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    NastättenWeltwassertag: Schüler tragen mehrere hundert Liter zum Mühlbach

    Wasser ist ein kostbares Gut – darauf möchten die Schulen in Nastätten aufmerksam machen. Die Grundschule Blaues Ländchen, die Taunus- sowie die Nicolaus-August-Otto-Schule (NAOS) beteiligen sich daher am kommenden Mittwoch, 22. März, am Weltwassertag der Unesco: Bei einem symbolischen Wasserlauf wollen die mehr als 1000 Schüler Wasser in Eimern vom Bürgerhaus zum Mühlbach transportieren.

    Mehr als 1000 Schüler wollen am Weltwassertag symbolisch Wasser vom Nastätter Bürgerhaus an den Mühlbach transportieren. An der Freisitztreppe soll das Wasser in den Bach gegossen werden. Die eingenommenen Sponsorengelder gehen an ein Hilfsprojekt in Nepal.  Foto: Cordula Sailer
    Mehr als 1000 Schüler wollen am Weltwassertag symbolisch Wasser vom Nastätter Bürgerhaus an den Mühlbach transportieren. An der Freisitztreppe soll das Wasser in den Bach gegossen werden. Die eingenommenen Sponsorengelder gehen an ein Hilfsprojekt in Nepal.
    Foto: Cordula Sailer

    Die eingenommenen Sponsorengelder für die Aktion spenden die Schulen an ein Projekt des Rotary Clubs St. Goarshausen-Loreley, das die Wasserversorgung eines nepalesischen Bergdorfs sichern soll.

    Sowohl den Schülern als auch den Nastättern soll der Wasserlauf vor Augen halten, „dass es Menschen gibt, die nicht einfach den Hahn aufmachen können, und es fließt Wasser“, erklärt Sabine Herwig, Leiterin der Grundschule. Andernorts müssten weite Strecken zurückgelegt werden, um an das kostbare Nass zu gelangen.

    In der Grund- und Taunusschule hat sich jeder einzelne Schüler einen Sponsor gesucht, der ein Startgeld für ihn bezahlt. An der NAOS haben sich die Schüler im Klassenverbund Unterstützer gesucht. „Ich habe Schüler, die haben bis zu 100 Euro Startgebühr zusammenbekommen“, sagt Herwig. Die Bereitschaft, mitzumachen sei groß, bestätigen auch Stefanie Grabowski, Leiterin der Taunusschule, und ihr Amtskollege an der NAOS, Ulrich Landes. Für den Fall, dass Sponsoren fehlen, springen an allen drei Schulen die Fördervereine ein. Wie viel Geld die Schüler eingenommen haben, werde erst zum Abschluss der Aktion zusammengezählt.

    „Dadurch haben wir die Basisfinanzierung“, sagt Heinz Hollweg, Präsident des Rotary Clubs St. Goarshausen-Loreley, über den Wasserlauf der Schulen. Die Rotarier selbst steuern 5000 Euro für das Hilfsprojekt in Nepal bei, genauso wie die der befreundete Rotary Club Germersheim Südliche Weinstraße. Noch fehlende Mittel sollen aus einem rotarischen Hilfsfond sowie weiteren Sponsorengeldern kommen, um welche sich die Rotarier bundesweit bemühen, erläutert Hollweg, der Vorsitzender des deutschen Länderausschusses Nepal der Rotarier ist. Ziel ist es, eine Summe von 55.800 Euro zusammenzutragen. „Das ist der Kostenvoranschlag für das Projekt in Kaule“, sagt Hollweg.

    Konkret sollen in dem Dorf, etwa 25 Kilometer nordwestlich der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu gelegen, Wasserrückhaltebecken, Leitungssysteme, Bewässerungsanlagen für Felder und Zapfstellen für private Haushalte geschaffen werden – in Zusammenarbeit mit vor Ort tätigen Nichtregierungsorganisationen. „In Monsunzeiten fließt dort Wasser durch, in den übrigen Zeiten ist keines mehr da“, schildert Hollweg die Lage in der Region. Diese habe sich seit den Erdbeben 2015 noch verschärft. Den Schulen war es für ihren Beitrag zum Weltwassertag wichtig, „dass man sieht, was mit dem gesammelten Geld passiert“, erklärt Sabine Herwig. Hollweg wird die Beteiligten auf dem Laufenden halten können. Er fliege regelmäßig selbst nach Nepal – auf eigene Kosten, wie er betont. Doch bevor die Schüler Ergebnisse bewundern können, heißt es: Wasser tragen.

    Die Schüler der NAOS machen am kommenden Mittwoch den Anfang: Ab 7.35 Uhr fangen sie an, eine Menschenkette vom Bürgerhaus bis zum Marktplatz zu bilden. 112 mit Regenwasser gefüllte Ein-Liter-Eimer sollen so von einem zum nächsten gereicht und am Ende der Kette in einem Wasserbecken bei der Feuerwehr entleert werden. Dicht an dicht werden sich die Schüler aller Jahrgangsstufen – etwa 740 an der Zahl – dafür aufstellen. Die Route verläuft über die Treppe vom Bürgerhaus zum Hoster, durch die Pauls-Passage, über den Zentralplatz weiter in die Bahnhofsstraße bis zum Marktplatz. Losgehen soll der Wassertransport um 8 Uhr.

    Um 8.30 Uhr starten die etwa 240 Grundschüler in Etappen an der Feuerwehr. Sie füllen dort ihre Eimer im Bassin mit einem Liter Wasser auf und transportieren sie zum Mühlbach. Allerdings bilden sie keine Menschenkette, sondern jeder der Schüler legt selbst die ganze Strecke zurück: über die Treppe an der evangelischen Kirche in die Paul-Spindler-Straße und von dort links in die Webergasse, von wo aus die Mühlbachstraße überquert wird. Dann laufen die Kinder am Bach entlang, bis sie die Freisitztreppe am Bahnhof erreichen. Dort wird das Wasser in den Mühlbach geschüttet. Dieselbe Route laufen ab 10 Uhr die 75 Schüler der Taunusschule mit ihren Eimern.

    Die Polizei sowie Streckenposten aus Eltern und Lehrern sorgen auf dem Weg für die Sicherheit der Kinder, erläutert Sabine Herwig. Gegen 12 Uhr soll der Wasserlauf beendet sein. Die Aktion der Schüler steht im Zeichen der Jubiläumsfeier Nastättens, das in diesem Jahr den Erhalt seiner Stadtrechte vor 200 Jahren feiert. Zusammengefunden hätten die Kooperationspartner für den Wasserlauf auf Anregung von Stadtbürgermeister Joachim Rzeniecki, wie die Leiter der beteiligten Schulen erklären.

    Und genauso wie das Wasser der Schüleraktion nicht einfach verschwendet, sondern in den Mühlbach gegossen wird, so sollen auch die zum Transport verwendeten Eimer nicht entsorgt werden: Die NAOS spendet sie den Nastätter Kindergärten, und Grund- sowie Taunusschule wollen damit etwas Kreatives anstellen. „Vielleicht pflanzen wir Ostergras ein“, verrät Sabine Herwig ihre Idee.

    Von unserer Redakteurin Cordula Sailer

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