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  • Wer Trinkwasser spart, der spart künftig weniger

    Bad Kreuznach. Die Kreuznacher Stadtwerke wollen ein neues Tarifmodell für Trinkwasser einführen. Teurer soll es für die Kunden aber nicht werden - das verspricht zumindest Stadtwerkechef Dietmar Canis. Allerdings wird das Wassersparen für den Privatkunden mit einem durchschnittlichen Verbrauch nicht mehr so lukrativ wie bisher. 

    Die Wasserpreise in Bendorf steigen laut Angaben der Stadtverwaltung nicht an.
    Die Wasserpreise in Bendorf steigen laut Angaben der Stadtverwaltung nicht an.

    Denn bei dem neuen Tarifmodell soll der Anteil der Fixkosten und der variable Kosten im Verhältnis 50 zu 50 Prozent stehen, erklärte Canis auf Nachfrage des "Oeffentlichen". Derzeit betragen die variablen Kosten der Wasserrechnung etwas mehr als 80 Prozent.

    Der Kunde zahlt bei einem Trinkwasserbezug bis zu 200 Kubikmeter einen Grundpreis von 20 Euro plus einen Zählerpreis von 30,72 Euro pro Jahr. Dazu kommt dann der persönliche Verbrauch. 2,22 Euro sind pro Kubikmeter Wasser zu zahlen. Wer viel Wasser spart, spart also auch viel Geld - auf Kosten der Wasserversorger, die auf ihren Fixkosten sitzen bleiben, argumentiert Canis.

    Haben die Verbraucher also zu viel Wasser gespart? "Der Grundpreis heute ist sehr gering", sagt Canis. Beim neuen System wird er ansteigen, der Preis pro Kubikmeter Wasser dagegen sinken. Wasser zu sparen lohnt dann weniger, räumt Canis ein. Er betont aber, dass viele Wasserversorger das neue System schon umgesetzt hätten.

    Ab dem 29. März erhalten Haus- und Wohnungseigentümer im Versorgungsgebiet der Kreuznacher Stadtwerke Post von ihrem Wasserlieferanten. Die Stadtwerke fragen nach, ob das betreffende Gebäude zu Wohn- oder Gewerbezwecken genutzt wird und wie viele Wohneinheiten in diesem Gebäude sind.

    "Früher wurde von wachsender Wassernachfrage ausgegangen, heute sinkt jedoch der individuelle Verbrauch seit Jahren, durch weit verbreitetes Wasser sparen und zum Beispiel durch den Einsatz von modernen Geräten. Was ökologisch sinnvoll ist hat jedoch auch zur Folge, dass Wasserwerke und Rohrnetze, die auf Jahrzehnte ausgelegt sind, nicht mehr ausgelastet sind und die Kreuznacher Stadtwerke die Rohre mit hohen Zusatzkosten spülen müssen, um Verkeimungen zu vermeiden. Um die Wasserversorgung zu sichern und steigende Preise zu verhindern, untersuchen die Stadtwerke daher eine Änderung ihres Tarifsystems", heißt es in einer Presseerklärung des regionalen Energie- und Trinkwasserversorgers.

    Kein Lebensmittel in Deutschland unterliegt strengeren Kontrollen als das Trinkwasser, so die Stadtwerke weiter. Sie versorgen täglich rund 70 000 Bürger. Um den hohen Qualitätsstandard zu halten, bedarf es ständiger Investitionen in die Instandhaltung des Wasserversorgungssystems sowie regelmäßiger Wartung. Die Stadtwerke betreiben zwei Wasserwerke, 22 Behälteranlagen, 34 Brunnen und 25 Quellen sowie ein Netz aus 481 Kilometer Rohrleitungen, die gewartet und instand gehalten werden müssen, unabhängig davon, wie viel Wasser tatsächlich verbraucht wird. Die Investitionskosten in die Wasserversorgung beziffert Canis auf etwa 4 Millionen Euro.

    Harald Gebhardt

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