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  • Bad KreuznachAJK will Kreuznacher Innenstadt neu beleben

    Unter dem Slogan „Kultur – Räume – Leben“ nimmt der Verein Alternative Jugendkultur Bad Kreuznach (AJK) ein neues Projekt in Angriff und ist offen für Unterstützung. Mit dem Ankauf einer weiteren Immobilie im Pariser Viertel möchte die AJK die Integration voranbringen, Raum für kulturelle Angebote schaffen und jungen Menschen Wohnraum in der Innenstadt bieten.

    Das AJK-Team: (hinten von links) Christoph Jahn, Eric Barz, Konstantin Lang, Jannik Piroth, David Staaden, Marius Berg, Sarah Schöndorf und Mathias Jeschke. Vorne: Jule Rohrbacher und Sebastian Fey.  Foto: AJK
    Das AJK-Team: (hinten von links) Christoph Jahn, Eric Barz, Konstantin Lang, Jannik Piroth, David Staaden, Marius Berg, Sarah Schöndorf und Mathias Jeschke. Vorne: Jule Rohrbacher und Sebastian Fey.
    Foto: AJK

    Die AJK hat 2012 mit dem Kauf des ehemaligen Hambo und Remember me in der Planiger Straße 29 in Bad Kreuznach Fuß gefasst. Seitdem setzt sich der Verein für die musikalische und kulturelle Vielfalt in der Stadt ein. Durch zahlreiche Konzerte, soziale Projekte, das Repair-Café sowie Kooperationen mit dem Jugend- und Kooperationszentrum Mühle oder dem Ausländerpfarramt schaffte der Verein ein breites Netzwerk an Unterstützern, verdiente Geld durch die Bewirtung bei Veranstaltungen und erhielt Spenden. Dadurch konnte die AJK nach fünf Jahren den Kredit für den Hauskauf zurückzahlen.

    Bei dem neuen Projekt geht es um das ehemalige Stadtteilbüro in der Planiger Straße 17. Das Gebäude steht seit einiger Zeit leer und soll nun zu neuem Leben erwachen. Mithilfe von Spenden und Sponsoren möchte die AJK die Immobilie sowie das Grundstück erwerben und neue soziokulturelle Räume schaffen, teilt der Verein mit.

    Damit nimmt sich die AJK den Themen „bezahlbarer Wohnraum für Studenten und Auszubildende“ sowie „Belebung der Innenstadt“, an. „Es soll Lebensraum für junge Menschen entstehen, indem Wohnen mit der Verantwortung für das Umfeld verknüpft wird. Ein Gartencafé als Gemeinschaftsraum könnte ein Treffpunkt für die Bewohner des Viertels und der Stadt werden. Dann geschieht Integration durch das Wohnen Tür an Tür. Gemeinsame Aktionen wie Outdoorkino, Stadtteilgarten oder Freiluftgalerie schaffen Gesprächsanlässe und locken Gäste in das Viertel“, erklärt Nicolai Zimmermann dazu. „Im Moment befinden wir uns noch in der Planung, und es ist Platz für alle Ideen. Zeit, an der Umsetzung zu arbeiten, haben wir ja die nächsten Jahre.“ Der hohe Kaufpreis ist nicht im besonders guten Zustand der Immobilie begründet, sondern in der vorteilhaften Lage nahe der Innenstadt.

    „Das Pariser Viertel liegt so zentral in Bad Kreuznach, dass ich mich wundere, warum hier nicht mehr investiert wird. Hier wäre eigentlich der ideale Platz für Wohnraum und Gastronomie. Trotzdem entstanden hier in den vergangenen Jahren vor allem Parkplätze, und man lässt die Häuser zerfallen“, schildert Eric Barz die Situation. Gemessen an der großen Investitionssumme, verfügt die AJK als gemeinnütziger Verein über wenig Eigenkapital. Der Verein greift wie schon bei dem ersten Hauskauf auf einen Kredit zurück. Um dessen Laufzeit innerhalb des Planungshorizontes zu halten, ist die AJK auf Unterstützung bei der Bereitstellung von Eigenkapital angewiesen. Der Verein wünscht sich Partnerschaften mit lokalen Unternehmen und Privatpersonen, um die positive Entwicklung im Pariser Viertel voranzubringen.

    „Gewagt und mutig“, das sind die Kommentare, die bei der Projektvorstellung am Tag der Städtebauförderung unter anderen zu hören waren. „Wir sind Kinder dieser Stadt, die hier aufgewachsen sind und hier ihr Leben verbringen möchten. Was bleibt uns anderes übrig, als selbst aktiv die Stadt mitzugestalten, wenn wir der Entwicklung nicht weiter zuschauen möchten?“, begründet Jule Rohrbacher ihr Engagement. Marius Berg ergänzt: „Seit dem Start unseres Kulturzentrums beobachten wir, dass viele Menschen mit Migrationshintergrund hier Wohnraum finden und immer mehr Kreuznacher das Viertel meiden. Da Integration nur durch Begegnung vorangebracht werden kann, müssen wir aktiv werden.“ Mit einem jungen Wohnprojekt möchte die AJK den Weg in eine neue Richtung einschlagen und auf dem bisherigen Erfolg aufbauen.

    Einen ersten Eindruck können sich Interessierte beim Stadtteilfest des Pariser Viertels am Samstag, 20. Mai, verschaffen sowie am Tag der offenen Tür der Alternativen Jugendkultur am 8. Juli. Mehr Infos finden Sie auf unserer App RZplus.

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