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  • Anpacken für das neue Heim der Großfamilie

    Bad Kreuznach. Lange stand die Hausmeisterwohnung des Lina-Hilger-Gymnasiums in Bad Kreuznach leer. Jetzt wird darin mit Hochdruck geschafft: Eine Asylbewerberfamilie richtet sich hier mit Unterstützung des Landkreises eine neue Heimstatt ein. Der Kreis ist als Schulträger des Gymnasiums auch Herr über das Häuschen, um das es geht.

    Endad Amufleh (links), seine Neffen und Mohammad Kamal Tato (rechts), in Syrien Maler und Innenarchitekt, werkeln in der Wohnung.
    Endad Amufleh (links), seine Neffen und Mohammad Kamal Tato (rechts), in Syrien Maler und Innenarchitekt, werkeln in der Wohnung.
    Foto: Rainer Gräff

    Von unserem Redakteur Rainer Gräff

    Das bislang einzige Projekt dieser Art soll gleich mehrere Ziele erreichen, wie Landrat Franz-Josef Diel erklärte. Die größten Feinde der Menschen, die in Aufnahmeeinrichtungen leben, seien die Untätigkeit und die Langeweile. Die elfköpfige Großfamilie mit dem 48-jährigen Endad Almufleh an der Spitze hat jetzt eine Perspektive. Die Erwachsenen haben etwas zu tun und wissen, dass sie mit ihrer Arbeit etwas schaffen, das ihnen selbst zugutekommt. Statt in der Notaufnahmeeinrichtung des Kreises in Windesheim und in der Erstaufnahmeeinrichtung in Ingelheim können sie gemeinsam in Bad Kreuznach leben, wenn die Renovierung der 140 Quadratmeter auf zwei Geschossen abgeschlossen ist. Damit werden beispielsweise in Windesheim wieder Kapazitäten frei, und der Wohnungsmarkt wird etwas entlastet.

    Drei Kleinkinder gehören zu dem Clan, dem außer Almuflehs Familie noch Neffen und andere Verwandte angehören. Das Oberhaupt kam Mitte Dezember 2015 aus der Erstaufnahme nach Windesheim, Mitte Januar folgten weitere Angehörige aus Syrien nahe der pakistanischen Grenze.

    „Wir wollen Hilfe zur Selbsthilfe leisten“, sagt Christian Pfarrkirchner vom Bauamt der Kreisverwaltung. Unterstützt wird das Projekt von der Kreishandwerkerschaft und der Maler- und Lackiererinnung in Gestalt von Norbert Theis. Die einfacheren Arbeiten erledigen die erwachsenen und heranwachsenden Familienmitglieder, für die technischen Gewerke werden Handwerker herangezogen. Unternehmer Theis setzt auf Integration im Handwerk und hat selbst zurzeit zwei Zuwanderer als Praktikanten.

    „Wir sind sehr glücklich und froh“, sagt Endad Almufleh über die Rot-Kreuz-Dolmetscherin Randa Meri, die ebenso wie Gerlinde Graf zum Betreuungsteam in Windesheim gehört. Die Sanierung in Bad Kreuznach wird rund zwei Monate dauern. Die syrischen Kriegsflüchtlinge hoffen auf Anerkennung, doch bislang sind nicht einmal alle Anhörungen erfolgt.

    Landrat Diel denkt übergreifend: Er hofft auf Gesetzesänderungen, nach denen Zuwanderer Jobs in Gemeinden ausfüllen dürfen. Am Runden Tisch sollen Möglichkeiten ausgelotet und die Integration auch in kleinen Schritten vorangebracht werden.

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