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    Koblenz/WeinährZeugen im Prozess um Familiendrama von Weinähr: Ehe war vor Messertat völlig zerrüttet

    Nach dem Familiendrama von Weinähr, bei dem ein 38-Jähriger Familienvater im Oktober 2014 mit schweren Stichverletzungen gerettet und seine Ehefrau (37) des versuchten Mordes angeklagt wurde, schweigen die Eheleute auch am zweiten Verhandlungstag vor dem Landgericht in Koblenz. Nachdem das Gericht mehrere Zeugen aus dem Umfeld gehört hat, scheint zumindest festzustehen, dass die Ehe unmittelbar vor der Tat völlig zerrüttet war.

    Zeugen im Prozess um Familiendrama von Weinähr: Ehe war vor Messertat völlig zerrüttet
    Die 37-jährige Angeklagte (r.) spricht im Landgericht Koblenz mit Ihrem Rechtsanwalt Marc Fornauf.
    Foto: Sascha Ditscher

    Von unserem Redakteur Andreas Jöckel

    Demnach soll die Angeklagte Affären mit zwei jüngeren Männern und eine Woche vor der Tragödie sexuellen Kontakt zu einer Diskobekanntschaft gehabt haben. Zumindest eine der Affären mit einem ihrer Arbeitskollegen war offenbar auch ihrem Ehemann bekannt, der wenige Tage vor der Messerattacke ebenfalls die Beziehung zu einer anderen Frau aufgenommen hat. Das geht aus den Aussagen eines befreundeten Ehepaares aus Lahnstein, einer befreundeten Hausfrau aus Weinähr sowie einer Freundin, die die Angeklagte bei einer Mutter-Kind-Kur in Norddeutschland kennengelernt hatte, hervor. Diese Freundin aus Gaggenau gab zusätzlich an, dass die Angeklagte vorgehabt habe, für kurze Zeit zu ihr zu ziehen und in Baden-Württemberg eine neue Arbeit zu suchen.

    Über den Verlauf der offenbar mehrwöchigen Affäre der Angeklagten mit einem Arbeitskollegen aus Nassau gab es im Gerichtssaal unterschiedliche Angaben. Die Zeugen aus dem Umfeld der 37-Jährigen berichteten, sie habe nach eigenen Angaben selbst die Beziehung beendet und sich weiterer Annäherungsversuche erwehrt. Dagegen erklärt der 25-Jährige, die Angeklagte habe ihn zu der Affäre gedrängt. Als er die Sache beendet habe, sei sie zur Stalkerin geworden. Die Firma habe ihr gekündigt. Doch die nahezu täglichen Kontaktversuche per SMS und Anrufen sowie Verfolgungen mit dem Auto hätten erst aufgehört, als er eine entsprechende Verfügung beim Amtsgericht Diez erwirkt hatte.

    Der Verlauf der Bluttat bleibt indessen unklar. Laut Aussagen der behandelnden Ärzte steht fest, dass der Familienvater die schweren Verletzungen nicht überlebt hätte, wäre er nicht so schnell gerettet worden. Wie die sieben Stichverletzungen im Rücken (3), Brustkorb (3) und Seite (1) zustande kamen - frontal mit Griffen um den Körper oder auch von hinten - konnten die Mediziner nicht klären. Der Prozess wird am 22. April fortgesetzt.

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