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    Bad KreuznachBad Kreuznach: Hauptstadt der Landwirtschaft

    Wie ein guter Freund wurde Andy Becht (FDP), Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und – bei diesem Termin besonders wichtig – Landwirtschaft und Weinbau gestern zum krönenden Abschluss der Wintertagung bei der Sitzung des Kreisbauern- und Winzerverbandes an Nahe und Glan und des Weinbauverbandes Nahe empfangen. Zwar war anfangs leise Enttäuschung darüber zu spüren, dass Minister Volker Wissing wegen anderer Termine kurzfristig abgesagt hatte. „Sie waren ein würdiger Vertreter“, bescheinigte ihm jedoch Hans Willi Knodel in seinem Schlusswort. Die meisten Landwirte und Winzer sind erleichtert, dass sich in Mainz jetzt wieder die FDP ihrer Branche annimmt. „Wir fühlen uns wieder ernst genommen“, fasste Johannes Thilmann, der Kreisvorsitzende des Verbandes, die Gefühlslage zusammen.

    Probleme und Perspektiven von Winzern und Landwirten wurden bei der 61. Kreuznacher Wintertagung ausgiebig diskutiert. Foto: dpa
    Probleme und Perspektiven von Winzern und Landwirten wurden bei der 61. Kreuznacher Wintertagung ausgiebig diskutiert.
    Foto: dpa

     

    Den stärksten Beifall erhielt aber nicht der Staatssekretär, sondern die Naheweinkönigin Katharina Staab, die authentisch und überzeugend auftrat und den Winzern aus ihrer beruflichen Erfahrung beim Online-Verkauf von Weinen zwei Dinge ans Herz legte: Es komme trotz unterschiedlicher Interessen von Direktvermarktern, Fassweinwinzern und Kellereien vor allem auf Qualität an: „Man kann aufs Etikett schreiben, was man will. Am wichtigsten ist, was in der Flasche drin ist.“ Ergänzend dazu spiele Marketing eine immer größere Rolle: Dabei gehe es um die Menschen, die hinter dem Produkt stehen. „Wir haben an der Nahe kein Qualitäts-, sondern ein Vermarktungsproblem“, betonte Thomas Höfer, Präsident des Weinbauverbandes. Der beste Markt liege vor der Haustür – womit er Deutschland meinte, wo die eigenen Weine beim Verkauf zurzeit einen Anteil von 44 Prozent haben. Man schwächele nicht in der Spitze, sondern in der Breite, weiß der Staatssekretär. „Bach und Beethoven haben wir genug, jetzt brauchen wir einfach noch ein bisschen Abba“, brachte er die Anforderungen an eine neue Strategie für den Weinmarkt auf den Punkt.

    Michael Horper, Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, bezeichnete Bad Kreuznach mit Hinweis auf die hier vorhandenen Einrichtungen und den „quicklebendigen Kreisverband“ als „landwirtschaftliche Hauptstadt von Rheinland-Pfalz“. Düngeverordnung, ausufernde Bürokratie, Nachwuchssorgen: Mit diesen und noch anderen Problemen haben die Bauern zu kämpfen. „Über sie wird oft so geredet, als hätten wir eine zweite Garnitur in Reserve“, kritisierte Becht. „Landwirtschaft ist Umweltschutz, aber kein verlängerter Arm davon“, betonte er.

    Er sagte zu, dass der Beratungsstand in den sechs rheinland-pfälzischen Dienstleistungszentren (DLR) erhalten bleiben soll – wenn auch zukünftig verstärkt in digitaler Form. Das für Rheinhessen, Nahe und Hunsrück zuständige DLR in Bad Kreuznach übernimmt dabei eine solch wegweisende Vorreiterrolle, dass der Staatssekretär es als „Silicon Valley der Digitalisierung“ bezeichnete. Weiterer Bericht folgt.

    Von Kurt Knaudt

     

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