiter Fluchtweg fehlt. Die Stadt will deshalb eine weitere Rettungstreppe anbringen, hat deshalb auch schon das Einverständnis des Vermieters eingeholt und Fördergelder beim Landesjugendamt in Mainz beantragt. Eine Rückmeldung aus der Landeshauptstadt steht noch aus. Alternativ könnten die Kosten für die zweite Rettungstreppe aber auch über die Miete amortisiert werden, informierte Kaster-Meurer.

    Lösung für Kinderdorf Salinental

    Das Kinderdorf Salinental wird künftig in alleiniger Verantwortung der Stadt durchgeführt. Das beschloss der Jugendhilfeausschuss einstimmig. Die beliebte Stadtranderholung, die seit 60 Jahren regelmäßig in den ersten drei Wochen der Sommerferien stattfindet, lief seit 1975 über die AG Kinderdorf Salinental, zu der der evangelische Kirchenkreis An Nahe und Glan, das Deutsche Rote Kreuz und der AWO-Ortsverband gehörten. Bereits 2011 kündigte die AWO ihren Vertrag, 2013 auch das DRK. Hauptproblem war die Haftung für die Mitgesellschafter und die damit verbundene finanzielle Unsicherheit. Dass die Stadt nun das Kinderdorf übernimmt, liegt nah, da die organisatorische und inhaltliche Verantwortung schon immer bei ihr lag. Mehrkosten entstehen dadurch nicht. Die Betreuer erhalten nach wie vor eine Pauschale von 450 Euro für die drei Wochen. Die Verwaltung des umfangreichen Materials soll über den Kreisjugendring laufen.

    Stephan Brust

    Bad Kreuznach
    Meistgelesene Artikel
    Anzeige
    UMFRAGE
    Beim Jahrmarkt: Lieber sicher oder lässig?

    Die Sicherheitsstrategie auf der Bad Kreuznacher Pfingstwiese ist weniger streng als im letzten Jahr. Hunderttausende werden dort zum Jahrmarkt erwartet. Wie finden Sie das?

    Anzeige
    Online regional
    Bettina Tollkamp

    Bettina Tollkamp

    Chefin v. Dienst

     

    E-Mail

    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Anzeige
    epaper-startseite
    Regionalwetter
    Freitag

    13°C - 23°C
    Samstag

    11°C - 21°C
    Sonntag

    11°C - 21°C
    Montag

    14°C - 23°C
    Nahe am Ball
    Sebo-Startseite-Regiosport-Nahe-am-Ball
    Jahresrückblick 2016