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  • Wellmicher Erklärung: Bürger wollen Mittelrheinbrücke möglichst schnell

    Mittelrhein. Etwa 130 Menschen aus den Regionen rechts und links des Rheins haben am Freitag in St. Goarshausen-Wellmich die sogenannte "Wellmicher Erklärung" unterzeichnet. Darin wird die künftige Landesregierung aufgefordert, die im rot-grünen Koalitionsvertrag von 2011 gestoppten Pläne zum Bau einer Mittelrheinbrücke sofort wieder aufzunehmen.

    Ein Plädoyer für eine neue Brücke am Rhein richtet die Bürgerinitiative an die künftige Landesregierung: Zur Kundgebung auf der Panzerrampe bei St. Goarshausen-Wellmich sind etwa 130 Bürger, Unternehmer, Vertreter von Kommunen und Kandidaten zur Landtagswahl gekommen.
    Ein Plädoyer für eine neue Brücke am Rhein richtet die Bürgerinitiative an die künftige Landesregierung: Zur Kundgebung auf der Panzerrampe bei St. Goarshausen-Wellmich sind etwa 130 Bürger, Unternehmer, Vertreter von Kommunen und Kandidaten zur Landtagswahl gekommen.
    Foto: Andreas Jöckel

    Von unserem Redakteur Andreas Jöckel

    Zum Start der Unterschriftenaktion hatte die Bürgerinitiative (BI) Pro Brücke zu einer Kundgebung an der Panzerrampe eingeladen, wo der Brückenschlag nach St. Goar-Fellen erfolgen soll. Dieser Einladung waren Bürger, Unternehmer, Vertreter von Kommunen und nicht zuletzt Kandidaten zur Landtagswahl von SPD, CDU, FDP und Freien Wählern gefolgt. Unter ihnen auch Innenminister und SPD-Landeschef Roger Lewentz, der persönlich für den Brückenbau ist, dessen Partei aber die Position in der Koalition mit den Grünen nicht durchsetzen konnte. Eine Umfrage des BI-Vorsitzenden Bernd Zorn hatte schon im Herbst vergangenen Jahres ergeben, dass mit Ausnahme der Grünen alle Parteien mit Aussicht auf Einzug in den Landtag für die Mittelrheinbrücke sind. Tatsächlich haben die Parteien der anwesenden Kandidaten das Projekt auch in ihre Wahlprogramme aufgenommen.

    Unverständnis zeigt BI-Vorstandsmitglied Hans-Josef Kring gegenüber den Brückengegnern: "Ich habe den Eindruck, für unsere Heimat gelten andere Regeln als sonst in Deutschland. Überall ist es Normalität, dass es alle 10 bis 20 Kilometer eine Brücke gibt und dazwischen auch Fähren." Dass es auf 80 Kilometern zwischen Mainz und Koblenz keine feste Querung gibt, hat laut Kring auch negative Auswirkungen auf die Notfallversorgung: "Über eine Brücke könnten Krankenwagen Tag und Nacht das nächstgelegene Krankenhaus anfahren - erfolgreich Leben retten in weitaus kürzerer Zeit." Auch Feuerwehr, Polizei und Kommunen könnten mit Brücke auf beiden Rheinseiten effektiver zusammenarbeiten. Ebenso seien kulturelle Veranstaltungen auf der jeweils anderen Seite attraktiver, weil jederzeit erreichbar. Auch im Hinblick auf eine Buga 2031 sei der Bau unentbehrlich.

    Jens Güllering, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Nastätten und BI-Vorstandsmitglied, sieht die Mittelrheinbrücke als Bestandteil für die Zukunftsfähigkeit der ganzen Region. Damit meint er nicht nur die Gemeinden in unmittelbarer Nachbarschaft, sondern Rhein-Lahn-Kreis und Rhein-Hunsrück-Kreis insgesamt. "Eine Brücke an dieser Stelle über den Rhein ist ein wichtiger Baustein für die Zukunftsfähigkeit unserer Region", sagt Güllering. Diese Zukunftsfähigkeit könne dafür sorgen, dass auch noch in 20 oder 50 Jahren genügend Menschen hier leben wollen. Nur eine stabile Finanz- und Steuerkraft in den Gemeinden an der Loreley und in der Verbandsgemeinde St. Goar-Oberwesel führe aufgrund der Umverteilungen wie etwa die Kreisumlage zu einer stabilen Situation in Diez und Lahnstein beziehungsweise in Kastellaun und Kirchberg. Güllering schlussfolgert: "Deshalb ist die Brücke kein regional abgegrenzter Wunsch, sondern wichtig für die Menschen in beiden Landkreise und sicher auch darüber hinaus."

    • 16.000 Unterschriften für den Bau der Mittelrheinbrücke hatte die BI bereits 2012 gesammelt. Vom Wirtschaftsministerium gab es keine Reaktion. Auch im Masterplan für das Welterbe Oberes Mittelrheintal taucht das Vorhaben nicht auf.
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