40.000
  • Startseite
  • » Region
  • » Aus den Lokalredaktionen
  • » Oeffentlicher Anzeiger
  • » Alte Sobernheimer Schule sanieren oder verkaufen?
  • Aus unserem Archiv

    Bad SobernheimAlte Sobernheimer Schule sanieren oder verkaufen?

    Was wird aus der alten Schule an der Steinhardter Straße? Gründlich renovieren oder verkaufen? Mit dieser Frage befasste sich der städtische Bauausschuss bei einer Begehung des Gebäudes, das dringend einen neuen Außenanstrich brauche. Die hohen Unterhaltungskosten für das Gebäude ließen rasch die Frage aufkommen, ob es nicht besser sei, das Haus zu verkaufen.

    Für Peter Öhler (Foto) sind die Zustände im Keller der alten Sobernheimer Schule an der Steinhardter Straße „untragbar“.
    Für Peter Öhler (Foto) sind die Zustände im Keller der alten Sobernheimer Schule an der Steinhardter Straße „untragbar“.
    Foto: Marcel Mayer

    Bad Sobernheim - Was wird aus der alten Schule an der Steinhardter Straße? Gründlich renovieren oder verkaufen? Mit dieser Frage befasste sich der städtische Bauausschuss bei einer Begehung des Gebäudes, das dringend einen neuen Außenanstrich brauche. Die hohen Unterhaltungskosten für das Gebäude ließen rasch die Frage aufkommen, ob es nicht besser sei, das Haus zu verkaufen.

    Größere Einnahmen, so war von Stadtbürgermeister Michael Greiner (SPD) im Vorfeld zu erfahren, könne die Stadt durch die Raumvermietung nicht verzeichnen. Schon daher sei es schwierig, den Betrag für die Renovierung aufzubringen. Die Einnahmen bewegten sich übers Jahr im vierstelligen Bereich. Hauptnutzer seien die Arbeiterwohlfahrt (Seniorenbegegnungsstätte), die Stadtkapelle, eine Musikschule und das Gymnasium, das einige Räume vorübergehend während der Umstellung auf das G8-System (Abi nach acht Jahren) nutzte. Nur deshalb schreibe man mit dem Gebäude bei den Mieteinnahmen überhaupt ein Plus.

    Dr. Jörg Maschtowski (CDU) fragte, ob es nicht besser sei, das Haus Bernardi wenige Meter weiter in der unteren Großstraße auszubauen, den jetzigen Nutzern dort Räumlichkeiten anzubieten und sich mittelfristig von der alten Schule zu trennen. Maschtowski: „Wir müssen uns fragen, kann es sich die Stadt leisten zwei große Gebäudekomplexe zu unterhalten.“ Sein Parteikollege Peter Öhler wollte eine Sanierung nicht gänzlich ausschließen, stimmte aber Maschtowski zu, sich mit einem möglichen Verkauf zu befassen.

    Ähnlich votierten auch Gerhard Zwaan-Standfuß (Grüne) und Axel Hill (CDU), die sich eine verstärkte Nutzung des Hauses Bernardi vorstellen können. Grundsätzlich sei es egal, für welche Alternative man sich am Ende entscheide, so die mehrheitliche Meinung der Bauausschussmitglieder, man müsse feststellen, wie lange die Mietverträge in der alten Schule laufen und was die einzelnen Raumnutzer brauchen. Zudem müsse man prüfen, ob jeder Nutzer tatsächlich Miete für seine Räume zahle. Diese Frage konnte nicht eindeutig beantwortet werden.

    Auch im Keller der alten Schule sah sich der Bauausschuss um. „Es kann doch nicht angehen, dass es in einem städtischen Gebäude wie in einem Saustall aussieht“, sagte Peter Öhler (CDU). Erschrocken reagierte er auf die aktuellen Zustände: „Da stehen einfach drei Propangasfalschen im Raum, hier und da lagern Maschinen und etliche Kleinteile, wem was gehört, ist nicht ersichtlich.“ Er forderte abschließbare Kellerparzellen für die Nutzer. Öhler: „So lange der Grundstock, und der fängt bei mir im Keller an, nicht geklärt ist, müssen wir über eine Sanierung des gesamten Gebäudes gar nicht erst sprechen.“

    Erste Station der Ausschussrunde war jedoch die Leinenbornhalle. Hier geht die Sanierung weiter. 700 000 Euro kostet es, die über die Jahre hinweg angesammelten Mängel an Halle und angrenzendem Kindergarten zu beheben.

    Das Dach, die Decke und die Hallenbeleuchtung sind bereits fertig. Jetzt wurden die Treppenauf- und -abgänge innen und die Toiletten und Duschräume erneuert. Genau zur rechten Zeit, denn, so Bauleiter Uwe Auweiler bei einer Ortsbesichtigung des städtischen Bauausschusses, „die Duschräume hatten es mehr als nötig.“ Unter dem Estrich habe sich Schimmel ausgebreitet: „Es war alles schwarz.“ Auweiler geht davon aus, dass das alte Abwassersystem in den Duschen nie richtig funktioniert hat. Denn der Schimmel sei nachweislich auf nicht abfließendes Wasser zurückzuführen.

    Dem vor 25 Jahren tätigen Unternehmen Fehler bei der Installation nachzuweisen, dürfte jedoch schwierig sein. Die für die Duschen kalkulierten 7000 Euro stiegen dadurch auf 13 000 Euro. Murks, so Auweiler weiter, habe es auch an anderer Stelle der Halle gegeben. Beispiel: der Notausgang. Er ist mit seinem Glasdach und der Glasfront als geschlossener Raum konzipiert und regenundurchlässig – sollte man meinen. War er aber in den Vorjahren nicht: Immer wenn es regnete, drückte sich Wasser durch die Isolierung der Scheiben; von dort bahnte es sich seinen Weg in die Innenwände.

    Unansehnliche Wände und ein verblasster Fußboden sind die Folge. Ein neues Glasdach soll ab sofort helfen. Ob der Boden erneuert werden muss, konnte Auweiler nicht sagen. Das komme ganz auf die Gesamtkosten der Sanierung an. Da der Boden noch in Ordnung ist, kann diesmal wohl von einer Investition abgesehen werden. In einem weiteren Schritt wird das Lüftungssystems – der nächste dicke Brocken – angegangen. Erst werden aber weitere Kostenvoranschläge eingeholt und erst dann über die nächsten Auftragsvergaben entschieden. (my)

     

    Bad Kreuznach
    Meistgelesene Artikel
    Anzeige
    Online regional
    Bettina Tollkamp

    Bettina Tollkamp

    Chefin v. Dienst

     

    E-Mail

    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    UMFRAGE
    UMFRAGE: Nach dem Diesel-Gipfel - Nase voll vom Selbstzünder?

    Wie reagieren Sie auf die Debatte um Fahrverbote, Umrüstung und Software-Updates: Kann man noch einen Diesel-PKW kaufen?

    Anzeige
    epaper-startseite
    Regionalwetter
    Donnerstag

    17°C - 27°C
    Freitag

    12°C - 25°C
    Samstag

    12°C - 21°C
    Sonntag

    12°C - 21°C
    Nahe am Ball
    Sebo-Startseite-Regiosport-Nahe-am-Ball
    Jahresrückblick 2016