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  • Wettbewerb zur Loreley: Freude überwiegt Skepsis bei Bürgern

    Bornich. Der Gestaltungswettbewerb für das Loreley-Plateau ist in Bornich erstmals einer Bürgerversammlung präsentiert worden.

    Das Interesse an der Entwicklung des Loreley-Plateaus ist groß: Mehr als 100 Bürger kamen zum Infoabend in Bornich. 
    Das Interesse an der Entwicklung des Loreley-Plateaus ist groß: Mehr als 100 Bürger kamen zum Infoabend in Bornich. 
    Foto: Andreas Jöckel

    Von unserem Redakteur Andreas Jöckel

    Das Fazit nach der rund einstündigen Diskussion mit mehr als 100 Besuchern im Sport- und Gemeindezentrum: Die Freude darüber, dass sich endlich wieder etwas in Sachen Tourismusförderung bewegt, überwiegt eine gewisse Skepsis, ein weiterer Versuch zur Belebung der Loreley könnte scheitern.

    Die Vizepräsidentin der federführenden Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord, Begoña Hermann, und der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Loreley, Werner Groß, erläuterten als Vertreter der Lenkungsgruppe aus allen Verfahrensbeteiligten den Ablauf des mit 90 000 Euro dotierten europäischen Ideenwettbewerbs für das Plateau, auf dem unter anderem der Bau eines Hotels geplant ist. Landschaftsplaner sollen sich von September bis November Gedanken darüber machen, wie das weitgehend nüchterne Plateau oberhalb des Loreleyfelsens zu einer touristischen Attraktion aufgepeppt werden kann. Und zwar so, dass alle Beteiligten damit zufrieden sind: Bürger, Kommunen, Investor, die Unesco als Wächter über den Erhalt des Welterbes Oberes Mittelrheintal und möglichst auch die Besucher aus aller Welt. Eine Jury aus Fachleuten und Vertretern aller betroffenen Institutionen will am 10. Dezember den Sieger auswählen und noch vor dem Jahresende küren. Die Umsetzung soll schon 2015 beginnen.

    "Was passiert mit dem Projekt, wenn der Investor abspringt? War dann alles für nichts?", lautete eine der Fragen aus dem Publikum. Begoña Hermann bezeichnete solche Bedenken als grundsätzlich berechtigt, sieht jedoch derzeit kein Risiko. Die norddeutsche Neubau Immobilien Development AG (Nidag) halte an ihren Hotelplänen fest, verfüge über den nötigen Grundbesitz, nehme als Jurymitglied am Wettbewerbsverfahren teil und habe sich dessen Regeln unterworfen. Sollte sich der Investor dennoch unerwartet zurückziehen, wäre es leichter, mit einem fertigen und von der Unesco genehmigten Konzept einen neuen Investor zu finden, als ohne vorherige Planung.

    Bedenken einiger Bürger, der Investor könne beim Wettbewerb zu großen Einfluss auf die künftige Gestaltung nehmen, wiesen Begoña Hermann und Werner Groß zurück. Auch die Nidag habe nur eine Stimme in der neunköpfigen Jury aus Fach- und Sachpreisrichtern.

    Andere Bürger beklagten, dass sich das Projekt ausschließlich auf das Loreley-Plateau bezieht. Es gebe aber weitere wichtige Baustellen am Rhein: "Ganz St. Goarshausen liegt im Koma oder bereits im Sterben!" Die Vertreter der Lenkungsgruppe wiesen darauf hin, dass ein solches Projekt nur überschaubar und auch umsetzbar bleibe, wenn man schrittweise vorgehe. Die Konzentration auf das Plateau als erster Schritt schließe aber weitere nicht aus.

    Ob es auch repräsentative Umfragedaten darüber gebe, was Touristen auf der Loreley erwarten, wollte Rainer Knecht wissen, der die Sommerrodelbahn auf dem Plateau betreibt. Dies nahmen Hermann und Groß als Anregung für die Lenkungsgruppe auf. Entsprechende Daten sollen über die Touristikverbände hinzugezogen werden. Ein Einheimischer, der nach eigenen Angaben viel Zeit an der Loreley verbringt, kennt eine einfache Frage vieler Touristen, denen er dort begegnet, nur zu gut. Sie lautet: "Wo ist denn jetzt eigentlich die Loreley?" Vielleicht hat sich diese Frage ja künftig erübrigt, wenn die Ideen des Wettbewerbssiegers umgesetzt werden.

    Fotos: Stück für Stück entsteht das neue Zeltdach der Loreley-FreilichtbühneNeues Zeltdach für die Freilichtbühne: Loreley trumpft mit moderner Technik auf [mit Video]Baustellenbesuch der Buga-Freunde: Die neue Loreley nimmt Formen anFotos: Die neue Loreley nimmt Formen anArbeiten für Park laufen planmäßig: Pfade und Schlucht auf der Loreley entstehenweitere Links
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