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    95 Einsätze 2013: Feuerwehren in Stadt und VG Bad Sobernheim sind auf Zack

    VG Bad Sobernheim. Ständig müssen sich die Feuerwehren im Hightech-Zeitalter neuen Aufgaben stellen. Die Anforderungen steigen rapide.

    Verbandsgemeinde-Wehrleiter Lothar Treßel (rechts) präsentierte beim Alterskameradentreffen im Bad Sobernheimer Feuerwehrhaus neue Löschschaumzusätze und die starke Pendelhubsäge.
    Verbandsgemeinde-Wehrleiter Lothar Treßel (rechts) präsentierte beim Alterskameradentreffen im Bad Sobernheimer Feuerwehrhaus neue Löschschaumzusätze und die starke Pendelhubsäge.
    Foto: Bernd Hey

    Beispielsweise bei der Unfallrettung: Da stoßen Schere, Spreitzer und Co. bei hochfestem Stahl und neuartigen Verbundstoffen im Fahrzeugbau mit einer Schneidkraft von mehr als 100 Tonnen längst an ihre Grenzen. Vor den Alterskameraden präsentierte nun VG-Wehrleiter Lothar Treßel (Monzingen) im Feuerwehrhaus die neue Pendelhubsäge und neue und bereits bewährte Löschmittelzusätze.

    Aktuell berichtet die Fachpresse auch über die Kettenrettung bei einem Fahrzeugcrash: Wenn es bei der Personenrettung schnell gehen muss, werden die Fahrzeuge wie früher mit Ketten auseinander gezogen. 2013 gab es in der Verbandsgemeinde Bad Sobernheim 95 Feuerwehreinsätze. Nicht die B 41, sondern die L 230 bei Pferdsfeld und Kreershäuschen habe sich zum Unfallschwerpunkt entwickelt.

    Bei sechs Verkehrsunfällen wurde die Feuerwehr benötigt, neunmal war technische Hilfe gefragt, zu 20 Brandeinsätzen wurde ausgerückt. Der VG-Wehrleiter berichtete von einer Personensuche, Ölspur-Beseitigungen, nachbarschaftlicher Löschhilfe und einen Suizid, bei dem die Aktiven an ihre Grenzen stießen, als sie mit der Trauermentalität ausländischer Mitbürger konfrontiert waren. Auch 40 Fehlalarme gab es 2013.

    Zwölf Feuerwerke, erstmals eine Flugschau und Laternenumzüge wurden begleitet, ein längerer Stromausfall sorgte für ein Umdenken, weil dann die Kommunikationstechnik ausfallen kann: „Die Menschheit kann relativ schnell im Dunkeln stehen und bei Stromausfall keine schnelle Hilfe absenden oder empfangen", so Treßel. Aus diesem Grund werden bei längerem Stromausfall oder wenn etwa 3000 Bürger betroffen sind die Feuerwehrhäuser besetzt. Die digitale Alarmierung komme und werde vom jetzigen Funknetz getrennt.

    Bad Sobernheim sei kreisweit Lager für Löschschaum F 500, teilte Treßel mit. VG-Bürgermeister Rolf Kehl ließ das Jahr ebenfalls Revue passieren. Er sprach von einem guten Jahr des Miteinanders, nach dem Rücktritt von Gerd Baum von der  VG-Wehrspitze klappte der Führungswechsel ebenso wie in Staudernheim reibungslos. In den Jugendwehren werde sehr gute Arbeit geleistet.

    91 Jugendliche sind registriert, Kehl hob das rund 600 Einwohner kleine Lauschied mit 27 Jugendlichen hervor. Momentan werde aus Seesbach niemand in der Jugendfeuerwehr Altenburg betreut. Mit dem neuen Schuljahr gibt es Arbeitsgruppen für Neun- bis Zehnjährige, wenn sechs Ausbilder aus der Verbandsgemeinde Jugendliche nachmittags informieren.

    Die Alterskameraden zählen 117 Mitglieder, aktuell gehören 330 Männer und 20 Frauen mit einem Durchschnittsalter von 38 Jahren den Feuerwehren in der VG Bad Sobernheim an. 2010 waren es noch 406. 34 Fahrzeuge zählt der Fuhrpark, die Stadt hat für 120 000 Euro (samt Beitrag des Fördervereins) ein neues Logistik-Mehrzweckfahrzeug, etwa für den Transport von Sandsäcken, erhalten. Im April soll Kirschroth ein neues Kleinlöschfahrzeug bekommen. „Das Brandschutzwesen ist uns lieb, aber auch teuer", so der VG-Bürgermeister.

    Erfreulich sei, dass 97 000 Euro für die energetische Sanierung der vier Wohnungen über der neuen Fahrzeughalle am Johannisplatz bereitstünden. „Es herrscht keine Langeweile, aber es macht Spaß, dass durch den unermüdlichen Einsatz der Aktiven die Bürger in der Verbandsgemeinde ruhig schlafen können", dankte Rolf Kehl. Vor zehn Jahren wurde gesetzlich verankert, die Wehrführer auf zehn Jahre zu wählen. 2014 wird das in Daubach, Ippenschied, Langenthal, Lauschied, Merxheim, Nußbaum, Odernheim und Seesbach nötig, VG-Wehrleiter Lothar Treßels größter Wunsch ist, dass überall der Wehrführerposten weiter besetzt sein möge.

    Zum Jahresende wird Kreisfeuerwehrinspekteur Werner Hofmann sein Amt nach acht Jahren niederlegen. Bisher ist kein Nachfolger in Sicht. Der Landrat wurde beauftragt, einen hauptamtlichen Kreisfeuerwehrinspekteur zu bestellen. Es gab bis dato kein positives Zeichen, „wir sind alle gespannt, wie es am 1. Januar weiter geht", sagte Lothar Treßel. Schöne Flötenstücke trug die Monzinger Schülerin Lena Treßel bei der Feier vor. Jürgen Disselhoff, Jürgen Hexamer und Dietmar Geiß sind die Feuerwehr Haus- und Hofkapelle: „DiHeDi" spielten Oldies und zum Abschluss Weihnachtslieder wie „O du fröhliche" und erzeugten damit eine erste Vorfreude auf die Festtage. Bernd Hey

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