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  • Park als Naturerlebnis: Bürger informieren sich auf der Loreley

    Mittelrhein. Nach dem Start der Bauarbeiten für die Umgestaltung des Loreley-Plateaus in einen Kultur- und Landschaftspark hat die Verbandsgemeinde Loreley zu einer Informationsveranstaltung in das Besucherzentrum eingeladen. Planer Stefan Dittrich vom Werkteam-Loreley, das den europaweiten Gestaltungswettbewerb 2014 gewonnen hat, gab erneut einen ausführlichen Einblick in das Vorhaben.

    Das Loreley-Plateau nach den Rodungsarbeiten für den Strahlenweg, der vom Eingang bei der ehemaligen Jugendherberge (Mitte oben) bis zum Berghotel (unten) verläuft. Das Berghotel mit Nebengebäuden sowie Straße und Parkplatz werden in den kommenden zwölf Wochen zurückgebaut. Foto: Jennifer de Luca
    Das Loreley-Plateau nach den Rodungsarbeiten für den Strahlenweg, der vom Eingang bei der ehemaligen Jugendherberge (Mitte oben) bis zum Berghotel (unten) verläuft. Das Berghotel mit Nebengebäuden sowie Straße und Parkplatz werden in den kommenden zwölf Wochen zurückgebaut.
    Foto: Jennifer de Luca

    Von unserem Redakteur Andreas Jöckel

    Das Werkteam hatte die Idee, die Spitze des Loreley-Felsens von allem zu befreien, was ihm von Menschenhand in den vergangenen Jahrzehnten angetan worden war, um das Gelände wieder zu einem Erlebnis von Natur und Mythos zu machen. Das Berghotel, die Nebengebäude, der Parkplatz, die asphaltierte Zufahrtsstraße zur Spitze sowie der Anbau am ehemaligen Turner- und Jugendheim kommen weg. Lediglich der historische Gebäudeteil der Herberge verbleibt als Eingangsgebäude mit Gastronomie und Tourist-Info. Stattdessen soll die natürliche Vegetation mit Bäumen und ausgedehnten Wiesen mit einem vielfältigen Bewuchs an Gräsern, Blumen und Kräutern wiederhergestellt werden.

    Zwei unterschiedliche Wege zum Ziel

    Für die Besucherströme hat sich das Werkteam zwei unterschiedliche Attraktionen ausgedacht: "Unsere grundsätzliche Idee war, zwei Geschwindigkeiten anzubieten, mit denen man das Plateau besuchen kann", erklärt Dittrich. Der schnelle Weg, in der Planung auch Strahlenweg genannt, ist ein schluchtähnlicher Pfad mit Schieferwand, der vom Eingang bis zum Keller des ehemaligen Berghotels zum Hauptaussichtspunkt verläuft. Hier wird eine enge und düstere Stimmung erzeugt, bevor das intensive landschaftliche Erlebnis mit den weiten Ausblicken auf die Umgebung und den Rhein dem Gast das Herz öffnen soll. Wer sich hingegen vertieft mit der Rheinromantik, den Mythen und den Naturräumen beschäftigen will, kann den verschlungenen Pfad über die Wiesenflächen, vorbei an mehreren Info-Punkten wählen. "Dieser Weg zeigt, wie schön dieser Ort sein kann. Das ist der nachdenkliche Weg der Emotionen", sagt Dittrich. Mit dieser Bipolarität soll der Park auch den Bedürfnissen vieler Touristen aus unterschiedlichen Kulturräumen gerecht werden.

    Dezenter Eingriff 

    Den Eingriff in die Landschaft durch den Bau des Schluchtenwegs unter Einbeziehung des Kellergewölbes bezeichnet Dittrich als dezent und klar räumlich begrenzt. Dass für den Strahlenweg vorab mehrere Eichen gefällt werden mussten, fiel auch Stefan Dittrich nicht leicht. Dennoch ist sich der Naturliebhaber und Landschaftsplaner sicher, dass durch die Anlage des Parks der Natur ein Vielfaches davon zurückgegeben wird.

    Bei der anschließenden Diskussion mit mehreren Dutzend Besuchern, die VG-Bügermeister Werner Groß (CDU) moderierte, wurde gemessen am Applaus deutlich, dass die Befürworter des Projekts deutlich in der Überzahl waren. Dennoch waren auch einige Kritiker anwesend, darunter auch die saarländische Protestgruppe, die bereits beim Spatenstich mit etwa fünf Personen vertreten war.

    Zwar gab es auch den - zumindest im Hinblick auf die touristische Attraktivität im Zusammenhang mit dem Felsen zweifelhaften - Vorschlag, statt einer künstlichen Klamm einfach schöne, dichte Hecken anzupflanzen. Aber die meisten Gerüchte, die in den vergangenen Monaten in sozialen Netzwerken im Internet entstanden waren, scheinen mittlerweile ausgeräumt zu sein.

    Anzeige gegen Verbandsgemeinde erstattet

    Eine neue Qualität hingegen hat der Vorwurf, für die Arbeiten auf der Loreley habe die Verbandsgemeinde gar keine Baugenehmigung. Laut Mathias Pflugradt (SPD), Mitglied des Stadtrates St. Goarshausen und Unterstützer der saarländischen Proteste, wurde deshalb Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Koblenz erstattet. VG-Bürgermeister Groß und ADD-Vizepräsidentin Begoña Hermann versichern aber, dass für alle Arbeiten, die ausgeführt werden, auch alle notwendigen behördlichen Genehmigungen vorliegen.

    Viele Faktoren im Spiel: Loreley-Freilichtbühne erhöht Fehlbetrag im HaushaltFotos: Stück für Stück entsteht das neue Zeltdach der Loreley-FreilichtbühneNeues Zeltdach für die Freilichtbühne: Loreley trumpft mit moderner Technik auf [mit Video]Baustellenbesuch der Buga-Freunde: Die neue Loreley nimmt Formen anFotos: Die neue Loreley nimmt Formen anweitere Links
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