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    Bad EmsSchulbus in Bad Ems brannte – Mehrere Kinder verletzt

    Mit einem großen Schreck begann für etwa 20 Kinder am Dienstagmorgen um 7.35 Uhr im Schulbus der Weg zur Freiherr-vom-Stein-Schule in Bad Ems. Nach einem lauten Knall hatte eines der Hinterräder des Busses in der Marktstraße Feuer gefangen. Laut Angaben der Polizei Bad Ems soll es sich um einen technischen Defekt gehandelt haben. Die Ermittlungen dauern aber noch an. Fünf Schüler mussten nach medizinischer Erstversorgung mit Verdacht auf Rauchvergiftung in ein Krankenhaus gebracht werden.

    Eine der ersten Helferinnen vor Ort war Anke Walter, eine Mitarbeiterin des Diakoniewerks Friedenswarte. Aufgeschreckt durch den lauten Knall, schaute sie zu dem heranrollenden Bus und sah den Rauch an den Hinterrädern aufsteigen. Nachdem der Busfahrer die Tür öffnete, führte sie die Kinder an einen sicheren Platz, wo sie auf den Ersatzbus warteten.

    Über den Unfallhergang kursieren verschiedene Versionen und Informationen. Nach Auskunft des Fahrers hatten einige Kinder im hinteren Teil des Busses den Rauch bemerkt und den Fahrer informiert. Daraufhin hielt er vor dem Haus der Friedenswarte in der Marktstraße an. Anlieger, die den lauten Knall gehört hatten, waren auf die Straße geeilt und halfen dabei, die Kinder zu betreuen. Manche Kinder sagen, man habe schon deutlich vor Erreichen der Marktstraße Brandgeruch wahrgenommen, und zwar bereits in Kemmenau.

    Die Eltern der betroffenen Schüler äußern sich teils entrüstet über den Vorfall. Manche wollen ihre Kinder nun nicht mehr mit dem Stadtverkehr fahren lassen. Bereits im Februar 2014 hatte das Unternehmen Schlagzeilen gemacht, weil sich während der Fahrt eine Bustür geöffnet hatte und ein sechsjähriges Mädchen auf die Straße gestürzt war. Der Bus damals war kurz zuvor einem Sicherheitscheck unterzogen worden, bei dem keinerlei Mängel festgestellt worden sind. Wann der Bus, dessen Reifen gestern Feuer fing, zum letzten Mal gewartet wurde, ist nicht bekannt. Es soll sich dabei aber um das neueste Fahrzeug des Unternehmens handeln. Ulrike Ziem vom Stadtverkehr Bad Ems hat keine Erklärung für das Feuer an ihrem Bus. „Das Fahrzeug war ja gerade mal eine halbe Stunde im Einsatz, als es passierte!“ Gleich, als sie von diesem Fall hörte, habe sie sich zunächst um ein Ersatzfahrzeug gekümmert, um die Kinder schnell zur Schule zu bringen. „Alles Weitere müssen die Fachleute klären“, sagt sie.

    Auch die Kreisverwaltung, die für den Schülertransport verantwortlich zeichnet, möchte, dass die Sache schnell aufgeklärt wird und wartet auf die Untersuchungsergebnisse der Polizei. „Wir bedauern sehr, dass Kinder verletzt wurden“, sagt Uwe Rindsfüßer, Pressesprecher der Kreisverwaltung. „Aber wir sind auch froh, dass unter den gegebenen Umständen nicht noch mehr passiert ist.“

    Jürgen Heyden

    Bad Ems Lahnstein
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